• Wahlhelfer (2) – Überlegungen zu Deppen, Idioten und anderen Schwachköpfen

    Liebe Leserinnen und Leser,

    unter der Rubrik „Wahlhelfer“ starteten wir eine Serie von Artikeln, die in losem Abstand erscheinen und Ihnen einige Denkanstöße zur Entscheidungsfindung bei der nächsten Wahl anbieten. Sie sind in der Wahlkabine alleine, Sie können dort ankreuzen, was Sie wollen. Das ist Ihr Recht. Nutzen Sie es unbedingt!

    Heute: Überlegungen zu Deppen, Idioten und anderen Schwachköpfen.

    In der letzten Zeit hören und lesen wir oft von Hausdurchsuchungen wegen des Vorwurfs der Beleidigung. Immer öfter zeigen Politiker:innen und :außen ihnen unliebsame Äußerungen im Web an und schicken die Polizei, die Anwälte und die Juristen los.

    An dieser Stelle möchte ich gar nicht auf konkrete Vorfälle eingehen, sondern einige grundlegende Gedanken dazu in den Raum stellen. Ich nutze nachfolgend das Wort „Depp“ synonym für alle weiteren Arten von Beleidigungen bzgl. mangelnder Intelligenz wie z.B. „Schwachkopf“, „Trottel“, „Idiot“. Und ich behandle die Angelegenheit personenunabhängig.

    Die Gedanken:

    Wie wahrscheinlich ist es, dass die als „Depp“ titulierte Person tatsächlich ein Depp wäre? Wie hätte die „depperte“ Person unter der Voraussetzung mangelnder Intelligenz in ihre Position kommen sollen (z.B. Parlamentsmandat, Regierungsamt, hohes Behördenamt, hohe Parteifunktion usw.)? Wer hätte möglicherweise seine Hände schützend über die Person gehalten und ihren Weg bereitet? Und warum? Könnte dieser „Beschützer“ selbst ein „Depp“ sein mit einem eigenen „Beschützer“ oder müsste er schlau sein, um all das einzufädeln? Müsste man zumindest bei dem „Beschützer“ davon ausgehen, dass er voll zurechnungsfähig ist und all das wollte, was der „Depp“ machte? Wer würde „zufällig“ davon profitieren, dass diese „depperte“ Person in diesem Amt wäre?

    Hätte man nicht auch einen dementen Affen in eine verantwortungsvolle Position setzen können, wenn es ein „Depp“ machen könnte?

    Wozu bräuchten wir 700 Bundestagsabgeordnete, wenn sie überwiegend „Deppen“ wären? Müssten wir in diesem Fall von einer Demokratie- oder Amtssimulation sprechen? Wer würde ein solches Gespann „Depp/Beschützer“ in diesen Positionen haben wollen? Sie? Würde eine Parteiführung die Listenplätze zur Wahl an eher intelligente und streitbarere oder an eher „depperte“ Ja-Sager-Kandidaten vergeben wollen? Mit welchen wäre es für die Spitzen einfacher, Politik im eigenen Sinne oder im Sinne ihrer „Beschützer“ zu machen, so sie selbst welche hätten? Wäre es für ein Gremium, welches hohe Ämter besetzt, risikoloser, wenn es „Deppen“ berufen würde anstatt intelligente Menschen?

    Wenn es „Beschützer“ gäbe, was wäre in diesem System der Unterschied zur Mafia?

    Wie wahrscheinlich ist es, dass die als „Depp“ titulierte Person gar nicht dumm, sondern schlau wäre, aber sie würde die Folgen ihres Tuns nicht überschauen und daher den Anschein erwecken, „deppert“ zu sein? Ginge das überhaupt, schlau zu sein und die Folgen des eigenen Tuns nicht zu überblicken? Wie hätte es eine solche Person ohne die Folgen des eigenen Tuns überschauen zu können, in ein solches Amt schaffen können? Stellt sich auch hier die Frage der schützenden Hände? Oder täte diese schlaue Person absichtlich so, als ob sie „deppert“ wäre? Und warum?

    Wie wahrscheinlich ist es, dass die als „Depp“ titulierte Person gar nicht dumm, sondern schlau wäre und die Folgen ihres Tuns sehr wohl überschauen würde? Dann müsste man davon ausgehen, dass sie bei klarem Bewusstsein und bei vollem Verstand wäre, gemeinhin als voll zurechnungs- und schuldfähig zu bezeichnen sei. Man müsste davon ausgehen, dass sie das, was sie täte, genau deswegen täte, weil sie das Ergebnis exakt so haben wollte, warum auch immer!

    Denn wenn sie das Ergebnis absehen könnte und es nicht für gut einschätzte, dann würde sie einfach anders handeln, um ein besseres Ergebnis zu erzielen! Franklin D. Roosevelt wird dieses Zitat nachgesagt: „In der Politik passiert nichts zufällig. Wenn es doch passiert, war es so geplant.“

    Müsste man im Falle negativer Ergebnisse auch das als 100 % beabsichtigt einstufen und je nach Kontext u.U. sogar Böswilligkeit unterstellen? Und sollte das Tun dabei absichtlich den Anschein des „deppert seins“ erwecken? Als Hintertür, wenn alles auffliegt und das Volk rebelliert? Nach dem Motto „Ich bin doch ein Depp, ich konnte es doch nicht wissen“?

    „In der Politik passiert nichts zufällig. Wenn es doch passiert, war es so geplant.“

    Franklin D. Roosevelt

    Was dürfen wir von Personen halten, die sich vehement wehren gegen den Vorwurf, „Depp“ zu sein? Sind sie es und merken es nicht? Sind sie es nicht und bestehen sie damit auf der Feststellung, dass sie voll zurechnungsfähig sind? Oder zeigen sie durch die Zurückweisung des Vorwurfs nicht vielleicht implizit doch, dass sie ein bisschen „deppert“ sind, denn wenn sie auf „voll zurechnungsfähig“ bestünden, dann hätten sie sich jegliche Auswege und Ausreden verbaut in für sie nicht so gut laufenden Angelegenheiten? Täte das ein Mensch, der um seine Fehlbarkeit wüsste und in derart hohen Ämtern permanent mit Widerstand und Schmutzkampagnen aller Art rechnen würde und sich vielleicht doch einen Plan B offen halten wollte?

    Was bedeutet das alles für die Wahl?

    Zweierlei:

    Erstens: 

    Gehen wir bis zum Beweis des Gegenteils davon aus, dass alle handelnden Personen in der Politik intelligent sind und genau wissen, was sie tun und es tun, weil sie es genau so wollen!

    Wenn die Personen sich durch die Einstufung als intelligent und genau wissend, was sie tun, beleidigt oder diskriminiert oder sonstwie beeinträchtigt fühlten, dann wäre ich gespannt auf die Gerichtsverhandlungen und die Beweisführung zum Nachweis der eigenen mangelnden Intelligenz.

    Und: Bewerten wir im Wesentlichen das Wirken!

    Waren ihre Taten für uns hilfreich? Kurz und langfristig? Gleichen wir ab, ob die in Frage kommenden Vertreter oder Parteien glaubwürdig waren und ihre Taten mit ihren Worten übereinstimmten, denn wie oft schon haben wir wohl klingende Worte gehört oder gut formulierte Papiere gelesen und anderslautende Beschlüsse gesehen?

    Zweitens: 

    Wir als Wählerinnen und Wähler sollten theoretisch im Interesse einer besten und ausgewogensten Politik daran interessiert sein, die fähigsten Köpfe in den Parlamenten und hohen Ämtern zu sehen. Es gibt möglicherweise einen Interessenkonflikt zwischen uns Wählerinnen und Wählern und denjenigen, die Kandidatenlisten erstellen oder hohe Ämter besetzen!

    Sie könnten geneigt sein, wenig denkende Ja-Sager auszuwählen, die schlicht tun, was ihnen aufgetragen wird.

    Diese Ja-Sager wären auch wesentlich pflegeleichter bzgl. der „Fraktionsdisziplin“.

    Können wir ausschließen, dass wir nicht auch den ein oder anderen „Deppen“ zur Wahl vorgelegt bekommen? Können wir ausschließen, dass wir nicht den ein oder anderen „Deppen“ in hohen Positionen haben? Karrieristen, denen alles egal ist, Hauptsache sie kommen voran in hohe Ämter und an dicke Gehälter?

    Irgendeine Erfahrung wird Hannah Arendt zu der Aussage bewogen haben: „Totalitarismus, einmal an der Macht, ersetzt immer alle erstklassigen Talente – unabhängig von ihren Sympathien – durch jene Spinner und Trottel, deren Mangel an Intelligenz und Kreativität immer noch die beste Loyalitätsgarantie ist.“

    Leben wir noch in einer Demokratie oder sind wir schon in einem Totalitarismus?

    Wie hoch ist bei uns der Anteil der Ahrendt’schen „Spinner und Trottel“ im System? Reicht es für eine prosperierende Demokratie aus, wenn Wählerinnen und Wähler – also wir – alle vier Jahre (oder manchmal etwas früher) ein oder mehrere Kreuze auf einem Papier machen, um dann wieder für Jahre abzutauchen? Oder müssen wir die Komfortzone verlassen und uns dauerhaft stärker in die Politik einmischen und dafür sorgen, dass gutes Personal für gut durchdachte und ausgewogene Entscheidungen nach „oben“ kommt?

    „Totalitarismus, einmal an der Macht, ersetzt immer alle erstklassigen Talente – unabhängig von ihren Sympathien – durch jene Spinner und Trottel, deren Mangel an Intelligenz und Kreativität immer noch die beste Loyalitätsgarantie ist.“

    Hannah Arendt

    Schauen Sie sich die Ergebnisse der Politik der letzten Jahre an.

    DIE ERGEBNISSE! Was wurde erreicht? Geht es aufwärts? Was erwartet uns in der Zukunft?

    Seien Sie sich bewusst, alle Ergebnisse seit Ende des zweiten Weltkrieges gehen einzig und alleine auf die Konten der CDU, CSU, SPD, FDP, GRÜNE. Und seit 1990 auch der LINKEN. In Bund und Ländern haben AfD und BSW bis vor Kurzem noch keinen einzigen Tag mit regiert. BSW darf nun in zwei Landtagen etwas mitspielen.

    Es gibt das Fairnessabkommenparteienkartell aus CDU, CSU, SPD, FDP, GRÜNE und LINKE. Verantwortlich für die bisherige Politik. Die zentralen, weit reichenden Weichenstellungen wie z.B. Energiepolitik, Klima, Corona, Migration wurden in BUND und Ländern und auch der EU parteienübergreifend mit kleinen, unwesentlichen Ausprägungsunterschieden von diesen genannten Parteien des Fairnessabkommenparteienkartells komplett mitgetragen. Und auf der anderen Seite gibt es BSW und AfD als größere Opposition, gelegentlich Freie Wähler und andere Splitterparteien.

    Der Rest läuft unter „Ferner liefen …“

    Schauen Sie sich die Ergebnisse an. Schauen Sie sich das Personal an. Bewerten sie selbst: Werden wir von Idioten regiert? Oder von intelligenten Menschen? Und was wäre Ihnen angesichts der Ergebnisse lieber? Reicht Wählen alleine aus? Oder müssen wir uns stärker in die Politik einmischen und dafür sorgen, dass gutes Personal nach „oben“ kommt? Denken Sie nach. Sie selbst. Und treffen Sie Ihre Entscheidung.

    Meine Meinung. Sie dürfen selbstverständlich eine andere haben, müssen aber nicht. Sie sind frei in Ihrer Entscheidung.

    It is your choice! Sie haben die Wahl. Am 23.02.2025.

    Früher erschienen in dieser Artikelserie:

    Wahlhelfer (1) – Wählen oder Nichtwählen, das ist hier die Frage https://initiativefreiundselbstbestimmt.com/2024/12/27/wahlhelfer-1-wahlen-oder-nichtwahlen-das-ist-hier-die-frage/

    Bild: Open Offic, modifiziert qtfix0017

  • Der Teig ist hin

    Der Teig ist hin

    Wenn die Winde dicke Backen machen
    kannst du Deinen Kuchen backen.
    Fehlt's den Winden stark beim Pusten
    und die Sonn' ziert sich dazu,
    tut der Ofen Dir was husten
    und der Teig bleibt einfach roh.

    Ab in den Kühlschrank das Gemisch,
    dort bleibt es länger frisch
    auf dass es morgen werd' gebracht
    in den Zustand wie's gedacht.

    Doch Shit! Was ist denn jetzt schon wieder?
    Im Kühlschrank scheinen keine Lichter!
    Der weiße Kasten im Verein
    mit dem Ofen sagt nur: „Nein,
    fehlt uns der Saft aus dieser Dose
    geht Dein Essen in die Hose!“

    Zum Nachbarn könnt' ich wieder geh'n,
    der hat 'nen Holzbackofen stehen.

    Ich bring's nicht über's Herz.

    Zu groß ist dieser Schmerz,
    zu lesen was geschrieben steht
    an seiner Haustür groß und fett:

    „Atomkraftgegner überwintern
    bei Dunkelheit und kaltem Hintern.“

    Der Teig ist hin, die Wohnung kalt,
    der Frust ist groß, drum geh' ich bald
    ins Bett. Und träum' von alten Zeiten,
    und einem Ritt – in warmen südlichen Breiten.

    Bild: OpenOffice

  • Wahlhelfer (1) – Wählen oder Nichtwählen, das ist hier die Frage

    Liebe Leserinnen und Leser, unter der Rubrik „Wahlhelfer“ starten wir eine Serie von Artikeln, die in losem Abstand erscheinen und Ihnen einige Denkanstöße zur Entscheidungsfindung bei der nächsten Wahl anbieten. Sie sind in der Wahlkabine alleine, Sie können dort ankreuzen, was Sie wollen. Das ist Ihr Recht. Nutzen Sie es unbedingt!

    Heute: Wählen oder Nichtwählen, das ist hier die Frage.

    Bei jeder Wahl gibt es viele Menschen, die ihr Wahlrecht nicht ausnutzen und in der Statistik als sog. Nichtwähler eingehen. Überlicherweise liegt die Wahlbeteiligung bei Bundestagswahlen grob zwischen 60 und 80 Prozent. Das bedeutet, zwischen einem und zwei Fünftel der Wahlberechtigten finden es nicht lohnenswert, sich durch den Wahlakt in die Demokratie einzubringen. Sicherlich mögen die Gründe vielfältig sein. Heute möchte ich auf die Folgen des Nichtwählens hinweisen:

    Die Sitze im Bundestag werden anhand der Stimmenanteile an den abgegebenen gültigen Stimmen ermittelt. Im Extrem bedeutet das, dass eine Partei, die nur eine einzige Stimme erhalten hat, alle Sitze erhält, wenn nur ein einziger Mensch gewählt hat und alle anderen zu Hause geblieben sind. In diesem Fall hätte die Partei 100 % der abgegebenen, gültigen Stimmen erzielt! Hätten all diese Menschen, die nicht an der Wahl teilgenommen hätten, nach dem Zufallsprinzip andere Parteien gewählt, dann wäre die Partei mit der einen Stimme nicht über die 5 % Hürde gekommen und nicht im Parlament.

    Diese Extremwerte zeigen mögliche Auswirkungen und sind natürlich nicht realistisch. Betrachten wir den Fall, dass die Nichtwähler nach dem Zufallsprinzip eine der drei Parteien wählen, die auf dem Stimmzettel ganz unten stehen. Ich habe keine Ahnung, wer auf dem Wahlzettel ganz unten stehen wird, aber es werden entweder neue Parteien sein oder solche, die bei der letzten Wahl am wenigsten Stimmen hatten. Sollte es eine dieser Parteien tatsächlich über die 5 % Hürde schaffen, dann sicher nicht mit hohen Prozentzahlen. Hauptsache, die etablierten Parteien, von denen Sie die Jahre über enttäuscht wurden, bekommen weniger Stimmen und hören in Zukunft wieder mehr auf Sie und Ihre Wünsche! Schauen Sie sich den Effekt an dieser Beispielrechnung an. Die erste Ergebnisspalte zeigt einen möglichen Wahlausgang und die Stimmanteile, wie sie bisher berechnet werden. Es wird angenommen, dass 23 % der Wahlberechtigten nicht gewählt haben. In der zweiten Ergebnisspalte sehen wir die Stimmen- und Sitzanteile bei identischer Wahl mit nur einer einzigen Änderung: Die Nichtwähler waren in der Wahlkabine und haben per Zufall eine der letzten drei Parteien des Wahlzettels gewählt. Alle anderen haben gleich gestimmt:

    Sie sehen, dass die Parteien A, B, C und D deutlich weniger Stimmanteil haben als vorher. Daraus folgt, sie werden wesentlich weniger Sitze haben als vorher. Während mit den 23 % Nichtwählern eine Koalition aus A und D für die einfache Mehrheit im Parlament ausreichte, müssen diese beiden Parteien im zweiten Fall mindestens eine, in manchen Fällen sogar zwei weitere Parteien mit ins Boot nehmen!

    Andere Rechnung, Annahme: Drei Parteien, insgesamt 100 Stimmen. 50 für Partei A und 50 für Partei B, 0 für Partei C. Damit erhalten A und B je 50 % der Sitze. Wenn die Hälfte der Wähler der Partei A unzufrieden sind und zu Hause bleiben, dann folgt 25 Stimmen für A, 50 für B und 0 für C. Da jetzt nur 75 abgegebene Stimmen in die Berechnung der Sitze einfließen, erhält Partei A 33 % der Sitze, die Partei B 66 %! Es wurde keine einzige Stimme mehr für Partei B abgegeben, aber sie hat nun eine satte 2/3 Mehrheit. Nur weil weniger Menschen gewählt haben. Hätten die Nichtwähler Partei C gewählt, hätte Partei B wie am Anfang nur 50 % der Sitze erhalten. Partei A und Partei C hätten jeweils 25 % der Sitze erhalten.

    Sie sehen die teilweise gravierenden Unterschiede. Daher mein Appell: Gehen Sie unbedingt wählen! Sie verwässern damit den Anteil der etablierten Parteien und zwingen sie dazu, sich mehr um die Belange ihrer Wählerschaft zu kümmern. Ich habe keine Ahnung, wer auf dem Wahlzettel ganz unten stehen wird, aber es werden laut Wahlordnung neue Parteien sein oder (falls es keine neuen gibt) solche, die bei der letzten Wahl am wenigsten Stimmen hatten. Sollte es eine dieser Parteien tatsächlich über die 5 % Hürde schaffen, dann sicher nicht mit hohen Prozentzahlen. Hauptsache, die etablierten Parteien, die Sie die Jahre über enttäuscht haben, bekommen weniger Stimmen und hören in Zukunft wieder mehr auf Sie und Ihre Wünsche!

    PS: Wenn Sie Parteien abstrafen wollen, dann müssen Sie Parteien aus komplett anderen Lagern wählen. Es nutzt nichts, innerhalb des Lagers hin und her zu springen, denn die Politik innerhalb eines Lagers unterscheidet sich kaum.

    Graphik: OpenOffice

  • Frohe Weihnachten

    Die Bürgerinitiative Weschnitztal (IFUS) wünscht Ihnen und Ihren Familien

    Frohe Weihnachten

    einen Guten Rutsch

    und ein wunderbares Jahr 2025!

    Wir bedanken uns herzlich für Ihr Interesse an unserer Arbeit und Ihre Unterstützung in diesem Jahr und freuen uns, gemeinsam mit Ihnen im neuen Jahr wieder aktiv an der Gestaltung unserer Gesellschaft mitzuwirken.

    Bild: Anja Bräuer (www.anja-braeuer.de)

  • Protestwochen 2024

    Unter dem Motto „Kein Weiter so in der Politik – Altparteien abwählen!“ fordert das neue Bürgerforum Bergstraße einen Wandel und will mit verschiedenen Aktionen ihrem Protest eine Stimme geben und die „verbliebene Opposition stärken!“

    Los geht es am Montag, 13.01.2024 und findet einen erstmaligen Abschluss am 22.02.2024 am Tag vor der Bundestagswahl.

    Aufruf zur politischen Wachsamkeit und demokratischen Präsenz

    Das Bürgerforum Bergstraße, bestehend aus einigen engagierten Menschen aus dem Kreis Bergstraße, hat sich mit einem klaren Ziel formiert: Mit Blick auf die Neuwahlen im Februar wollen wir den bestehenden Entwicklungen entgegentreten und ein starkes Zeichen für Demokratie, Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit setzen. Eine Reihe von Aktionen und Demonstrationen sind geplant, um den Unmut über die derzeitige politische Lage zu äußern und auf die drängenden Themen aufmerksam zu machen.

    Der Zeitgeist: Resignation und schlechte Stimmung

    Eine zunehmende Resignation macht sich breit, während immer mehr Bürgerinnen und Bürger die wachsenden Belastungen im Alltag spüren. Zu den drängenden Themen gehören die ausufernden Kriegsrhetoriken, die bislang ausgebliebene umfassende Aufarbeitung der Pandemiepolitik, die spürbaren Einschränkungen der Meinungsfreiheit sowie Fälle von Zensur und repressiven Maßnahmen, die bis zu Bestrafungen wegen sogenannter „Majestätsbeleidigung“ reichen.

    Wir sagen: Das darf nicht unwidersprochen bleiben. Es ist an der Zeit, uns als Gesellschaft klar zu positionieren. Nur eine starke Opposition – sowohl innerhalb als auch außerhalb des Parlaments – kann verhindern, dass wir in ein System abgleiten, in dem Rechte und Freiheiten weiter eingeschränkt werden.

    Widerstand gegen das „Weiter so“

    Die Entwicklungen der vergangenen Jahre dürfen nicht als neuer Status quo akzeptiert werden. Es reicht nicht mehr aus, Worte zu wechseln; jetzt zählt die aktive Präsenz jedes Einzelnen. Wir rufen dazu auf, die verbliebenen demokratischen Strukturen zu schützen und zu stärken – durch Aufklärung, Protest und Engagement.

    Unser Protest: Gegen einen Mehrparteienblock und Einschränkungen der Opposition

    Unser Protest richtet sich ausdrücklich gegen den Kurs der Altparteien, die zunehmend als geschlossener Block agieren und die Rechte der Opposition untergraben. Beispiele für diesen Trend sehen wir nicht nur in der Bundespolitik, sondern auch auf europäischer Ebene:

    • Demoverbote,
    • drohende Parteiverbote,
    • restriktive Maßnahmen gegenüber kritischen Äußerungen und
    • unverhältnismäßige Strafen gegen öffentliche Kritik.

    Diese Entwicklungen stehen sinnbildlich für den schleichenden Abbau demokratischer Grundrechte. Statt eine plurale Meinungslandschaft zu fördern, sehen wir Versuche, abweichende Stimmen zum Schweigen zu bringen.

    Forderungen an die Politik

    Zudem richten wir unseren Protest gegen politische Fehlentscheidungen, die das Land belasten:

    • die unzureichend durchdachte Energiewende, die zu Unsicherheiten und Kostenexplosionen führt,
    • die katastrophale Außenpolitik, die insbesondere im Hinblick auf die Ukraine-Frage von Eskalation statt Diplomatie geprägt ist.

    Die Liste der Versäumnisse ist lang. Die Bürgerinnen und Bürger dürfen nicht länger als passive Zuschauer in einem politischen Schauspiel behandelt werden, dessen Drehbuch hinter verschlossenen Türen geschrieben wird.

    Schluss mit der Resignation – Demokratie aktiv einfordern

    Es ist nicht nur unser Recht, sondern auch unsere Pflicht, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit einzufordern und zu verteidigen. Ein „Weiter so“ ist keine Option. Wir werden unsere Meinung und die Fakten, die uns umtreiben, öffentlich machen. Es ist Zeit für eine Wende – nicht nur in der Politik, sondern auch in der Art und Weise, wie wir als Gesellschaft mitgestalten.

    Jetzt ist der Moment, sich zu zeigen. Jetzt ist der Moment aktiv zu werden. Nur so können wir verhindern, dass unser Land und seine demokratischen Werte untergehen.

    Quelle: https://buergerforumbergstrasse.de

  • Sensation: Parteien versprechen Lug-und-Trug-Verzicht!

    Das ist wirklich eine Sensation! Ich kann es gar nicht glauben und muss es Euch unbedingt erzählen! SPD, CDU, CSU, Grüne, FDP und Linke haben ein Fairnessabkommen unterzeichnet (übrigens ganz ohne Brandmauer nach Links), in dem sie sich versprechen, im Wahlkampf nicht zu lügen und die Leute nicht mit Fake News oder KI-generierten Unwahrheiten hinter die Fichte zu führen! Und sie versprechen auch, sich nicht zu verprügeln! Die Tagesschau meldete hierzu unter

    Link zu Tagesschau

    ganz explizit. Zitatanfang:

    Gewalt ist ausgeschlossen

    Angesichts von Angriffen auf Parteimitglieder an Wahlkampfständen oder beim Aufhängen von Wahlplakaten wird „jede Gewalt“ verurteilt.

    Zitatende.

    Hoppala, das mit dem Verprügelverzicht hat sich scheinbar nicht schnell genug herumgesprochen:

    Link zu Apollo News

    Kann vermutlich in der Hektik passieren. Oder liegt es an den Anführungszeichen, die in der Meldung benutzt wurden? Also „jede Gewalt“ ist schlecht, hmmmmm, vielleicht doch nicht ausnahmslos jede, wir wissen es noch nicht so genau und lassen ein Hintertürchen offen? Oder es gilt nur am Wahlkampfstand und beim Aufhängen von Plakaten? Ich will nicht annehmen, dass es nur für die Unterzeichnerparteien gilt und Gewalt gegen andere Parteien … nein. Ich will das nicht denken und auch nicht glauben.

    Kommen wir zurück zur Sensation: Scheinbar waren die Parteien der Ansicht, das man es in „Unserer Demokratie“ nicht erwarten kann, dass „demokratische“ Parteien ehrlich und gewaltfrei im Wahlkampf agieren und fanden es wichtig, das nochmals explizit zu betonen. Wie kommen die eigentlich darauf? Gab es Anlass, dieses zu bezweifeln? Wo diese Parteien in der Vergangenheit so ehrlich mit uns und lieb zueinander waren? Besonders vor der letzten Wahl? Wozu bräuchte es ob dieser überwältigenden Klarheit eines solchen Abkommens? Und nur für den Fall, dass es früher mal die ein oder andere Ungreimtheit gegeben hätte (ich sage ausdrücklich „hätte“, nicht „hat“), also wenn es die gegeben hätte – ganz dumm gefragt – warum sollte irgendjemand dieses Abkommen ernst nehmen, wenn er Lug und Trug gewohnt wäre? Jetzt auf einmal alles anders?

    Damit es klar ist: Ehrlichkeit, Gewaltfreiheit sind scheinbar keine Selbstverständlichkeit mehr in „Unserer Demokratie“, nein, sie sind so wie es aussieht, etwas ganz besonderes, was man explizit in einem Abkommen festhalten und betonen muss.

    Aber warum heißt dieses Abkommen laut Tagesschau „Vereinbarung zu einem fairen Bundestagswahlkampf“? Darf nach dem Wahlkampf wieder volle Lotte gelogen und gefake-newst werden? Gewalt auch erlaubt? Und was ist bei Landtags-, Kommunal- oder Europawahlen? Fragen über Fragen …

    Es sieht nach Klärungsbedarf aus. Nichts desto trotz tun die Medien erst einmal ihre Pflicht. Über dieses (Kurzzeit-)Fairnessabkommen berichten selbstredend viele sog. „Qualitätsmedien“. Eine Suche im Web ergab am Nachmittag des 23.12.24 auf der ersten Seite der Trefferliste Links auf diese Medien:

    ZDF, MDR, Deutschlandfunk, Spiegel, Welt, Tagesschau, ORF, Tagespiegel, n-tv, BR

    Das Who-is-Who der Leitmedien. Kein einziger Artikel hat das Fairness-Abkommen verlinkt (oder ich habe es übersehen). Gibt es das nicht? Ist es geheim? Was sollen wir darin nicht lesen dürfen, dass es nicht öffentlich ist? Wurde es von UvdL per SMS vermittelt? Na ja, kleine Lücke in der Berichterstattung, kann schon mal vorkommen im täglichen News-Gefecht. Außerdem müssen sie auch sparen, da ist nicht so viel Zeit zum recherchieren. Und so ein Originaltext ist auch nur eine unbedeutende, überbewertete Nebensächlichkeit, die kann manchmal verwirren. Die Guten haben das ja schon geprüft nach dem Motto „Gehen Sie weiter, uns können Sie alles glauben.“ Aber warum schließen eigentlich die Medien keine „Vereinbarung zu einer fairen Berichterstattung im Bundestagswahlkampf“? Das wäre doch auch mal etwas. Ich finde, die sollten den Parteien da nicht nachstehen. Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, bei der Internet-Suche.

    Während dessen ergab eine ungefähr zur selben Zeit abgegebene Suche nach „Norbert Raatz Hürth“ ein paar allgemeine, nichtssagende Infos sowie vereinzelte Links aus den sog. „alternativen Medien“ zu dem o.g. und u.a. von „Apollo News“ gemeldeten Vorfall. „Qualitätsmedien“ schweigen dazu. Auch keine lokalen „Qualitätsmedien“ waren auf der Liste. Vielleicht haben sie keine Zeit und suchen noch nach dem Originaltext des Fairnessabkommens.

    Bei der Lektüre der Kommentare im Web auf dieses Fairnessabkommen traf ich übrigens immer wieder auf den Gedanken, ob die Parteien anstatt des Fairnessabkommens nicht lieber die Gründung der Neuen Deutschen Einheitspartei NDEP unterzeichnen hätten sollen. In den Kommentaren jedenfalls wird oft davon ausgegangen, dass es auf der einen Seite die o.g. Unterzeichnerparteien gibt. Und auf der anderen Seite BSW und AfD. Das macht die Sache bei der nächsten Wahl doch recht einfach. Wer „Weiter so!“ wählen will, der kann sich was aus dem großen bunten Topf aussuchen. Es wird dann einen Kanzler Merz geben, der entweder unter Habeck oder unter Scholz dient. Oder unter Biden beiden. Wer etwas anderes will, dessen Auswahl ist auf BSW und AfD reduziert. Die Fronten sind klar. Und es ist klar, dass eine Änderung nur eintritt, wenn BSW und AfD zusammen deutlich mehr als 40 % erringen, denn nur dann besteht die Chance, dass die NDEP ihre Mehrheit im Bundestag verliert. Wobei: Beim BSW ist man sich in den Kommentaren noch nicht so genau einig, ob sie wirklich kein Teil der NDEP ist, in Ostdeutschland haben sie schon viele Kompromisse gemacht. Aber was wissen Kommentatoren, noch dazu im Web, oder gar auf X (ehemals Twitter). Sowieso alles nur übelste Verschwörungstheorien.

    Schönen Tach noch …

    Bild: qtfix0017

    Für die verlinkten Artikel sind die dortigen Autoren verantwortlich.

  • Drei Pressemitteilungen und eine Ankündigung

    Im folgenden finden Sie die Pressemitteilungen zu unseren Aktionen in Fürth im Odenwald der letzten Monate:

    Pressemitteilung der Bürgerinitiative Weschnitztal (IFUS) vom 28.11.2024

    Friedensmahnwache in Fürth

    Am vergangenen Samstag, 26.10., veranstaltete die Bürgerinitiative Weschnitztal (IFUS) erneut eine Friedensmahnwache in Fürth. Hauptforderung ist und bleibt, das Töten in den aktuellen Kriegen dieser Welt umgehend zu beenden und diplomatische Lösungen zu finden. Ohne eine diplomatische, gemeinsame Lösungsfindung kann es nach Ansicht der Bürgerinitiative keinen dauerhaften Frieden geben. Diplomatie und Deeskalation erscheint dringender denn je geboten angesichts der immer offeneren Forderungen, NATO-Truppen in die Ukraine zu entsenden. Dies wäre der unweigerlich letzte Schritt des NATO- Kriegseintritts und zum dritten Mal innerhalb weniger Jahrzehnte würden deutsche Truppen gegen Russland kämpfen. Die letzten Eskalationsstufen wären dann nur noch Ausdehnung der Kampfhandlungen auf ganz Europa und speziell Deutschland (Stichworte Airbase Ramstein, Atomwaffenlager Büchel, NATO-Quartier Rostock usw.) und final Einsatz von Atomwaffen. Nutzen und Schaden zu letzterem lässt die USA schon prüfen. „Wenn wir neue Gedenksteine auf den Kriegsdenkmälern verhindern wollen, dann müssen wir unseren Beauftragten, den Politikern, jetzt in großer Zahl und Deutlichkeit zeigen, dass wir Frieden und Diplomatie wünschen“ meint Mathias Emig, einer der Mitorganisatoren der Mahnwachen. „Es liegt an uns. Die Eskalation geht so lange weiter, bis wir alle sie stoppen! Die Teilnahme an Friedensveranstaltungen ist ein einfacher, erster Schritt hierzu und sollte es uns wert sein.“ Termine zukünftiger Aktionen veröffentlicht die Initiative auf „initiativefreiundselbstbestimmt.com“.

    Pressemitteilung der Bürgerinitiative Weschnitztal (IFUS) vom 10.11.2024

    „Brücken statt Bomben“

    Brücken sind nicht nur technische Hilfsmittel zum Überqueren von Hindernissen. Brücken sind auch Symbole des Aufeinanderzugehens, des gemeinschaftlichen Lebens und des Friedens. Wir bauen reale Brücken, um uns einfacher erreichen zu können. Wenn wir im Dissens liegen bauen wir virtuelle Brücken, über die wir gedanklich und später real wieder auf uns zugehen können zurück zu einem gemeinsamen Konsens. „Brücken statt Bomben“ war eine zentrale Forderung, die auf der Friedensmahnwache der Bürgerinitiative Weschnitztal (IFUS) vom 9.11. am Fürther Kreisel auf einem der Plakate zu lesen war.

    In Deutschland brechen Brücken zusammen, weil sie nicht gepflegt werden. Parallel reißen wir vehement Gesprächsbrücken zwischen den Menschen ein. Und zu schlechter Letzt finanzieren wir mit hohen Milliardenbeträgen eine Kriegsmaschinerie, die Brücken zerstört – und das nicht nur in der Ukraine.

    Wohin treibt unser Land? Was möchten Sie persönlich? Jeder Einzelne bestimmt durch sein Tun oder Nicht-Tun wie sich die Welt weiter entwickelt. Was sind Sie bereit, zu tun?

    Interessierte können sehr gerne Kontakt mit der Bürgerinitiative aufnehmen über das Internet „initiativefreiundselbstbestimmt.com“. Die nächste Friedensmahnwache in Fürth findet am 23.11. von 10- 13 Uhr an der B38 am Ortsausgang Richtung Lörzenbach statt.

    Pressemitteilung der Bürgerinitiative Weschnitztal (IFUS) vom 24.11.2024

    „Wann, wenn nicht jetzt?“

    Nachdem im Ukraine-Konflikt inzwischen auch amerikanische ATACMS- und britische Storm Shadow- Raketen zum Einsatz kamen und damit Ziele in Russland attackiert wurden, hat Russland mit dem weltweit ersten Einsatz einer Interkontinentalrakete geantwortet. Die atomwaffenfähige Rakete war nur konventionell bestückt, das Signal jedoch klar. Angesichts dieser immer weiteren Eskalationen forderte die Bürgerinitiative Weschnitztal (IFUS) in ihrer letzten diesjährigen Friedensaktion erneut die Aufnahme von Friedensverhandlungen. Das Stoppen der Eskalationsspirale wird täglich wichtiger, denn wir haben nicht mehr viele Eskalationsstufen frei: Einsatz von NATO-Truppen vor Ort, Ausweitung des Krieges auf Europa oder mehr (Ramstein wäre sicherlich eines der ersten Ziele russischer Raketen) und zuletzt Einsatz von Atomwaffen.

    Der erste Weltkrieg forderte 17 Mio. Tote. Der zweite schon 60 Mio. Wollen wir wirklich den dritten Weltkrieg erleben? Nach Ansicht der Bürgerinitiative ist es wichtig, dass wir unseren Angestellten in der Regierung unsere Erwartungen klar machen. Gerade jetzt, kurz vor dem Ende der Eskalationsleiter sollte uns eine diplomatische Lösung wichtig werden und wir diese nachhaltig einfordern.

    Die nächste Friedensmahnwache in Fürth ist am 18.01.25 von 10-13 Uhr geplant. Interessierte können gerne Kontakt mit der Bürgerinitiative aufnehmen über das Internet „initiativefreiundselbstbestimmt.com“.

    Text: qtfix0017
    Bilder: monicarols

  • Warum Gesetze irrelevant sind und es auf jeden Einzelnen ankommt

    Stellen Sie sich vor, Sie sind auf einer einsamen Insel gestrandet. Als einziger Mensch auf der Insel können Sie tun und lassen was sie wollen. Niemand schreibt Ihnen etwas vor, Sie alleine bestimmen, wie Sie leben wollen. Sie können sich alles erlauben und auch alles verbieten. Wenn Sie ein respektvoller Mensch sind und auch Achtung vor der Natur haben, dann geben Sie sich vielleicht die Regel, dass Sie der Natur nicht mehr schaden wollen, als es für Ihr eigenes Überleben notwendig ist, z.B. jagen Sie nur so viele Tiere, wie Sie auch tatsächlich verspeisen. Sie töten die Tiere möglichst schnell und schmerzlos. Sie nutzen nur die Früchte von Bäumen und nutzen nur das Holz umgestürzter Bäume, fällen keine selbst usw. Sie verstehen, was ich meine. Das sind Regeln, die Sie sich selbst auferlegen, um Ihr Leben mit Sinn und Selbstachtung gestalten zu können. Es sind Ihre Gesetze. Auch wenn sie nicht paragraphiert und niedergeschrieben sind. Darauf kommt es nicht an. Wichtig ist, dass Sie die Gesetze akzeptieren und sich daran gebunden fühlen und infolge dessen diese Gesetze einhalten. Sie könnten Ihre Gesetze in alle Bäume auf der Insel ritzen, jeden Tag in den Sand malen, sie in die vorhandenen Steine meißeln oder aus Knochen und Stöckchen in die Wiese stecken, es hätte keine Auswirkung darauf, ob Sie sie einhalten oder nicht. Es ist alleine Ihr Wille relevant, ob Sie sich daran halten oder nicht.

    Da Sie alleine auf der Insel sind, sind Sie gesetzgebende, gesetzausübende und rechtsprechende Gewalt in einer Person. Sie sind Ihr eigenes Parlament, welches Ihre Gesetze beschließt, Sie sind Ihre eigene Polizei, die über die Einhaltung wacht und Sie sind Ihr eigener Richter, der über Sie bei Gesetzesbrüchen richtet. Was nutzen Ihnen Ihre Gesetze, wenn Sie als Polizei sich weigern, sich wegen Gesetzesbruch festzunehmen und Ihnen als Richter vorzuführen? Was nutzen Ihnen Ihre Gesetze, wenn Sie sich zwar wegen Gesetzesbruch festgenommen und angeklagt haben, Sie als Richter aber das Gesetz ignorieren oder verbiegen und sich einfach freisprechen? Ihre Gesetze sind nur wertvoll, wenn Sie sich in allen Rollen an sie gebunden fühlen und daran halten. Ohne Ihre unbedingte Anerkennung Ihrer Gesetze und ohne Ihren eigenen Willen, diese einzuhalten und sich für deren Einhaltung einzusetzen sind diese Gesetze wertlos, irrelevant. Daraus ergibt sich die erste wesentliche Konsequenz über Gesetze: Papier ist geduldig. Es kommt auf Sie persönlich an! Sie geben den Gesetzen ihren Wert.

    Haben Sie sich in der letzten Zeit Gedanken darüber gemacht, was im Hier und Heute Ihre eigenen Gesetze sind? Gesetze, die Sie für gut halten, die Sie anerkennen und bei denen Sie bereit sind, sich unterzuordnen und dafür zu kämpfen? Nicht nur für die Festlegung – oder vielleicht auch Abschaffung bestehender Gesetze –, sondern insbesondere auch für die Anwendung und Durchsetzung?

    Zurück zur Insel. Nehmen wir an, das Schicksal spült Ihnen eine weitere Person an den Strand. Jetzt sind Sie nicht mehr alleine. Ab jetzt hat alles, was Sie tun, mehr oder weniger große Auswirkungen auf die andere Person, die noch dazu ihre eigenen Vorstellungen über ein Gesetzeswerk mitgebracht hat. Und umgekehrt. Alles was die andere Person tut, hat Auswirkungen auf Sie. In irgendeiner Art müssen und werden Sie sich mit dieser anderen Personen über die Regeln ihres Zusammenlebens arrangieren. Die einfachste Art ist „Der Stärkere gewinnt.“ Diese Art braucht keine Verhandlungen, sie erfordert Kraft, List und Tücke. Wer in diesen Beziehungen dem Anderen überlegen ist, der setzt sein Gesetz vollständig durch und das Gesetz des Anderen ist wertlos. In dieser Welt gibt es kein Vertrauen, nur Misstrauen, Zweifel, Argwohn, immer damit rechnend, dass der andere einem über den Tisch zieht. Es gäbe jedoch auch die Möglichkeit, dass sich beide Personen zivilisiert benehmen und sich gemeinsam auf ein Gesetz des Zusammenlebens einigen, sich an dieses gebunden fühlen und damit einverstanden sind, dass sie ggf. vom Anderen Konsequenzen auferlegt bekommen, wenn sie sich nicht daran gehalten haben. Es kann sich Vertrauen bilden, dass diese gemeinsam ausgehandelten Gesetze eingehalten werden. Auch hier gilt: Was ist dieses Gesetz des Zusammenlebens wert, unabhängig davon, ob es in Bäume geritzt ist oder nicht, wenn Sie oder die andere Person sich nicht daran gebunden fühlen? Wenn Sie oder die andere Person oder sie beide sich weigerten, die Konsequenzen aus einer Missachtung anzuerkennen und zu ertragen? Dann würde dieses Konstrukt wieder auf „Der Stärkere gewinnt.“ zurückfallen. Wir sehen erneut, es kommt auf jeden Einzelnen an, was die Gesetze wert sind! Und wir sehen einen weiteren Aspekt: Aus natürlichen Gegebenheiten gibt es keine Gleichheit der Fähigkeiten. Es gibt IMMER eine Rangordnung, wer die körperlich und/oder geistig stärkere und wer die schwächere Person ist. Daraus ergibt sich die zweite wesentliche Konsequenz über die Bedeutung von Gesetzen: Der Stärkere muss zwingend zu willentlichem Verzicht auf einige seiner Möglichkeiten, die er Kraft seiner Stärke problemlos durchsetzen könnte, bereit sein, da der Schwächere Kraft seiner fehlenden Stärke den Stärkeren nicht zur Einhaltung der Gesetze zwingen könnte. Er könnte durch das hergestellte Vertrauen allerdings dann davon profitieren, wenn er dadurch in die Lage versetzt würde, Dinge mit der anderen Person zu tun, die er alleine niemals tun könnte und die die andere Person niemals unterstützen würde, wenn das Recht des Stärkeren gälte. Mit diesem gemeinsamen, akzeptierten Gesetz wäre ein besseres Leben für beide möglich. Und das gilt nicht nur für Sie auf der Insel, es gilt generell!

    Beschleicht Sie ein merkwürdiges Gefühl?

    Verlassen wir die Insel. Nehmen wir uns eine Gesellschaft vor, ganz gleich ob Familie, Verein, Religionsgemeinschaft, Stadt, Staat, Welt. Es spielt keine Rolle, die Grundlagen sind dieselben. Jede Gesellschaft hat ihre eigenen Gesetze. Bewusst oder unterbewusst. Niedergeschrieben oder als die hinlänglich bekannten, sogenannten „ungeschriebenen Gesetze“. Was bedeutet das nun für uns konkret?

    Konsequenz 1 lautet: „Papier ist geduldig. Es kommt auf Sie persönlich an! Sie geben den Gesetzen ihren Wert.“

    Jedes Mitglied einer Gesellschaft handelt letztlich nach seinem eigenen inneren Gesetz, unabhängig davon woher dieses eigene innere Gesetz stammt. Es ist da und es entwickelt sich Tag für Tag weiter. Das innere Gesetz kann mit dem öffentlichen Gesetz der Gesellschaft übereinstimmen aber auch abweichend sein. Je homogener die inneren Gesetze der einzelnen Gesellschaftsmitglieder sind und je größer die Bereitschaft, diese Gesetze zu verteidigen, desto stabiler ist die Gesellschaft. Unabhängig, was geschrieben steht und was nicht! Angenommen, eine „Lila-Hut-Gesellschaft“ würde per ungeschriebenem Gesetz vorschreiben, dass am Sonntag jeder einen lila Hut zu tragen hat und die Gesellschaftsmitglieder würden jeden, der das nicht tut, ausstoßen, z.B. nicht mehr einladen, nicht mehr mit ihm sprechen, ihm nichts mehr verkaufen, ihm nichts mehr abkaufen, dann wäre die Person „draußen“, auch wenn das öffentliche Gesetz die freie Hutwahl vorsehen würde. Das ungeschriebene Gesetz der „Lila-Hut-Gesellschaft“ wäre qua Macht des Stärkeren in der „Lila-Hut-Gesellschaft“ durchGESETZt. Und wenn diese „Lila-Hut-Gesellschaft“ ihren „Lila-Hut-Zwang“ auf Mitglieder außerhalb der „Lila-Hut-Gesellschaft“ durchsetzen wollte und dortige Personen entsprechend unter Druck setzen würden, dann käme es darauf an, wie die Menschen außerhalb der „Lila-Hut-Gesellschaft“ reagieren würden. Welchen Wert würde jeder Einzelne dem „Freie-Hutwahl-Gesetz“ zugestehen und wie intensiv wäre jeder Einzelne bereit, dieses „Freie-Hutwahl-Gesetz“ zu verteidigen gegen das Ansinnen der „Lila-Hut-Gesellschaft“? Fänden sich ausreichend viele „Einzelne“, die gemeinsam das Risiko eingingen, für die Durchsetzung des „Freie-Hutwahl-Gesetzes“ außerhalb der „Lila-Hut-Gesellschaft“ einzutreten und versammelten sie ausreichend Macht, die „Lila-Hut-Gesellschaft“ in ihre Schranken zu verweisen? Falls nicht, dann hätte dieses „Freie-Hutwahl-Gesetz“ auch außerhalb der „Lila-Hut-Gesellschaft“ keine Bedeutung mehr. Es kommt auf jeden Einzelnen an!

    J-e-d-e-n! E-i-n-z-e-l-n-e-n! I-m-m-e-r-!

    Konsequenz 2 lautet: „Der Stärkere muss zwingend zu willentlichem Verzicht auf einige seiner Möglichkeiten, die er Kraft seiner Stärke problemlos durchsetzen könnte, bereit sein, da der Schwächere Kraft seiner fehlenden Stärke den Stärkeren nicht zur Einhaltung der Gesetze zwingen könnte.“

    Wie wahrscheinlich erachten Sie es, dass jemand, der die Macht hätte etwas zu tun, es freiwillig nicht täte, wenn er selbst keine Angst vor Konsequenzen haben müsste oder ihm diese egal wären, er dafür aber einen eigenen Vorteil ziehen könnte?

    Halten Sie es für ausgeschlossen, dass böswillige Menschen/Gruppen es darauf anlegen würden, an die Spitze der Machtrangliste zu rücken, um dann rücksichtslos ihren eigenen Vorteil durchzusetzen?

    Wir sind uns sicher alle bewusst, dass der Geist oft willig aber das Fleisch schwach ist, sprich wir erliegen oft Versuchungen, tun etwas, was eigentlich nicht im Sinne unseres inneren Gesetzes ist. Das ist menschlich und daher müssen wir auch auf hohen Ebenen damit rechnen und Vorkehrungen treffen, Fehlentwicklungen zu verhindern und Schaden einzugrenzen.

    Angesichts der Weltgeschichte ist uns auch klar, dass es immer wieder böswillige Menschen gibt, die üblicherweise als Wolf im Schafspelz mit scheinbar guten Absichten daher kommen. Niemals werden sie offen erzählen, dass sie uns schaden wollen, denn dann würden wir es zu verhindern suchen. Sie werden uns immer erzählen, was sie uns Gutes tun wollen, werden uns einwickeln und dann, wenn sie an der Macht sind, ihr wahres Ich entfalten und großen Schaden anrichten. Auch damit müssen wir immer wieder rechnen und Vorkehrungen dagegen treffen.

    Aus Erfahrung entstandene Weisheiten wie „Gelegenheit macht Diebe“ und „Macht korrumpiert“ zeigen uns zudem auf, dass auch grundanständige Menschen nach einiger Zeit in machtvollen Positionen vom rechten Weg abkommen können und ihre Macht zum allgemeinen Nachteil und ihrem Vorteil ausnutzen können.

    Das sind drei sehr reale Gründe, um immer wachsam zu sein, den Anfängen zu wehren und das System so zu gestalten, dass Missbrauchsmöglichkeiten so gut es geht eingeschränkt sind. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Und wenn sich jemand gegen die Einführung weiterer Kontrollmöglichkeiten oder gegen die Reduktion von Machtbefugnissen stellt, dann sollte uns das in höchstem Maße alarmieren und achtsam werden lassen!

    Unsere Gesellschaft als Ganzes und damit auch wir als Einzelne sind diesen Risiken der menschlichen Schwäche sowie der Böswilligkeit rund um die Uhr ausgesetzt. Permanent finden Angriffe statt. Nicht nur von außen, insbesondere auch von innen! Die Angriffe von innen erfolgen um so mehr, je erfolgreicher, gesättigter und bequemer eine Gesellschaft wird. Erfolg macht träge und schläfrig, die Wachsamkeit lässt nach, die Verteidigung wird vernachlässigt und teilweise auch verlernt, die Erinnerungen an harte Zeiten und Kämpfe um die eigenen Gesetze verblassen. Nicht umsonst heißt es: „Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf.“ Und jetzt rufen wir uns in Erinnerung, dass wir seit den 1950er Jahren auf einer Insel der Glückseligkeit leben. Permanent steigender Wohlstand, Frieden, Ansehen. Ritualisierte Erinnerungen an die harten Zeiten. Reden, die aus dem Fernseharchiv immer wieder hätten gleichbedeutend abgespielt werden können. Gedenkveranstaltungen, bei denen keiner mehr richtig zuhört, sich nicht mehr wirklich inhaltlich damit befasst. Verblassende Erinnerung an die harte Arbeit, um all das möglich zu machen, an die Zusammenhänge, dass von nichts einfach nichts kommt. Was geht es uns gut … Und genau das ist die Gefahr! Wenn wir nicht wachsam sind und jegliche Abweichungen von unseren Gesetzen sofort ahnden, wenn wir müde, träge, satt und bequem werden und schläfrig die Verteidigung unserer Gesetze vernachlässigen, dann werden andere diesen freien Raum einnehmen und es werden sich andere Gesetze etablieren (im schlimmsten Fall „Der Stärkere gewinnt“), und unsere Gesellschaft wird eine andere werden. Daher kommt es auch hier auf jeden Einzelnen an!

    J-e-d-e-n! E-i-n-z-e-l-n-e-n! I-m-m-e-r!

    Daraus ergibt sich die Konsequenz Nummer 3: „Der Zivilisationsgrad einer Gesellschaft zeigt sich darin, in wie fern die zweite Konsequenz Anerkennung und Berücksichtigung findet und jedes einzelne Mitglied bereit ist, sich an die Gesetze zu halten und sie zu verteidigen!“

    Wie sieht es bei Ihnen aus? Wie steht es um Ihre Anerkennung der Gesetze? Sind Sie bereit, für deren Gültigkeit zu streiten? Haben Sie den Mut, Ihre Rechte zu verteidigen, Widerstand auszuhalten, teilweise auch „einstecken“ zu können? Verteidigen Sie die Rechte, wenn Sie „dem Falschen“ verwehrt werden und dieser sie beansprucht? Fühlen Sie überhaupt noch eine Gesellschaft, eine zusammengehörende Gemeinschaft?

    Jetzt könnte man auf die Idee kommen, dass in Kenntnis der menschlichen Schwächen das System, die Organisation der Gesellschaft, die Gesetze so gestaltet werden sollten, damit genau das oben Geschilderte nicht geschehen kann. Bis zu einem gewissen Grad mag das möglich sein und ist sicher sinnvoll. Doch kein Gesetz der Welt kann alle Fälle abdecken. Es gibt immer ein Schlupfloch, durch das jemand schlüpfen kann.

    Rufen wir uns hierzu in Erinnerung, dass es für wirksame Gesetze zum Einen eine Legislative (gesetzgebende Gewalt), eine Exekutive (vollziehende Gewalt) und eine Judikative (rechtsprechende Gewalt) benötigt und zum Anderen einen breitest möglichen Konsens in der Gesellschaft, diese Gesetze anzuerkennen und sich daran zu halten. Organisatorisch haben wir bei uns Gewaltenteilung umgesetzt. Das erschwert die Übernahme der kompletten Gewalt und deren Missbrauch. Doch was geschieht, wenn an der Spitze aller drei Gewalten Verbündete im Geiste sitzen und ihre Macht gemeinsam ausüben? Es ist schwieriger als bei ungeteilter Macht, jedoch ist es trotzdem möglich. Anderes Beispiel: Ein Objekt unserer Gesellschaft verstößt gegen Gesetze, wird verhaftet und verklagt. Es geht immer in Revision und irgendwann landet es vor dem höchsten Gericht. Wenn es mit diesem Richter „gut Freund“ ist und dieser es einfach frei spricht, dann können alle anderen Menschen in Exekutive und Judikative gesetzestreu sein, das böswillige Objekt wird trotzdem ungeschoren davon kommen, das Gesetz konnte nicht verteidigt werden. In diesem Fall nutzen weder Gewaltenteilung noch mehrere Instanzen etwas, denn irgendwo gibt es immer eine letzte Instanz und die kann auch korrupt sein. Es obliegt nun dem Rest der Gesellschaft sich zu überlegen, ob dieser Rest das akzeptiert oder ob er in einen Widerstand übergeht und dadurch Konsequenzen für die „guten Freunde“ einläutet um mittelfristig wieder gesetzestreue Personen an diesen Schaltstellen unterzubringen und zur Durchsetzung des Rechts zurück zu kehren.

    Jeder Gesetzesbruch, der nicht geahndet wird, ist ein Mauseloch in einem Staudamm. Wird es nicht sofort verschlossen, dann wird der Damm nach und nach zum löchrigen Käse und irgendwann bricht er und das Unglück nimmt seinen Lauf.

    Es liegt an jedem Einzelnen von uns, was wir uns selbst, unseren Mitmenschen in unserem Umfeld, aber insbesondere auch unseren hohen Herrschaften, unseren Angestellten in der Politik und in den Ämtern durchgehen lassen und was nicht. Wir als Souverän tragen die Hauptverantwortung darüber, was unsere Angestellten den lieben Tag im Dienst anstellen! Es liegt an uns, was wir dem Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk und den Medien durchgehen lassen und was nicht. Und was wir den Parteien, den Unternehmen, den NGOs, den Einzelpersonen gestatten.

    „Was kann ich schon bewirken“ oder „Es macht ja keiner mit“ sind Ausreden. Es sind Zeugen der eigenen Bequemlichkeit, der eigenen Minderachtung der Gesetze, der eigenen Mutlosigkeit oder Ideenlosigkeit. Wer um die wirklich wichtigen Gesetze besorgt ist, wer bei den wirklich wichtigen Entscheidungen dieser Zeit glaubt, dass sie in die falsche Richtung gehen, der fragt nicht, ob da noch weitere Leute mitstreiten oder ob er als Einzelner etwas bewirken kann, der kämpft einfach und versucht, Verbündete zu finden, stärker zu werden, um letztlich die Missetäter aus ihren Sesseln entfernen zu können, um bestimmte Regeln durchzusetzen.

    Wenn Sie auf der Titanic vorne am Bug stehen als einer von 2240 Menschen und Sie sehen, dass das Schiff auf einen Eisberg zufährt, sagen Sie dann „Was kann ich alleine schon bewegen“? Oder nehmen Sie die Füße in die Hand und machen sich zur Brücke auf? Und was, wenn Sie der Kapitän für dumm verkauft und Sie wieder wegschickt? Setzen Sie sich dann auf den nächsten Sessel und denken „Es beschwert sich ja keiner“? Oder versuchen Sie Mitstreiter zu gewinnen, von der Gefahr zu überzeugen, damit Sie gemeinsam den Kapitän von einem Kurswechsel überzeugen? Oder wenigstens den Rest der Besatzung, dass diese den scheinbar suizidalen Kapitän vom Ruder nimmt? Es kommt auf jeden Einzelnen an! Wachsam sein, beharrlich sein, immer an das gute Ende glauben, weitermachen. Wer aufgibt hat schon verloren.

    Und jetzt zum Abschluss erneut die Frage: Was sind Ihre Gesetze, zu denen Sie sich bedingungslos bekennen? Sind diese Gesetze bedroht? Dann gehen Sie jetzt auf die Barrikaden!

    Jeder ist seines Glückes Schmied. Fangen Sie an, aktiv zu schmieden, sonst tun es andere für Sie, aber in deren Sinne.

    Wenn Sie noch nicht überzeugt sind, dass es Notwendigkeiten gibt, um auf die Barrikaden zu gehen, dann kann Ihnen die zusätzliche Lektüre folgender Medien zu den Medien, die Sie konsumieren, vielleicht den notwendigen Anstoß geben:

    tichyseinblick.de

    achgut.com

    Auf X (Twitter; App nutzen oder auf x.com):

    henning rosenbusch (@rosenbusch_) z.Z. ca. 81.219 Follower

    Markus Haintz (@Haintz_MediaLaw) z.Z. ca. 79.484 Follower

    Argo Nerd (@argonerd) z.Z. ca. 164.475 Follower

    Gerald markel (@MarkelGerald) z.Z. ca. 18.545 Follower

    Hinweis 1: Achten Sie bei den Twitter-Kanälen unbedingt auf die richtige ID (die Angabe mit dem @), denn es tummeln sich viele Fake Accounts.

    Hinweis 2: Nicht alles, was die o.g. Quellen verbreiten, entspricht der Meinung des Autors dieser Zeilen. Für den Inhalt der genannten Quellen sind die dortigen Autoren verantwortlich.

    PS 1: Die dargestellten Zusammenhänge gelten nicht nur für Gesetze und Regeln, sie gelten auch für ganz normale Entscheidungen, wie es weiter gehen soll. Wenn Sie z.B. der Meinung sind, dass der Märchenwald (Reinhardswald) unbedingt für Windräder gerodet werden soll, weil ansonsten wegen des Klimas die Welt untergeht, dann kämpfen Sie dafür. Und wenn Sie der Meinung sind, dass Windräder quatsch sind und der Reinhardswald unbedingt erhalten werden soll, dann kämpfen Sie dafür! Und bleiben Sie dabei stets offen für den Diskurs mit Ihrer Gegenseite! Sie wollen hoffentlich keinen Vernichtungskrieg führen, sondern mit besseren Argumenten soviel politischen Druck erzeugen, dass Entscheidungen in Ihrem Sinn getroffen werden.

    PS 2: Nur so am Rande, wäre die Abwehr der Deindustrialisierung Deutschlands und damit der Abbau unseres Wohlstands nicht so ein wichtiger Punkt, wofür es sich lohnte, massenweise auf die Barrikaden zu gehen? Oder die Abwehr des durch die Kriegstreiber forcierten Krieges gegen Russland? Oder die inzwischen aufgedeckten unfassbaren Skandale der Corona-Zeit, die trotz ihrer Unfassbarkeit bisher keinerlei Konsequenzen nach sich ziehen? Ich meine ja nur …

    PS 3: Neulich im Netz gelesen: „Wenn Du Dich nicht für Politik interessierst, interessiert sich die Politik bald für Dich, besonders um Dich finanziell auszuquetschen und mit der Waffe an die Front zu schicken.“

    Bild: qtfix0017

  • Quo vadis, Deutschland?
    Bild: C. Abramzik

    Von Uwe Froschauer

    Simon Petrus sagte zu Jesus: „Herr, wohin willst du gehen?“ Jesus antwortete: „Wohin ich gehe, dorthin kannst du mir jetzt nicht folgen. Du wirst mir aber später folgen.“
    (Johannesevangelium 13,36)


    Folgen kann ich der deutschen Regierung schon lange nicht mehr. Schon vor der desaströsen Machtübernahme durch die Ampelregierung haben 16 Jahre Angela Merkel Deutschland an den Rand des wirtschaftlichen und sozialen Abgrunds gebracht. Die Ampel ging noch einen Schritt weiter. Einen Schritt zu viel.

    Die unzureichende Führung durch Olaf Scholz, die Habeck’sche durch Unwissenheit begünstigte Wirtschaftszerstörung, die durch unvergleichliche Unfähigkeit gekennzeichnete Außenvertretung Deutschlands durch die personifizierte Peinlichkeit Annalena Baerbock, die das im Grundgesetzt verbriefte Recht auf freie Meinungsäußerung mit Füßen tretende Nancy Faeser mit ihrer Aushöhlung der Demokratie ihres „starken Staates“, der verlogene Krankheitsminister Karl Lauterbach mit seinen unerbittlichen, unwissenschaftlichen, selbst vor Kindern nicht halt machenden Peinigungen der deutschen Bevölkerung in Corona-Zeiten, der Deutschland kriegstüchtig schleifende und Kanonenfutter suchende Kriegsminister Boris Pistorius sowie andere rot-gelb-grüne Unvermögende – dieses Konglomerat höchster Ineffizienz hat Deutschland dahin gebracht, wo es heute liegt: am Boden.

    Den Rest könnte Deutschland der CDU-Chef Friedrich Merz, der Abgesandte der mächtigsten Vereinigung der Welt – BlackRock, nicht die US-Regierung wie Sie vielleicht dachten – geben. Von Wirtschaft für die Macht- und Besitzeliten hat er und seine Partei sicherlich mehr Ahnung als die Ampel. Mit seiner bellizistischen und „ultimativen“ Gesinnung wird er Deutschland wahrscheinlich in die Liga der europäischen, raketenliefernden Kriegsparteien einreihen, in der sich Großbritannien und Frankreich, zwei ebenfalls von – vom Volk ungeliebten – Größenwahnsinnigen geführte Länder, bereits befinden.

    Mir klingen noch die im Geschichtsunterricht gehörten Worte „Ab heute wird zurückgeschossen“ in den Ohren. Ebenso wie den Polen 1939 die Schuld für den Krieg von den Nazis zugeschoben wurde, wird heute Russland für das Übel auf dieser Welt verantwortlich gemacht. Auch Friedrich Merz ist wie die anderen US-Vasallen und Kriegstreiber auf diesem Horrortrip.

    Einer Legende folgend begegnete der Apostel Petrus auf seiner Flucht aus Rom seinem Herrn Jesus, und fragte ihn: „Domine, quo vadis?“ („Wohin gehst du, Herr?“). Jesus sagte zu Petrus: „Nach Rom, um mich erneut kreuzigen zu lassen.“ Petrus kehrte um, ging nach Rom, wurde gefangengenommen und gekreuzigt.

    Nun, ich habe nicht vor, einer bellizistischen Regierung, welche die Worte „Nie wieder“ vergessen zu haben scheint, zu folgen, und mich kreuzigen zu lassen.

    Im Volksmund wird die Phrase „Quo Vadis“ auch im Sinne von „Wohin soll das noch führen?“ oder „Wie soll das weitergehen?“ verwendet. Dieser Ausdruck von Besorgnis und Skepsis ist aufgrund bewiesener Unfähigkeit der Ampelregierung und erwarteter Unbesonnenheit der wahrscheinlich neuen Regierung unter der Führung eines die Pfründe des Kriegsprofiteurs BlackRock in der Ukraine sichernden Kanzlers mehr als berechtigt. BlackRock ist führender Aktionär in der Fracking-, Rüstungs-, Pharma-, IT-, Öl- und Gas-Industrie und im Agrobusiness. Interessant, dass die letzten Krisen vornehmlich mit diesen Wirtschaftssegmenten zu tun hatten und in Zukunft auch haben werden, nicht wahr?

    Der Krisenprofiteur BlackRock, der größte Eigentümer an amerikanischen und europäischen Unternehmen inklusive Banken weltweit, ist seit Ende 2022 der offizielle Koordinator des Wiederaufbaus in der Ukraine. Der größte Kreditgeber für den Wiederaufbau der Ukraine ist die ebenfalls von BlackRock kontrollierte Investmentbank J.P. Morgan, die bereits 2019 der Ukraine 350 Millionen Dollar durch den Ankauf von Eurobonds (eine Form von Staatsanleihen) lieh, die durch staatliche Vermögenswerte wie Infrastruktureinrichtungen, Kernkraftwerke, Wärmekraftwerke sowie industrielle und landwirtschaftliche Betriebe real gesichert sind. Die Ukraine wird die Eurobonds und sonstigen Kredite nicht zurückzahlen können. Kein Verlust für J.P. Morgan und BlackRock, ganz im Gegenteil:

    Die realen Vermögenswerte gehen in diesem Fall in den Besitz dieser Großinvestoren über. Wenn Rückzahlungen in Form von Geld nicht möglich sind, geben sich die „bescheidenen“ Kriegsprofiteure eben mit Lizenzen für den Abbau von Seltenen Erden oder der Genehmigung von ausländischen Militärstützpunkten „zufrieden“.

    Jetzt wissen wir wenigstens, dass die von diesen US-amerikanischen Aasgeiern aufgeteilte Ukraine – auch die Hyänen Vanguard und Halliburton nehmen am Leichenschmaus teil – in „guten“ Händen ist. Ihre hilfswilligen US-amerikanischen und europäischen Politmarionetten gaukelten uns den Schutz der „Demokratie“ – um die es keine Sekunde in der nicht demokratischen Ukraine ging – lediglich vor.

    In Anbetracht dieser Umstände ist der mögliche, pazifistischer eingestellte Kanzler Olaf Scholz das geringere Übel für Deutschland als Friedrich Merz, der durch seine Verbindungen zu BlackRock und seine bellizistische Einstellung Deutschland in unmittelbare Kriegsgefahr bringen würde und wahrscheinlich auch wird. „Mit der Sicherheit Deutschlands spielt man nicht Russisches Roulette“ äußerte Olaf Scholz richtigerweise in Bezug auf die Machenschaften seines Kontrahenten.

    Noch besorgniserregender als die bellizistischen Umtriebe der Kriegstreiber ist die Uninformiertheit der Bevölkerung. Das Böse bietet Angriffsfläche, Dummheit nicht. Schon Shakespeare wusste über das Übel seiner Zeit – an dem sich bis heute nichts geändert hat: „Verrückte führen Blinde!“

    Weiterlesen bitte unter:

    Im gleichen Blogbeitrag veröffentlicht Uwe Forschauer "Georg Ohrwehs" Analyse und Kommentar zur aktuellen Situation Deutschlands:
    

    „Wo steht Deutschland im Dezember 2024?

    Mein hochgeschätzter Mitstreiter „Georg Ohrweh“, der mich zu obigen Zeilen – die als Vorspann für den nachfolgenden Beitrag und Hauptteil von Georg Ohrweh dienen – inspirierte, ließ mir bezüglich des „Zustands“ Deutschlands folgenden Text zur Veröffentlichung zukommen:

    „Wo steht Deutschland im Dezember 2024?

    Die zukünftige Ex-Ampel inklusive der Schein-Opposition CDU, sieht in der Summe alles als Delegitimierung des Staates an, was ihnen in der Durchsetzung ihrer ideologischen und realitätsfremden geistigen Verwirrungen im Wege steht. Mit dieser angeeigneten Deutungshoheit wird der Staat delegitimiert und die Demokratie mit totalitären Strukturen vergiftet.

    Es gibt keine eingeschränkte Meinungsfreiheit. Entweder sie ist frei oder sie ist es nicht. Eine Einschränkung steht der Freiheit diametral gegenüber. Das, was wirklich verboten ist und auch verboten gehört, ist klar definiert. Die jetzige eingeschränkte Meinungsfreiheit ist nur eine Umschreibung für Zensur, die in einer Demokratie nicht vorgesehen und gesetzlich verankert ist. Der Begriff ist genau so eine Realitätsverdrehung, wie Sondervermögen, das nichts anderes als Schulden ist.

    weiterlesen bitte unter:

  • Gegen neue Mittelstreckenwaffen und für eine friedliche Welt!

    Quelle: https://nie-wieder-krieg.org/

    Die Initiative Nie wieder Krieg! NEIN Zu Kriegen! organsierte die Friedensdemo am 03.10.2024 in Berlin. https://nie-wieder-krieg.org/videos-bilder-reden/

    Auf dieser Demo wurde – wohl in Anlehnung an den Krefelder Appell aus den 80er Jahren – der BERLINER APPELL verlesen.

    Berliner Appell: Gegen neue Mittelstreckenwaffen
    und für eine friedliche Welt

    Der Appell ist überraschend kurz und, wenn ich es richtig interpretiere, ein Minimalkonsens in der Hoffnung, dass sich dahinter möglichst viele Menschen und Organisationen versammeln können:

    „Wir leben im gefährlichsten Jahrzehnt seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Gefahr, in einen atomaren Abgrund zu taumeln oder durch einen konventionellen Krieg umzukommen, ist real. An dieser Weggabelung stehen wir für eine friedliche und solidarische Welt der Gemeinsamen Sicherheit, Solidarität und Nachhaltigkeit für alle Menschen.

    Wir sagen Nein zur Aufstellung neuer US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland!

    Die geplanten Hyperschallraketen Dark Eagle steigern die Spannungen und sind insbesondere für Deutschland eine Gefahr, zum Ziel eines Präventivangriffs zu werden. Überdies fördern die geringen Vorwarnzeiten das Risiko von Fehlreaktionen.

    Die Stationierung wurde ohne jede öffentliche und parlamentarische Diskussion entschieden. Abrüstungsverhandlungen sind nicht vorgesehen. Wir bleiben dabei, Konflikte und Rivalitäten nicht militärisch zu lösen, sondern alles zu tun, Kriege zu vermeiden oder zu beenden. Dieser Aufgabe darf sich niemand entziehen.“

    Quelle: https://nie-wieder-krieg.org/

    Hier kann online unterschrieben werden: https://nie-wieder-krieg.org/

    Die Bürgerinitiative IFUS Weschnitzal unterstützte die Demos am 3.10. in Berlin und in Heidelberg und unterstützt den BERLINER APPELL.
    Als Initiative und als Einzelpersonen haben wir diesen gezeichnet.

    Wir sammeln Unterschriften hierfür auf unseren Aktionen.

    Mahnwache für Frieden in Fürth/Odw.

    Die Mahnwache für Frieden in Fürth wurde von uns alle zwei Wochen seit Juni diesen Jahres durchgeführt. Die Presse hat uns geflissentlich ignoriert. Dafür waren wir für Autofahrer und Fußgänger nicht zu übersehen. Es sind neue friedensbewegte Menschen hinzugekommen und es wurden viele interessante Gespräche geführt.

    Weiter geht es am Samstag, 18. Januar 2025. Wir werden wieder zwischen 10:00 und 13:00 Uhr am Ortsausgang Fürth (B38) stehen und für Frieden und Dialog werben.

    Bildquelle: privat

    Wir freuen uns über jeden, der dazu kommt und unseren gemeinsamen Wunsch nach Frieden sichtbarer macht!

    Wer uns bei der Unterschriftensammlung zum BERLINER APPELL unterstützten möchte, ist herzlich willkommen oder ihr sammelt selbst. Unterschriftenlisten und jede Menge weitere Informationen und Material findet ihr auf https://nie-wieder-krieg.org/