Volkstrauertag – Gedanken und Hoffnungen

Liebe Mitmenschen, heute ist Sonntag, der 17. November 2024. Und es ist Volkstrauertag. Wie jedes Jahr gibt es in Deutschland vielerorts Zeremonien, um der Toten der gewaltsamen Konflikte und Kriege zwischen Nationen zu gedenken. Die offizielle Zeremonie in Deutschland findet im Deutschen Bundestag statt.

Was ist die Trauer um die Toten der Vergangenheit wert, wenn gleichzeitig im Hier und Jetzt weitere Waffen für die Ukraine gefordert und untätig dem Horror in Gaza und an vielen weiteren Orten dieser Welt zugesehen wird? Kann es aufrichtige Trauer sein, ohne gleichzeitig das sofortige Ende der kriegerischen Handlungen und Gewaltexzesse zu fordern? Trauer ohne die Forderung nach sofortigem Waffenstillstand und diplomatischer Lösung der Konflikte? Forderungen nach zivilisierten Lösungen? Nach Vermittlern, Streitschlichtern statt immer nur mehr Waffen und Tötungen?

Lassen Sie uns der Toten gedenken. Der Toten von damals. Und der Menschen, die aktuell in unserer Zeit tagtäglich durch kriegerische Konflikte dahingemetzelt werden. Jungen Menschen, die noch ihre Zukunft vor sich hatten. Zum Opfer gefallen alten Menschen, die sich nicht zivilisiert einigen konnten oder wollten und sie deshalb beauftragten, sich gegenseitig mit Waffengewalt zu zerstören. Und auch älteren Menschen, die in die Schlacht geworfen werden, wenn die Jungen nicht mehr ausreichen, aufgerieben sind.

Lassen Sie uns gemeinsam die Anführer dieser Welt auffordern, für sofortige Waffenstillstände, für Vermittlung und diplomatische Lösungen einzutreten. Wehren wir uns gegen die Forderungen nach immer mehr Waffen, die nichts anderes bewirken als eine Verlängerung des Schlachtens und Zerstörens, an dessen Ende sich dann doch wieder alle irgendwie verstehen müssen und es weiter geht. Wehren wir uns gegen die Diskussionen „Aber der hat angefangen“. Es gibt keine Pflicht, dass der, der angefangen hat, zuerst aufhören muss. Fordern wir Waffenstillstände, dann kann immer noch diskutiert werden, wer angefangen hat und wie es weiter geht, nur ohne weiteres Töten.

Lassen Sie uns gemeinsam die Anführer dieser Welt auffordern, das Schüren und Pflegen von Feindbildern und Konflikten zu beenden und mehr für Völkerverständigung, für Versöhnung und friedliche Koexistenz zu tun, Allianzen für den Frieden zu bilden statt Allianzen für Krieg.

Es ist Zeit, über Frieden nachzudenken. Es ist Zeit, über Frieden zu sprechen. Lassen wir den Worten Taten folgen! Es ist Zeit, Frieden zu schließen. Es ist Zeit, Frieden zu pflegen und zu bewahren. Frieden braucht uns alle als Botschafter. Werden wir aktiv! Lassen Sie uns die Botschaft des Friedens vorleben und in die Welt tragen, damit sie ein besserer Ort wird. Laden wir immer wieder unsere Mitmenschen ein, es uns gleich zu tun. Und drücken wir unseren Anführern unser entschiedenes Missfallen aus, wenn sie es uns nicht gleich tun und nicht im Sinne von Frieden und Völkerverständigung handeln. Wählen wir bei zukünftigen Wahlen Botschafter des Friedens.

Wenigstens das sind wir den Toten der gewaltsamen Auseinandersetzungen schuldig. Und unseren Kindern, Enkeln und Mitmenschen. Übernehmen wir persönlich Verantwortung als Friedensbotschafter und bewahren wir unsere Kinder, Enkel und Mitmenschen vor einem Schicksal, dass dereinst Menschen ihnen an einem der zukünftigen Volkstrauertage gedenken müssen.

Bildquelle: qtfix0017

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