• Friedensmahnwache auf dem Marktplatz in Fürth am Sonntag, 1. September 2024 zum Weltfriedenstag und Antikriegstag

    Sonntag, 1.9.2024 – Marktplatz Fürth: einige waren gekommen, um schon beim Aufbau zu helfen!

    Mit der altbekannten Forderung der Friedensbewegung seit dem ersten und zweiten Weltkrieg „NIE WIEDER KRIEG!“ fand am vergangenen Wochenende eine Mahnwache in Fürth im Odenwald vor dem dortigen Rathaus statt.

    Anlass für die in Fürth ansässige Bürgerinitiative „IFUS Weschnitztal“ war der in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg im Osten begangene „Weltfriedenstag“ und nach der Wiedereinführung der Wehrpflicht im Westen von den Gewerkschaften 1952 initiierte jährliche „Antikriegstag“ zum 1. September, dem Tag des deutschen Überfalls auf Polen vor jetzt 85 Jahren.

    WIR WOLLEN IN FRIEDEN LEBEN!

    Es kamen rund 30 Bürger, um sich zu informieren und sich auszutauschen. Es gab auch kontroverse Diskussionen: „Wer ist Schuld? Wer hat angefangen?“

    Viele fragen sich, wie konnte es so schnell zu so einer Wende von einer friedfertigen deutschen Politik hin zu einer von Militarismus und Aufrüstung geprägten Propaganda kommen.

    Techniken der Kriegspropaganda zusammengefasst von Anne Morelli

    Mit der einfachen, aber elementaren Forderung „Wir wollen in Frieden Leben!“ wollen die Initiatoren der Mahnwache auf die gegenläufigen Entwicklungen in unserem Land aufmerksam machen und klar stellen, dass der Wunsch nach einem friedlichen Zusammenleben und nach Verständigung berechtigte und humane Forderungen sind.

    Es ist noch nicht all zu lange her, da war es allgemein anerkannt für Abrüstung statt Aufrüstung einzutreten. Auch die Politik handelte im Sinne von Frieden und Völkerverständigung und suchte nach Wegen hin zu einem politisch und wirtschaftlich kooperierenden Europa.

    NIE WIEDER IST IMMER!

    Der Anmelder der Mahnwache, Mathias Emig aus Fürth, zeigte unter dem Motto „Nie wieder ist immer!“ auf, dass wir alle Einfluss auf die momentane Entwicklung haben können, indem wir u.a. uns der Beeinflussung durch Medien und Politik bewusst werden.

    Wir Menschen sind dem allem nicht schutzlos ausgesetzt. Wir werden beeinflusst, aber wir können uns dessen bewußt werden und umgekehrt auch etwas bewirken in unserem Sinne und uns für unsere „simple“ Forderung nach Frieden einsetzen.

    Dass die meisten Menschen trotz der durch Medien und Politik verbreiteten Forderung nach „Kriegstüchtigkeit“ auch in Deutschland Frieden wollen, zeigt eine aktuelle Umfrage, wo 68 % für Friedensverhandlungen und 65 % für einen Waffenstillstand in der Ukraine votierten.

    (Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA im August 2024, siehe auch https://globalbridge.ch/umfrage-in-deutschland-die-mehrheit-ist-fuer-verhandlungen/)

    MITEINANDER REDEN

    Zum Abschluss der Mahnwache wandte sich Monika Wagner, die mit Horst Mader zusammen die Initiative gegründet hat, mit drei ausgesuchten Gedichten an alle auf dem Marktplatz anwesenden Menschen.

    Ein Gedicht von Ernst Jandl machte deutlich, Gewalt fängt schon im kleinen bei uns selbst an. Gewalt ist es auch schon, wenn man sich nicht mehr trauen darf, die Wahrheit zu sagen oder auch nur die eigene Meinung.

    Mit zwei weiteren bewegenden Gedichten weißt sie darauf hin, dass Krieg auch in den Erlebnissen der Kriegskinder weit über das Kriegsende hinaus wirkt.

    SICH FÜR FRIEDEN EINSETZEN

    Wir wollen deshalb alles tun, um aufzuzeigen, wer diejenigen sind, die an Kriegen profitieren, die den Krieg wollen, die aber nie diejenigen sind, die hingehen müssen, und wir wollen alles tun, um diese zu stoppen.

    Wir setzen uns für eine offene, lebenswerte, friedliche Welt mit der Suche nach Interessenausgleich ein, in der das Streiten anerkannt und wichtig ist. Eine Welt ohne Denkverbote und ohne Krieg und Gewalt als Lösung von Konflikten.

    AKTIV WERDEN

    Die Initiative lädt alle ein, die hier mit wirken möchten, Kontakt aufzunehmen:
    E-Mail: info@initiativefreiundselbstbestimmt.com, Tel: 0176 344 33 605

    Die nächste Aktion für Frieden der Initiative IFUS Weschnitztal ist geplant für Samstag, 14.9.2024, 10:00 Uhr Fürth, Ortsausgang am Kreisel Richtung Krumbach. Weitere und aktuelle Informationen finden Sie unter https://initiativefreiundselbstbestimmt.com/

    Die Initiative IFUS Weschnitztal ruft auch auf für die überregionale Friedensdemonstration der Initiative „Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder“ am 3.10.2024 in Berlin. Weitere Infos hierzu finden Sie unter https://nie-wieder-krieg.org/

    Am 3.10.2024 ist für diejenigen, die nicht nach Berlin fahren können, eine „Unterstützer-Demo“ in Heidelberg geplant. Weiter Infos hierzu finden Sie unter http://www.antikriegsforum-heidelberg.de/

    Das folgende Video zeigt einige Fakten und Tatsachen des Krieges auf, über die in den Medien nicht oder nur wenig gesprochen wird:

    Krieg bedeutet Tod und Zerstörung. Krieg und auch Frieden entstehen nicht „von alleine“ unser Handeln ist entscheidend!

    Weitere Texte, die auf der Mahnwache präsentiert wurden, können Sie sich hier herunterladen:

  • Schwierige Zeiten? Was wir tun können!

    „Jeden Tag geht die Sonne auf und scheint auf die Erde, bringt uns Leben und Licht, Pflanzen und Nahrung, körperliche und geistige, alles scheint aufeinander abgestimmt, der Mensch ist ein auf Gemeinschaft ausgerichtetes Wesen, sozial und mitfühlend. Kreativ.

    Was wir hören und lesen, sehen und erleben sagt uns das Gegenteil.

    Selbst, dass die Sonne scheint, wird zur Bedrohung. Der Mensch ist böse, erklärt man uns. Kriege, Neid, Gier, Gewalt sei seine wahre „Natur“ und deshalb nur mit Kontrolle, Krieg und Gewalt zu beherrschen.

    Folgerichtig wird das Leben verneint, eine lebenswerte Zukunft scheint unmöglich und wir wundern uns, dass uns die jungen Menschen davon laufen und nichts davon hören wollen.“

    Kommentar von monicarols

    Wir leben in interessanten Zeiten!

    Die Mitglieder der Initiative Frei und Selbstbestimmt Weschnitztal (IFUS) haben sich in 2022 zusammen gefunden mit unterschiedlichen Hintergründen und Lebenswegen. Wir wollen unsere Erfahrungen und unsere Sicht nach außen tragen. Wir setzen uns für unsere Interessen und Vorstellungen von einem guten Leben ein, indem wir uns und andere informieren, diskutieren und gemeinsam Aktionen planen und durchführen. Hierbei haben wir vielfältige gemeinsame und persönliche Erfahrungen gemacht.

    Die Gedanken und Ideen hierzu finden sich im beiliegenden „Buch“ mit dem Titel:

    Was können wir tun?

    Wir haben dort einige Punkte aufgeführt, die uns und unserer Ansicht nach auch jedem einzelnen helfen können, aus der aktuellen Situation einen Weg nach Vorne zu finden und aktiv zu werden.

    In den ersten drei Abschnitten befassen wir uns mit unserem individuellen Wohlergehen, unserem Selbsterhalt, unserer Überlebenssicherung.

    Im Anschluss folgen Überlegungen wie wir gestaltend aktiv werden können.

    Die Kapitel sind wie folgt überschrieben:

    1. Achtsam sein
    2. Gesund bleiben
    3. Träume kennen
    4. Selbst denken
    5. Sich informieren
    6. Propaganda erkennen
    7. Wählen gehen
    8. Bargeld nutzen
    9. Sich einmischen
    10. Macht begrenzen
    11. Love it, Change it, Leave it
    12. Unabhängig sein

    Viel Spaß beim Lesen!

    Wir freuen uns über Eure Kommentare, Feedback, Meinungen, Vorschläge und Eure Ideen hierzu.

    Macht mit! Mischt Euch ein und am besten kommt vorbei. Bringt Euch mit ein!

    Aktuelles und Informationen zu unseren Aktionen erhaltet ihr regelmäßig auf unserem Blog https://initiativefreiundselbstbestimmt.com/, den ihr gerne abonnieren könnt oder in unseren sozialen Netzwerken in telegram: https://t.me/Initiativefreiundselbstbestimmt
und Twitter (X)https://twitter.com/Friedensaktion

  • Teilnehmerbericht: Kundgebung und Demonstrationszug für und mit den Landwirten am 8. Januar 2024 in Heppenheim

    Unter dem Motto „Handeln statt Wegschauen“ fand am 8.1.2024 in Heppenheim eine Kundgebung und Demo anläßlich der regionalen und bundesweiten Protesttage der Landwirte statt.

    An der Demo am Abend entlang der B3 nahmen auch viele bäuerliche und gewerbliche Betriebe mit ihren Traktoren und anderen Fahrzeugen teil, nachdem sie aus der Landeshauptstadt zurück kamen.

    Versammlung

    Vorher sammelte man sich an genau der Adresse, wo sich auch das Landratsamt des Kreis Bergstraße befindet. Es waren zahlreiche Bürger und Bürgerinnen gekommen, um Ihre Unterstützung zu zeigen, aber auch um ihre eigene Betroffenheit deutlich zu machen:

    Zitat: „Wir, die „Kritischen Bürger des Kreises Bergstraße“, stehen hinter den Landwirten. Wir brauchen die Bauern in unserem Land für gute Produkte und eine sichere Versorgung.
    Die Bauern und Speditionen haben es verstanden, auch die Gastronomen, Bäcker, Metzger, Einzelhändler, etc. und natürlich wir, die Bürger müssen jetzt aktiv werden.“

    erklärt der Anmelder und Mitglied der Initiative IFUS Weschnitztal/Odenwald

    Redebeitrag mit geschichtlichem Bezug

    Im Vorfeld der Demo erklärte ein Teilnehmer seine Sicht auf die derzeitige Situation und zog dafür verschiedene geschichtliche Ereignisse zu Rate. Hier der Inhalt seines Beitrages:

    Wie die Erhöhung der Salzbesteuerung und der darauf folgende Salzmarsch Auslöser für die Unabhängigkeitsbewegung in Indien wurden

    Zitat: „Es wäre ungerecht, wenn die Salzsteuer erhöht werden sollte. Es ist ein notwendiger Artikel sowohl für das menschliche als auch für das tierische Wohlergehen … es wäre eine schlechte Politik und eine rückläufige Bewegung, die Steuer zu erhöhen, insbesondere in einer Zeit, in der die armen Millionen Indiens einer weiteren Senkung ängstlich entgegensehen der Steuer … Da jede Erhöhung dieser Steuer daher die Massen der Menschen des Landes schwer treffen wird, möchte ich die Aufmerksamkeit dieses Kongresses nachdrücklich auf die Notwendigkeit lenken, seinen starken Protest gegen jeden Versuch einzulegen Teil der Regierung, die Salzsteuer zu erhöhen.“

    Das stellte S. A. Saminatha Iyer indischer Anwalt und Politiker, bereits im Jahre 1885 fest. Er war Vorsitzender der Gemeinde Tanjore und Delegierter des Indischen Nationalkongress und sprach sich mit den o.a. Worten gegen gegen eine Erhöhung der Salzsteuer aus.

    Salz ist ein bedeutendes Wirtschaftsgut und war und ist insbesondere für die Bevölkerung Indiens und ihrer Nutztiere notwendig, um u.a. im heißen Klima den täglichen Elektrolytverlust auszugleichen.

    Als dann aber 1923 trotzdem die Salzsteuer verdoppelt wurde, konnte die indische Bevölkerung immer weniger von dem im eigenen Land produzierten Salz kaufen.

    Der Dandi-Marsch

    Mahatma Gandhi startete im März 1930 mit 78 Anhängern einen Fußmarsch von 388 km nach Dandi an der Küste des Arabischen Meeres.
    Der Marsch wurde Medien wirksam von der internationalen Presse begleitet, gefilmt und dokumentiert. Filmausschnitte und Bilder weltweit übertragen.
    Am Morgen des 5. April 1930 erreichte die Gruppe das Meer und Mahatma Gaudi hob eine Handvoll Salz und verkündete, dass er mit dieser „Handvoll Salz“ das Ende der Britischen Herrschaft verkünde.
    Er und seine Anhänger wurden vor Ort noch am gleichen Tag verhaftet.
    Aber Gandhis mutiges Vorbild, in dem er das „Gesetz“ brach und ebenso das Vorbild der ihn begleitenden Frauen und Männer auf diesem Marsch, die sich das nahmen, was die Natur allen Indern geschenkt hatte und was in keiner Weise denjenigen gehörte, die Steuern darauf erhoben, ermutigte andere Inder, ebenfalls in zivilen Ungehorsam zu gehen und gegen das Gesetz des vermutlich Mächtigeren zu verstoßen.

    „Mähdrescher-Mob“?

    Winston Churchill bezeichnete Gandhi einmal als „aufrührerischen, nackten Fakir“. Das erinnert mich an „Die TAZ“ gestern, welche die Bauern als „Mähdrescher-Mob“ beschimpft hat.

    Im Jahre 1947 wurde die Salzsteuer dann von der Übergangsregierung Indiens abgeschafft. Über den „Salt Cess Act“ von 1953 als eine modifizierte Salzsteuer aber neu eingeführt. Dies war dann der Anfang der Freiheits- und Unabhängigkeitsbewegung Indiens.

    Zitat „Ich mache da nicht mit.“

    Gunnar Kaiser
    • In eigener Sache: Diese friedliche Taktik des „zivilen Ungehorsams“ oder des „Nicht Mitmachens“, die Gandhi hier vorlebte erläutert auch Vandana Shiva ausführlich in ihrem Buch „Eine Erde für alle!“, wozu wir an anderer Stelle im Blog bereits berichtet hatten. Siehe Link

    Weiter im Beitrag:

    Es geht um mehr

    Schaut man nun auf diese historischen Ereignisse, dann ist der Wegfall des vergünstigten Agrardiesels möglicherweise nur der Auslöser – der bekanntliche „Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt – sich gegen eine groß angelegte Umverteilung von Vermögen und die Vernichtung von Wohlstand sowie die Bevormundung und Gängelung durch die staatlichen Organe zu wehren.


    Die aktuellen Bauerproteste zeigen eindeutig, es geht hier nicht um „Privilegien“, sondern um den Erhalt von Werten, die unsere Lebensgrundlagen sind und die über Generationen erwirtschaftet und aufgebaut wurden.

    Viele Menschen in Deutschland aus der Bevölkerung spüren das und Menschen aus allen Berufszweigen, Handwerk und Industrie erklären sich mit den Bauern solidarisch.

    Wie die Einführung einer Teesteuer in Amerika der Auslöser der berühmten Boston Tea Party wurde

    „No taxation without representation.“

    Forderung der nordamerikanischen Kolonien nach Mitsprache im Britischen Parlament


    Es gibt noch weitere solcher Beispiele in der Geschichte, auch die Beibehaltung der Teesteuer durch England gegenüber den nordamerikanischen Kolonien führte 1773 zu Aufständen und Protesten und war nur der Auslöser in Wirklichkeit ging es um Selbstbestimmung und Freiheit.

    Zusammenarbeit

    Was uns der geschichtliche Vergleich aber auch lehrt, ist das die aktuellen Proteste der Bauern heute erst der Anfang sind und es wohl Jahre dauern wird und viel Mut und Ausdauer sowie Achtsamkeit und kluge Voraussicht notwendig sind.

    Wir die Menschen, der „kleine Mann“ und die „kleine Frau“, müssen lernen auch mal „nicht zu gehorchen“ und vor allem auch dann gut zusammen zu arbeiten, wenn es um unsere eigenen grundlegenden Interessen geht.

    (Hinweis: Videos, Bilder und Texte stehen unter Copyright. Bitte um schriftliche Anfrage, falls diese irgendwo verwendet werden sollen.)

  • Presse berichtet sachlich richtig!?
    Auf dem telegram-Kanal der Anwälte für Aufklärung https://t.me/Anwaelte_fuer_Aufklaerung wurde vor zwei Tagen folgendes Statement veröffentlicht:

    Die Berufungsverhandlung gegen Dr. Monika Jiang vor dem Landgericht Mannheim wird am 23.11.2023 fortgesetzt.

    Über die bisherigen Verhandlungstage haben die Weinheimer Nachrichten sachlich korrekt berichtet.

    Die Berichterstattung veranlasst aber das Verteidigerteam, auf folgende rechtliche Aspekte hinzuweisen und die Öffentlichkeit über Hintergründe und Folgen zu informieren, die offensichtlich bisher nicht wahrgenommen wurden:“

    Danach folgte ein Dokument "Presseschreiben" beginnend wie folgt:

    Bezug zur aktuellen Berichterstattung Weinheimer Nachrichten:

    Die Darstellungen waren sachlich korrekt. Dies betrifft auch die Ereignisse vom 16.11.2023. Hierbei ist mir eine Formulierung aufgefallen, die uns Verteidiger in der Verhandlung sehr stutzig gemacht hat in Bezug auf den Verfahrensstand. Sie schrieben zutreffend:

    „Nachdem der Vorsitzende Richter Christian Hirsch am Morgen noch mitgeteilt hatte, dass das Gericht vorsorglich acht weitere Verhandlungstage bis Ende Februar 2024 terminiert habe, überraschte er die Verteidigung am Nachmittag mit dieser Feststellung: Aus Sicht der Kammer sei die Beweisaufnahme abgeschlossen. Weitere Beweisanträge der Verteidigung könnten aber bis nächste Woche schriftlich gestellt werden, wenn die Verhandlung am 23. November um 9 Uhr fortgesetzt wird.“

    Es ist anzunehmen, dass das Verteidigerteam bestehend aus Rechtsanwalt Sven Lausen und Rechtsanwalt Ivan Künnemann sich hierbei auf folgenden Artikel der WNOZ beziehen: https://www.wnoz.de/nachrichten/bergstrasse/dieses-juristisches-detail-koennte-den-maskenprozess-um-die-weinheimer-aerztin-entscheiden-287829.html
    Anbei das vollständige "Presseschreiben":

    Unser Kommentar:

    Das Schreiben bezieht sich auf den o. a. Artikel der WNOZ und die Art der Veröffentlichung lässt vermuten, dass es sich um ein Schreiben handelt, dass direkt an die Zeitung resp. den prozessbegleitenden Journalisten gerichtet war.

    Eine sachliche Berichterstattung ohne Vorverurteilungen, abwertende Wortwahl, Unterstellungen und Verallgemeinerungen, das sollte doch die Regel sein und nicht die Ausnahme. Klickt man auf den Zeitungsartikel und klickt sich dann durch die (durch den Algorithmus) damit verbundenen Artikel, sieht man das dem nicht so ist und wir wissen, dass es definitv nicht so war in den vergangenen drei Jahren.

    Wir wissen Medien- und Zeitungsmacher sind per se nicht neutral und objektiv.

    Dies zeigt insbesondere die folgende Art von Selbstdarstellung und Täter-Opfer-Umkehr, die im Interview mit der Richterin im Weinheimer Prozess zelebriert wurde: https://www.wnoz.de/nachrichten/bergstrasse/vom-gerichtssaal-ins-rampenlicht-eva-loesche-zeigt-kuenstlerische-seite-255671.html

    Natürlich wissen wir nicht, was die Richterin, die Frau Jiang für drei Jahre hinter Gitter bringen will, alles außerhalb des Gerichtes „erleiden“ musste, aber wir bezweifeln sehr, dass dies bedrohlicher gewesen sein kann, als die akute Bedrohung der Existenzvernichtung und Freiheitsentzug.

    „2024: Endlich die Maske abnehmen? Fehlanzeige – festgewachsen!“ C. Abramzik

  • Die Welt will und braucht endlich Frieden !

    Demonstration und Mahnwache für Frieden und Völkerverständigung am 1. und 2. April in Bensheim an der Bergstraße

    Im Rahmen der Kundgebung gab es verschiedene Redebeiträge u. a. der folgende Beitrag von Mathias, der uns alle motivieren will, auch weiterhin für Frieden, Freundschaft und Völkerverständigung aktiv zu sein!

    Mathias hat viele Wünsche, die er mit uns teilen will. Sein Apell an uns: „Lasst uns unsere Zukunft aktiv gestalten!“

    Liebe friedliebende Menschen!

    Herzlichen Dank, dass Ihr (bei diesem Wetter) gekommen seid, um für alle sichtbar Euren Wunsch nach Frieden mitzuteilen. Vielen Dank, dass Ihr den Mut habt, dies öffentlich zu tun, trotz unzähliger Kritik und teils wildem Framing in der Presse und den Sozialen Medien.

    Ihr alle habt Eure ganz persönliche Motivation, und ich darf Euch heute einen kleinen Einblick geben in meine Beweggründe, hier zu stehen und sofortigen Waffenstillstand und Friedensverhandlungen zu fordern.

    Ganz unabhängig davon, wer den Krieg angefangen hat, wer gut und wer böse ist.

    Wir blicken derzeit sorgenvoll in die Ukraine, und wir sollten uns dabei bewusst sein, dass es noch viele weitere Kriege auf der Welt gibt. Die lange „Liste der andauernden Kriege und bewaffneten Konflikte“ in Wikipedia gibt weitere Informationen dazu.

    Wir wissen alle, wie unfassbar schrecklich Krieg ist. Deswegen sind wir hier und fordern das sofortige Ende der Kampfhandlungen und den Beginn von Friedensverhandlungen.

    Wir fordern: „Sofortiges Ende der Kampfhandlungen und den Beginn von Friedensverhandlungen!“

    Demonstration für Frieden am 1.4.2023, Bensheim an der Bergstraße

    Krieg fällt normalerweise nicht vom Himmel, er ist die Fortsetzung der Diplomatie mit anderen Mitteln. Er kündigt sich langsam durch kleine Schritte auf der Eskalationsspirale an. Auch jetzt während des Krieges können wir das Fortschreiten auf der Eskalationsspirale beobachten. Wir sehen, wie immer mehr und immer stärkere Waffen gefordert und auch eingesetzt werden. Inzwischen wird sogar uran-angereicherte Munition geliefert. Wo soll die Grenze sein?

    Die Eskalationsspirale setzt sich unvermindert fort.

    Verursacht durch ein Zusammenspiel von Politikern, die die Fähigkeit oder den Willen zum zivilisierten, gegenseitigen, respektvollen Dialog verloren haben, unterstützt durch willfährige Medien und Konzerne und zaghafte, untertänige Völker, welche sich nicht ausreichend gegen die schon lange zu sehenden Entwicklungen stemmen oder gar noch willig im Machtrausch mitmachen.

    Was können wir dagegen tun?

    All das zu erleben und zu verkraften ist sehr bedrückend, beängstigend, demotivierend, Kräfte zehrend. Und viele Menschen denken „Was kann ich kleines Licht schon tun, das nützt doch eh nichts.“

    Ich kann das sehr gut verstehen! Mir fällt es auch regelmäßig schwer, neu aufzustehen und gegen den Wahnsinn anzukämpfen. Doch haben wir eine andere Wahl?

    Von nichts kommt nichts. Deswegen kommt jetzt dieser Satz:

    „Wenn viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, dann wird das das Gesicht dieser Welt verändern!“

    Zitat, Quelle unbekannt

    Kennt Ihr Menschen, die sich schätzen und lieben und sich gegenseitig erschießen? Ich nicht. Daher folgen jetzt einige meiner Wünsche an die Zukunft in der Hoffnung, dass ich damit nicht alleine stehe und dass diejenigen, die auch davon träumen, sich bestärkt fühlen, denn wir sind viele!

    • Ich wünsche mir, dass dieses Morden und Schlachten, diese Produktion von Elend, – dass der Krieg, dass alle Kriege sofort beendet werden!
    • Ich wünsche mir, dass noch viel mehr friedliebende Menschen ihren Wunsch nach Frieden sichtbar nach außen tragen.
    • Ich wünsche mir freie und offene Gesellschaften, die Frieden exportieren.
    • Ich wünsche mir Medien und Journalisten, die immer wieder Frieden fordern.
    • Ich wünsche mir Politiker wie Helmut Schmidt, die lieber 100 Stunden vergeblich verhandeln als 1 Minute zu schießen.
    • Ich wünsche mir Politiker, die wieder Städtepartnerschaften organisieren, damit sich Menschen kennen und lieben lernen.
    • Ich wünsche mir Schulleiter, die wieder Schüleraustausche ermöglichen, damit sich Menschen kennen und lieben lernen.
    • Ich wünsche mir Kulturdezernenten, die wieder gemeinsame Kulturveranstaltungen durchführen, damit sich Menschen kennen und lieben lernen.
    • Ich wünsche mir Sportverbände, die wieder internationale Sportevents auf die Beine stellen, damit sich Menschen kennen und lieben lernen.
    • Ich wünsche mir Menschen die reisen, Land und Leute außerhalb der Touristenhochburgen kennen und lieben lernen.
    • Ich wünsche mir ein Sondervermögen von 100 Mrd. EURO für völkerverständigende Maßnahmen, damit sich Menschen kennen und lieben lernen.
    • Und all das bitte insbesondere mit den Regionen und Menschengruppen, die angeblich gegenseitig verfeindet und die bilateralen Beziehungen erkaltet sind.
    • Ich wünsche mir, dass die Menschen die Möglichkeiten haben, sich kennen zu lernen, sich zu lieben und zu achten und zu respektieren!
    • Ich wünsche mir, dass Brücken gebaut werden, über die die Menschen gehen können!

    Jeder von uns lebt in einer Stadt oder Gemeinde, kennt Politiker, örtliche Schulen, Kulturschaffende, Sportvereine, Bürgerinitiativen. Es gibt unendliche Möglichkeiten sich aktiv einzubringen und für gegenseitiges, auch grenzüberschreitendes Kennenlernen und Schätzen und Lieben zu sorgen.

    Lasst uns uns einbringen! Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ich wiederhole noch einmal meine Überzeugung:

    „Wenn viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, dann wird das das Gesicht dieser Welt verändern!“

    „Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.“

    M. Emig, 1.4. Bensheim

    All das lässt sich nicht mit einem „Fingerschnipp“ erreichen.

    All das fällt nicht vom Himmel. Es wird von mutigen Menschen Schritt für Schritt erschaffen und bewahrt!


    Es wird Geduld brauchen, viele Gespräche werden nötig sein, Überzeugungsarbeit, Durchhaltevermögen. Es wird auch Rückschläge geben.

    Das Endergebnis ist es wert! Jede einzelne neue Freundschaft ist es wert!

    „Lasst uns unsere Zukunft aktiv gestalten!“

    M. Emig am 1.4. in Bensheim
    Mahnwache für Frieden und Völkerverständigung am 2.4., Marktplatz Bensheim

    Zum Ende meiner Ausführungen noch meine Motivationsmittel:

    Folgende drei Sätze schreibe ich mir jeden Morgen neu zur eigenen Motivation physikalisch mit Stift auf Papier. Nicht nur im Geiste aufsagen, sondern wirklich aufschreiben:

    Satz 1: „Das Spiel ist erst aus, wenn es abgepfiffen ist.“

    (Wisst Ihr noch, wie der FC Bayern im Champions League Finale eine Minute vor Ende 1:0 führte und wie der sichere Sieger aussah, und dann innerhalb zwei Minuten zwei Tore kassierte und noch in der regulären Spielzeit verlor? Zwei
    Lehren sind daraus zu ziehen:
    Erstens: Auch in bescheidenen Lagen kann es noch gut ausgehen. Immer an das gute Ende glauben und dafür kämpfen.
    Zweitens: Niemals unvorsichtig werden, auch wenn es scheinbar super aussieht.)

    „Das Spiel ist erst aus, wenn es abgepfiffen ist.“

    Satz 2: „Never give up.“

    Auch wenn es noch so bescheiden aussieht, es gibt vielfach noch Möglichkeiten, manchmal auch Wunder. An meiner Haustür klebt innen ein Bild mit einem Storch, der einen Frosch (Kopf voran) im Schnabel hat. Aus dem Schnabel hängen nur noch Arme und Beine des Frosches. Unangenehme Lage, sollte man meinen. Aber der Frosch drückt dem Storch mit seinen Händen fest den Hals zu!

    Und darunter steht: „Never give up.“

    Satz 3: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“

    Also, los geht’s: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“

    Ich hoffe, ich konnte Euch einige Gedanken und Anregungen mitgeben und uns allen helfen, uns immer wieder neu zu motivieren und fest an das gute Ende zu
    glauben für unseren Einsatz für den Frieden!

    In diesem Sinne:

    Lasst uns jetzt Gutes tun und heute hier in Bensheim das tun, wofür wir alle hierher gekommen sind:

    „Lasst uns gemeinsam aufstehen für den Frieden und unseren Teil dazu beitragen, um das Gesicht dieser Welt zu verändern!“

    Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit.

  • Wer ist hier „dumm“ ?

    Auf den folgenden Text bin ich durch ein Werbeprospekt (!), diese Zeitung aufmerksam geworden: https://brennstoff.com/ausgaben/

    „Es wird wirklich darauf ankommen, ob Machthaber sich mehr von der Dummheit oder von der inneren Selbständigkeit und Klugheit der Menschen versprechen.“

    Quelle: "Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft."
    (Dietrich Bonhoeffer)

    „Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit. Gegen das Böse läßt sich protestieren, es läßt sich bloßstellen, es läßt sich notfalls mit Gewalt verhindern, das Böse trägt immer den Keim der Selbstzersetzung in sich, indem es mindestens ein Unbehagen im Menschen zurückläßt. Gegen die Dummheit sind wir wehrlos. Weder mit Protesten noch durch Gewalt läßt sich hier etwas ausrichten; Gründe verfangen nicht; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen, brauchen einfach nicht geglaubt zu werden – in solchen Fällen wird der Dumme sogar kritisch – und wenn sie unausweichlich sind, können sie einfach als nichts sagende Einzelfälle beiseite geschoben werden. Dabei ist der Dumme im Unterschied zum Bösen restlos mit sich selbst zufrieden; ja, er wird sogar gefährlich, indem er leicht gereizt zum Angriff übergeht. Daher ist dem Dummen gegenüber mehr Vorsicht geboten als gegenüber dem Bösen. Niemals werden wir mehr versuchen, den Dummen durch Gründe zu überzeugen; es ist sinnlos und gefährlich.“

    menschlicher Defekt

    „Um zu wissen, wie wir der Dummheit beikommen können, müssen wir ihr Wesen zu verstehen suchen. Soviel ist sicher, daß sie nicht wesentlich ein intellektueller, sondern ein menschlicher Defekt ist. Es gibt intellektuell außerordentlich bewegliche Menschen, die dumm sind, und intellektuell sehr Schwerfällige, die alles andere als dumm sind. Diese Entdeckung machen wir zu unserer Überraschung anläßlich bestimmter Situationen. Dabei gewinnt man weniger den Eindruck, daß die Dummheit ein angeborener Defekt ist, als daß unter bestimmten Umständen die Menschen dumm gemacht werden, bzw. sich dumm machen lassen. Wir beobachten weiterhin, daß abgeschlossen und einsam lebende Menschen(*) diesen Defekt seltener zeigen als zur Gesellung neigende oder verurteilte Menschen und Menschengruppen. So scheint die Dummheit vielleicht weniger ein psychologisches als ein soziologisches Problem zu sein. „

    (*) Heute sind das, meiner Meinung nach, diejenigen, die keine oder wenig Nachrichten konsumieren.

    „Sie ist eine besondere Form der Einwirkung geschichtlicher Umstände auf den Menschen, eine psychologische Begleiterscheinung bestimmter äußerer Verhältnisse. Bei genauerem Zusehen zeigt sich, daß jede starke äußere Machtentfaltung, sei sie politischer oder religiöser Art, einen großen Teil der Menschen mit Dummheit schlägt. Ja, es hat den Anschein, als sei das geradezu ein soziologisch-psychologisches Gesetz.

    „Die Macht der einen braucht die Dummheit der anderen. „

    "Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft." (Dietrich Bonhoeffer)

    Die Macht der einen braucht die Dummheit der anderen. Der Vorgang ist dabei nicht der, daß bestimmte – also etwa intellektuelle – Anlagen des Menschen plötzlich verkümmern oder ausfallen, sondern daß unter dem überwältigenden Eindruck der Machtentfaltung dem Menschen seine innere Selbständigkeit geraubt wird und daß dieser nun – mehr oder weniger unbewußt – darauf verzichtet, zu den sich ergebenden Lebenslagen ein eigenes Verhalten zu finden. „

    Schlagworte und Parolen

    „Daß der Dumme oft bockig ist, darf nicht darüber hinwegtäuschen, daß er nicht selbständig ist. Man spürt es geradezu im Gespräch mit ihm, daß man es gar nicht mit ihm selbst, mit ihm persönlich, sondern mit über ihn mächtig gewordenen Schlagworten, Parolen etc. zu tun hat. Er ist in einem Banne, er ist verblendet, er ist in seinem eigenen Wesen mißbraucht, mißhandelt. So zum willenlosen Instrument geworden, wird der Dumme auch zu allem Bösen fähig sein und zugleich unfähig, dies als Böses zu erkennen.“

    Missbrauch

    „Hier liegt die Gefahr eines diabolischen Missbrauchs. Dadurch werden Menschen für immer zugrunde gerichtet werden können. Aber es ist gerade hier auch ganz deutlich, daß nicht ein Akt der Belehrung, sondern allein ein Akt der Befreiung die Dummheit überwinden könnte. „

    Muss man sich abfinden?

    „Dabei wird man sich damit abfinden müssen, daß eine echte innere Befreiung in den allermeisten Fällen erst möglich wird, nachdem die äußere Befreiung vorangegangen ist; bis dahin werden wir auf alle Versuche, den Dummen zu überzeugen, verzichten müssen. In dieser Sachlage wird es übrigens auch begründet sein, daß wir uns unter solchen Umständen vergeblich darum bemühen zu wissen, was „das Volk“ eigentlich denkt, und warum diese Frage für den verantwortlich Denkenden und Handelnden zugleich so überflüssig ist – immer nur unter den gegebenen Umständen. „

    innere Befreiung

    „Das Wort der Bibel, daß die Furcht Gottes der Anfang der Weisheit sei, sagt, daß die innere Befreiung des Menschen zum verantwortlichen Leben vor Gott die einzige wirkliche Überwindung der Dummheit ist.“

    tröstlich

    „Übrigens haben diese Gedanken über die Dummheit doch dies tröstliche für sich, daß sie ganz und gar nicht zulassen, die Mehrzahl der Menschen unter allen Umständen für dumm zu halten. Es wird wirklich darauf ankommen, ob Machthaber sich mehr von der Dummheit oder von der inneren Selbständigkeit und Klugheit der Menschen versprechen.“

    Nachdem ich den Text gelesen hatte, war ich etwas durcheinander, ich habe ihn mehrmals gelesen. Ich habe mir die Frage gestellt, je nach dem wer gerade diesen Text liest: Sind nicht immer die anderen, die „Andersdenkenden“, die Dummen?
    Was können wir lernen von diesem mutigen Menschen? Der nicht wirklich glauben konnte und wollte, was mit ihm geschah und Erklärungen suchte.

    Etymologie

    dumm Adj. ‘unwissend, unbegabt, unvernünftig, unangenehm’. Ahd. tumb ‘stumm, taub, töricht, einfältig, unvernünftig, dumm’ (9. Jh.), mhd. tump ‘schwach von Sinnen oder Verstand, dumm, töricht, unerfahren, stumm’ … neblig, verdunkelt, auch vom Geist und den Sinnen’, … Die ältesten Bedeutungen von dumm sind ‘stumm’ und ‘taub’, beide im 17. Jh. noch bekannt.

    Stumm und Taub

    Wenn wir die Herkunft und Bedeutung des Wortes „dumm“ genauer betrachten, dann verstehen wir noch mehr, was er wahrscheinlich damit sagen wollte.

    Frage

    Vielleicht müssen wir lernen wieder offen mit einander zu sprechen und vor allem einander richtig zuzuhören?

    (Was zugegebener Maßen nicht immer einfach ist.)

    Lese gerne Eure Meinung hierzu. Alle Anregungen sind willkommen. Lasst uns miteinander ins Gespräch kommen!

  • „Ein Sommer ohne Kunst und Kultur…?“

    Der folgende Text wurde uns im Sommer 2020 von einer Künstlerin geschickt. Die darin getroffenen Aussagen und auch ihre in den drei Jahren entstandenen Karikaturen sind so aktuell wie nie zu vor.:

    „So wie wir heute leben…“

    C. Abramzik, Sommer 2020

    „So wie wir heute leben, hätten wir uns das vor noch einem halben Jahr nicht vorstellen können: Wir werden massiv in unseren Grundrechten und Freiheiten eingeschränkt und alle nehmen das hin.

    „Wir werden massiv in unseren Grundrechten und Freiheiten eingeschränkt…“

    Ist uns unsere Freiheit nichts mehr wert, haben wir uns schon so sehr daran gewöhnt, ist sie für uns so selbst verständlich geworden, dass wir nicht mehr bereit sind dafür einzustehen?

    Wir werden massiv bevormundet, manipuliert und eingeengt. Man sagt uns es sei alles zu unserm Schutz. Aber kann ich nicht nach 61 Jahren ganz gut für mich selbst sorgen und nach über 30 jähriger Arbeit als Therapeutin auch für andere? Kann ich nicht selbst gut genug einschätzen, was gefährlich ist und was nicht?

    „Ist uns unsere Freiheit nichts mehr wert…?“

    Ich glaube, dass jeder mündige Bürger das kann und man ihm das auch zutrauen darf. Wollen wir wirklich so weiterleben? Wir dürfen uns nicht mehr die Hände schütteln, uns nicht umarmen und nicht einmal mit Freunden, Verwandten, Nachbarn treffen, ganz zu schweigen von Oma und Opa, oder unseren Eltern.

    Nun tragen wir alle eine Gesichtsmaske, erkennen uns kaum noch darunter, können uns nicht mehr anlächeln, kaum beim Sprechen verstehen.

    „Wollen wir wirklich so weiterleben?“

    Wir dürfen keinem Fremden näher als 2 Meter kommen, jeder ist mißtrauisch, denn von jedem könnte ja eine potenzielle Gefahr ausgehen. Wir dürfen nicht mehr feiern, keine Kultur ist möglich, alle Veranstaltungen werden abgesagt, ein Sommer ohne Kunst und Kultur.

    C. Abramzik, 2021

    „Ein Sommer ohne Kunst und Kultur…“

    Wir dürfen unsere Religion nur eingeschränkt ausüben, Gottesdienst nur unter strengen Auflagen besuchen, zusammen beten, singen und uns trösten und Mut zusprechen geht kaum. Das war selbst in schlimmsten Kriegszeiten möglich.

    „Das war selbst in schlimmsten Kriegszeiten möglich.“

    Wir dürfen nicht demonstrieren, nicht protestieren, die Grundrechte der Demokratie sind ausgehebelt.

    Wir dürfen kein Café, kein Restaurant besuchen, nicht reisen.
    Wir werden eingesperrt, vor allem die Kinder. Sie dürfen kaum auf Spielplätze, in Kitas, in Schulen, sich mit Freunden treffen.

    „…die Grundrechte der Demokratie sind ausgehebelt.“

    Wir sperren alte Menschen und solche mit Behinderung weg, angeblich, um sie zu schützen, aber für wie lange und mit welchen Folgen. Jetzt schon?

    Wir zahlen eine sehr hohen Preis, den Preis all unserer Freiheit.

    All diese Einschränkungen sollen uns angeblich vor dem Virus schützen, doch das ist nicht möglich. Auch mit noch so drastischen Maßnahmen.

    „Wir zahlen einen sehr hohen Preis, den Preis all unserer Freiheit!“

    Das Virus ist nicht zu stoppen und es wird sich ausbreiten. Man müsste die Menschen einzeln und jahrelang einsperren um eine Ansteckung zu verhindern. Es ist eine Illusion, dass ein Lappen vor dem Mund uns vor irgend etwas schützen kann, wir bekommen nur einen Maulkorb umgelegt.“

    C. Abramzik, 2022

    „Das Virus ist nicht zu stoppen und es wird sich ausbreiten. Man müsste die Menschen einzeln und jahrelang einsperren um eine Ansteckung zu verhindern.“

    Die Künstlerin

    Conny hat noch jede Menge weitere Projekte und Begabungen.

    Mehr erfahrt ihr hier: http://www.abramzik.com/Einfuerung1.html

  • „Truth bringing Peace“

    Die Verantwortung der Medien

    „Der Pazifist John Shipton ist der Vater von Julian Assange. Robert Cibis befragt ihn exklusiv zur richterlichen Entscheidung, seinen Sohn an die USA auszuliefern. Diese Diskussion zeigt politische Einflussnahme auf das Rechtswesen auf. Wie weit werden die westlichen Regierungen gehen, sich selbst abseits ihrer vorgegebenen Werte zu stellen?“

    Das Original-Interview ist in Englischer Sprache. Hier die deutsch übersprochene Version.

    Das Interview bildet ab, wo wir uns momentan befinden. Das Englische Original berührt zusätzlich durch die Betroffenheit von Julian Assanges Vater und die sanfte Art und Weise wie er die grauenvollen Taten, die Lügen, die Verbrechen vorträgt und benennt:

    It is extraordinary – I categorized it as grotesque – that United States and Nato officials, responsible for the destruction of 7,5 countries in 20 years, the murder of 5 million people, the creation of 36 million refugees, all of these figures are… by United Nations institutions… that these people swimming in blood, bringing death and destruction to human communities troughout the middle east, stand and accuse Julian of endangering life, it just absolutly grotesque.

    Interview OVALmedia

    Die Medien tragen eine große Verantwortung. Sie erzählen die „Geschichten“.

  • Menschen haben Rechte, aber Papier ist geduldig…

    Wir sehen uns am Freitag, 13.05. in Fürth/ODW.

    Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

    Universal Declaration of Human Rights – German (Deutsch)

    SOURCE: UN Department for General Assembly and Conference Management German Translation Service, NY

    Resolution 217 A (III) vom 10.12.1948

    Präambel

    Da die Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt bildet,

    da die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen, und da verkündet worden ist, daß einer Welt, in der die Menschen Rede- und Glaubensfreiheit und Freiheit von Furcht und Not genießen, das höchste Streben des Menschen gilt,

    da es notwendig ist, die Menschenrechte durch die Herrschaft des Rechtes zu schützen, damit der Mensch nicht gezwungen wird, als letztes Mittel zum Aufstand gegen Tyrannei und Unterdrückung zu greifen,

    da es notwendig ist, die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Nationen zu fördern,

    da die Völker der Vereinten Nationen in der Charta ihren Glauben an die grundlegenden Menschenrechte, an die Würde und den Wert der menschlichen Person und an die Gleichberechtigung von Mann und Frau erneut bekräftigt und beschlossen haben, den sozialen Fortschritt und bessere Lebensbedingungen in größerer Freiheit zu fördern,

    da die Mitgliedstaaten sich verpflichtet haben, in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen auf die allgemeine Achtung und Einhaltung der Menschenrechte und Grundfreiheiten hinzuwirken,

    da ein gemeinsames Verständnis dieser Rechte und Freiheiten von größter Wichtigkeit für die volle Erfüllung dieser Verpflichtung ist,

    verkündet die Generalversammlung

    diese Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal, damit jeder einzelne und alle Organe der Gesellschaft sich diese Erklärung stets gegenwärtig halten und sich bemühen, durch Unterricht und Erziehung die Achtung vor diesen Rechten und Freiheiten zu fördern und durch fortschreitende nationale und internationale Maßnahmen ihre allgemeine und tatsächliche Anerkennung und Einhaltung durch die Bevölkerung der Mitgliedstaaten selbst wie auch durch die Bevölkerung der ihrer Hoheitsgewalt unterstehenden Gebiete zu gewährleisten.

    Artikel 1

    Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.

    Artikel 2

    Jeder hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.

    Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebiets, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.

    Artikel 3

    Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.

    Artikel 4

    Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden; Sklaverei und Sklavenhandel sind in allen ihren Formen verboten.

    Artikel 5

    Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.

    Artikel 6

    Jeder hat das Recht, überall als rechtsfähig anerkannt zu werden.

    Artikel 7

    Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz. Alle haben Anspruch auf gleichen Schutz gegen jede Diskriminierung, die gegen diese Erklärung verstößt, und gegen jede Aufhetzung zu einer derartigen Diskriminierung.

    Artikel 8

    Jeder hat Anspruch auf einen wirksamen Rechtsbehelf bei den zuständigen innerstaatlichen Gerichten gegen Handlungen, durch die seine ihm nach der Verfassung oder nach dem Gesetz zustehenen Grundrechte verletzt werden.

    Artikel 9

    Niemand darf willkürlich festgenommen, in Haft gehalten oder des Landes verwiesen werden.

    Artikel 10

    Jeder hat bei der Feststellung seiner Rechte und Pflichten sowie bei einer gegen ihn erhobenen strafrechtlichen Beschuldigung in voller Gleichheit Anspruch auf ein gerechtes und öffentliches Verfahren vor einem unabhängigen und unparteiischen Gericht.

    Artikel 11

    1. Jeder, der wegen einer strafbaren Handlung beschuldigt wird, hat das Recht, als unschuldig zu gelten, solange seine Schuld nicht in einem öffentlichen Verfahren, in dem er alle für seine Verteidigung notwendigen Garantien gehabt hat, gemäß dem Gesetz nachgewiesen ist.
    2. Niemand darf wegen einer Handlung oder Unterlassung verurteilt werden, die zur Zeit ihrer Begehung nach innerstaatlichem oder internationalem Recht nicht strafbar war. Ebenso darf keine schwerere Strafe als die zum Zeitpunkt der Begehung der strafbaren Handlung angedrohte Strafe verhängt werden.

    Artikel 12

    Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, seine Wohnung und seinen Schriftverkehr oder Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden. Jeder hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen solche Eingriffe oder Beeinträchtigungen.

    Artikel 13

    1. Jeder hat das Recht, sich innerhalb eines Staates frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu wählen.
    2. Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren.

    Artikel 14

    1. Jeder hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen.
    2. Dieses Recht kann nicht in Anspruch genommen werden im Falle einer Strafverfolgung, die tatsächlich auf Grund von Verbrechen nichtpolitischer Art oder auf Grund von Handlungen erfolgt, die gegen die Ziele und Grundsätze der Vereinten Nationen verstoßen.

    Artikel 15

    1. Jeder hat das Recht auf eine Staatsangehörigkeit.
    2. Niemandem darf seine Staatsangehörigkeit willkürlich entzogen noch das Recht versagt werden, seine Staatsanghörigkeit zu wechseln.

    Artikel 16

    1. Heiratsfähige Frauen und Männer haben ohne Beschränkung auf Grund der Rasse, der Staatsangehörigkeit oder der Religion das Recht zu heiraten und eine Familie zu gründen. Sie haben bei der Eheschließung, während der Ehe und bei deren Auflösung gleiche Rechte.
    2. Eine Ehe darf nur bei freier und uneingeschränkter Willenseinigung der künftigen Ehegatten geschlossen werden.
    3. Die Familie ist die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft und hat Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat.

    Artikel 17

    1. Jeder hat das Recht, sowohl allein als auch in Gemeinschaft mit anderen Eigentum innezuhaben.
    2. Niemand darf willkürlich seines Eigentums beraubt werden.

    Artikel 18

    Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder Überzeugung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.

    Artikel 19

    Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.

    Artikel 20

    1. Alle Menschen haben das Recht, sich friedlich zu versammeln und zu Vereinigungen zusammenzuschließen.
    2. Niemand darf gezwungen werden, einer Vereinigung anzugehören.

    Artikel 21

    1. Jeder hat das Recht, an der Gestaltung der öffentlichen Angelegenheiten seines Landes unmittelbar oder durch frei gewählte Vertreter mitzuwirken.
    2. Jeder hat das Recht auf gleichen Zugang zu öffentlichen Ämtern in seinem Lande.
    3. Der Wille des Volkes bildet die Grundlage für die Autorität der öffentlichen Gewalt; dieser Wille muß durch regelmäßige, unverfälschte, allgemeine und gleiche Wahlen mit geheimer Stimmabgabe oder in einem gleichwertigen freien Wahlverfahren zum Ausdruck kommen.

    Artikel 22

    Jeder hat als Mitglied der Gesellschaft das Recht auf soziale Sicherheit und Anspruch darauf, durch innerstaatliche Maßnahmen und internationale Zusammenarbeit sowie unter Berücksichtigung der Organisation und der Mittel jedes Staates in den Genuß der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte zu gelangen, die für seine Würde und die freie Entwicklung seiner Persönlichkeit unentbehrlich sind.

    Artikel 23

    1. Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit.
    2. Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.
    3. Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen.
    4. Jeder hat das Recht, zum Schutz seiner Interessen Gewerkschaften zu bilden und solchen beizutreten.

    Artikel 24

    Jeder hat das Recht auf Erholung und Freizeit und insbesondere auf eine vernünftige Begrenzung der Arbeitszeit und regelmäßigen bezahlten Urlaub.

    Artikel 25

    1. Jeder hat das Recht auf einen Lebensstandard, der seine und seiner Familie Gesundheit und Wohl gewährleistet, einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztliche Versorgung und notwendige soziale Leistungen gewährleistet sowie das Recht auf Sicherheit im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Invalidität oder Verwitwung, im Alter sowie bei anderweitigem Verlust seiner Unterhaltsmittel durch unverschuldete Umstände.
    2. Mütter und Kinder haben Anspruch auf besondere Fürsorge und Unterstützung. Alle Kinder, eheliche wie außereheliche, genießen den gleichen sozialen Schutz.

    Artikel 26

    1. Jeder hat das Recht auf Bildung. Die Bildung ist unentgeltlich, zum mindesten der Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung. Der Grundschulunterricht ist obligatorisch. Fach- und Berufsschulunterricht müssen allgemein verfügbar gemacht werden, und der Hochschulunterricht muß allen gleichermaßen entsprechend ihren Fähigkeiten offenstehen.
    2. Die Bildung muß auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und auf die Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein. Sie muß zu Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen rassischen oder religiösen Gruppen beitragen und der Tätigkeit der Vereinten Nationen für die Wahrung des Friedens förderlich sein.
    3. Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll.

    Artikel 27

    1. Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an den Künsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben.
    2. Jeder hat das Recht auf Schutz der geistigen und materiellen Interessen, die ihm als Urheber von Werken der Wissenschaft, Literatur oder Kunst erwachsen.

    Artikel 28

    Jeder hat Anspruch auf eine soziale und internationale Ordnung, in der die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten voll verwirklicht werden können.

    Artikel 29

    1. Jeder hat Pflichten gegenüber der Gemeinschaft, in der allein die freie und volle Entfaltung seiner Persönlichkeit möglich ist.
    2. Jeder ist bei der Ausübung seiner Rechte und Freiheiten nur den Beschränkungen unterworfen, die das Gesetz ausschließlich zu dem Zweck vorsieht, die Anerkennung und Achtung der Rechte und Freiheiten anderer zu sichern und den gerechten Anforderungen der Moral, der öffentlichen Ordnung und des allgemeinen Wohles in einer demokratischen Gesellschaft zu genügen.
    3. Diese Rechte und Freiheiten dürfen in keinem Fall im Widerspruch zu den Zielen und Grundsätzen der Vereinten Nationen ausgeübt werden.

    Artikel 30

    Keine Bestimmung dieser Erklärung darf dahin ausgelegt werden, daß sie für einen Staat, eine Gruppe oder eine Person irgendein Recht begründet, eine Tätigkeit auszuüben oder eine Handlung zu begehen, welche die Beseitigung der in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten zum Ziel hat.

    United Nations, Human Rights

  • UNO-Gewaltverbot

    Die Charta der Vereinten Nationen

    Die Charta der Vereinten Nationen (UN-Charta) ist der Gründungsvertrag der Vereinten Nationen (United Nations). Ihre universellen Ziele und Grundsätze bilden die Verfassung der Staatengemeinschaft, zu der sich alle inzwischen 193 Mitgliedstaaten bekennen.

    Sie wurde am 26. Juni 1945 in San Francisco am Ende der Konferenz der Vereinten Nationen für internationale Organisation unterzeichnet und trat am 24. Oktober 1945 in Kraft. Das Statut des Internationalen Gerichtshofs ist ein wesentlicher Bestandteil der Charta.

    Präambel

    Wir, die Völker der Vereinten Nationen – fest entschlossen, 

    • künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren, die zweimal zu unseren Lebzeiten unsagbares Leid über die Menschheit gebracht hat,
    • unseren Glauben an die Grundrechte des Menschen, an Würde und Wert der menschlichen Persönlichkeit, an die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie von allen Nationen, ob groß oder klein, erneut zu bekräftigen,
    • Bedingungen zu schaffen, unter denen Gerechtigkeit und die Achtung vor den Verpflichtungen aus Verträgen und anderen Quellen des Völkerrechts gewahrt werden können,
    • den sozialen Fortschritt und einen besseren Lebensstandard in größerer Freiheit zu fördern,

    und für diese Zwecke

    • Duldsamkeit zu üben und als gute Nachbarn in Frieden miteinander zu leben,
    • unsere Kräfte zu vereinen, um den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren,
    • Grundsätze anzunehmen und Verfahren einzuführen, die gewährleisten, daß Waffengewalt nur noch im gemeinsamen Interesse angewendet wird, und
    • internationale Einrichtungen in Anspruch zu nehmen, um den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt aller Völker zu fördern –

    haben beschlossen, in unserem Bemühen um die Erreichung dieser Ziele zusammenzuwirken.

    Dementsprechend haben unsere Regierungen durch ihre in der Stadt San Franzisko versammelten Vertreter, deren Vollmachten vorgelegt und in guter und gehöriger Form befunden wurden, diese Charta der Vereinten Nationen angenommen und errichten hiermit eine internationale Organisation, die den Namen “Vereinte Nationen“ führen soll.

    Ziele und Grundsätze (Kapitel 1)

    Artikel 1

    Die Vereinten Nationen setzen sich folgende Ziele:

    1. den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren und zu diesem Zweck wirksame Kollektivmaßnahmen zu treffen, um Bedrohungen des Friedens zu verhüten und zu beseitigen, Angriffshandlungen und andere Friedensbrüche zu unterdrücken und internationale Streitigkeiten oder Situationen, die zu einem Friedensbruch führen könnten, durch friedliche Mittel nach den Grundsätzen der Gerechtigkeit und des Völkerrechts zu bereinigen oder beizulegen;

    2. freundschaftliche, auf der Achtung vor dem Grundsatz der Gleichberechtigung und Selbstbestimmung der Völker beruhende Beziehungen zwischen den Nationen zu entwickeln und andere geeignete Maßnahmen zur Festigung des Weltfriedens zu treffen;

    3. eine internationale Zusammenarbeit herbeizuführen, um internationale Probleme wirtschaftlicher, sozialer, kultureller und humanitärer Art zu lösen und die Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten für alle ohne Unterschied der Rasse, des Geschlechts, der Sprache oder der Religion zu fördern und zu festigen;

    4. ein Mittelpunkt zu sein, in dem die Bemühungen der Nationen zur Verwirklichung dieser gemeinsamen Ziele aufeinander abgestimmt werden.

    Artikel 2

    Die Organisation und ihre Mitglieder handeln im Verfolg der in Artikel 1 dargelegten Ziele nach folgenden Grundsätzen:

    1. Die Organisation beruht auf dem Grundsatz der souveränen Gleichheit aller ihrer Mitglieder.

    2. Alle Mitglieder erfüllen, um ihnen allen die aus der Mitgliedschaft erwachsenden Rechte und Vorteile zu sichern, nach Treu und Glauben die Verpflichtungen, die sie mit dieser Charta übernehmen.

    3. Alle Mitglieder legen ihre internationalen Streitigkeiten durch friedliche Mittel so bei, daß der Weltfriede, die internationale Sicherheit und die Gerechtigkeit nicht gefährdet werden.*

    4. Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt.

    *UNO Gewaltverbot

    5. Alle Mitglieder leisten den Vereinten Nationen jeglichen Beistand bei jeder Maßnahme, welche die Organisation im Einklang mit dieser Charta ergreift; sie leisten einem Staat, gegen den die Organisation Vorbeugungs- oder Zwangsmaßnahmen ergreift, keinen Beistand.

    6. Die Organisation trägt dafür Sorge, daß Staaten, die nicht Mitglieder der Vereinten Nationen sind, insoweit nach diesen Grundsätzen handeln, als dies zur Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit erforderlich ist.

    7. Aus dieser Charta kann eine Befugnis der Vereinten Nationen zum Eingreifen in Angelegenheiten, die ihrem Wesen nach zur inneren Zuständigkeit eines Staates gehören, oder eine Verpflichtung der Mitglieder, solche Angelegenheiten einer Regelung auf Grund dieser Charta zu unterwerfen, nicht abgeleitet werden; die Anwendung von Zwangsmaßnahmen nach Kapitel VII wird durch diesen Grundsatz nicht berührt.

    Mitgliedschaft (Kapitel II)

    Artikel 3

    Ursprüngliche Mitglieder der Vereinten Nationen sind die Staaten, welche an der Konferenz der Vereinten Nationen über eine Internationale Organisation in San Franzisko teilgenommen oder bereits vorher die Erklärung der Vereinten Nationen vom 1. Januar 1942 unterzeichnet haben und nunmehr diese Charta unterzeichnen und nach Artikel 110 ratifizieren.

    Artikel 4

    (1) Mitglied der Vereinten Nationen können alle sonstigen friedliebenden Staaten werden, welche die Verpflichtungen aus dieser Charta übernehmen und nach dem Urteil der Organisation fähig und willens sind, diese Verpflichtungen zu erfüllen.

    (2) Die Aufnahme eines solchen Staates als Mitglied der Vereinten Nationen erfolgt auf Empfehlung des Sicherheitsrats durch Beschluß der Generalversammlung.

    Als Hauptorgane der Vereinten Nationen werden

    • eine Generalversammlung,
    • ein Sicherheitsrat,
    • ein Wirtschafts- und Sozialrat,
    • ein Treuhandrat,
    • ein Internationaler Gerichtshof und
    • ein Sekretariat eingesetzt.

    Der Sicherheitsrat besteht aus fünfzehn Mitgliedern der Vereinten Nationen. Die Republik China, Frankreich, die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland sowie die Vereinigten Staaten von Amerika sind ständige Mitglieder des Sicherheitsrats.

    Auszüge aus der Charta der Vereinten Nationen gezeichnet am 26. Juni 1945 in San Francisco

    Vortrag Daniele Ganser