Die beste Gesellschaft aller Zeiten? So wird es kommen, so wird es sein!

Stellen sie sich vor, Sie lebten in der besten Gesellschaft aller Zeiten. In einer Gesellschaft, in der auch der letzte Winkel menschlichen Zusammenlebens politisiert ist: Alles von der Wiege bis zur Bahre, von der Kinderkrippe bis ins Altersheim, von der Schule, über Ausbildung oder Studium bis in den Beruf hinein, in der Kirche, im Verein, auf dem Marktplatz ebenso wie beim Besuch des Sportstadiums.

Überall vorbildliche Bürger, welche – gefragt oder ungefragt – ihre universalen Werte öffentlich vorleben. Es gibt keine Unstimmigkeiten mehr, denn man ist sich grundsätzlich einig. Alle sind sich einig. Immer.

Ein solch erstrebenswerter Zustand fällt natürlich nicht vom Himmel. Es braucht dazu die besten Politiker aller Zeiten, welche die beste Regierung aller Zeiten bilden. Früher musste man dazu noch Wahlen abhalten und war es Aufgabe der damals noch existierenden Parteien, sich zu einigen, wer die elitären Logenplätze besetzen durfte. Aber jetzt sind sich alle einig.

Endlich sind sich alle einig

Aufgabe der Regierung ist es, zu verteilen, was die Gesellschaft erwirtschaftet. Oder eben zu entscheiden, wie viel mehr die Gesellschaft leisten muss, falls einmal etwas schief läuft. Das kommt aber nur vor, wenn die Wissenschaft und die Experten einmal mehr falsche Empfehlungen abgegeben haben.

Alles ist so einfach in dieser besten Gesellschaft aller Zeiten. Niemand muss mehr etwas lernen – denn per Gesetz sind ohnehin alle einig. Und sind alle gleich. Na gut, es gibt noch Dicke und Dünne, Kräftige und Schmächtige, Schnellere und Langsamere. Aber man spricht nicht mehr darüber. Denn das ist zum Wohle aller nicht mehr erlaubt.

Das hat nur Vorteile: Jeder kann sich kleiden, frisieren und gebärden, wie er möchte. So etwas wie Benimmregeln im zwischenmenschlichen Umgang gibt es nicht mehr. Wozu auch? Bunter Vielfalt mit Toleranz zu begegnen ist oberstes Gebot. Das ist zum Wohle aller. Auf diese Weise darf jeder seine Individualität ausleben. Und niemand merkt, dass er damit seiner Individualität beraubt wird. Er nur noch ein vollkommen unwerter Teil eines willenlosen Kollektivs. Aber schließlich dient auch das dem Wohle aller – weswegen sich niemand beschweren wird….

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