
Ich fordere die sofortige Steuer- und Abgabenfreiheit für alle Abgeordneten, Beamten und Staatsbediensteten! Im gleichen Atemzug werden deren Einkommen um genau diese Beträge reduziert. Brutto für netto. Ganz einfach.
Klingt irre, nicht wahr? Ist es aber nicht.
Die Einkommen der Abgeordneten, Beamten und Staatsbediensteten werden vollkommen aus staatlichen Einnahmen bezahlt. Staatliche Einnahmen finanzieren sich aus Steuern. Es macht keinen Sinn, Menschen aus Steuern ein Gehalt zu bezahlen, um ihnen postwendend einen Teil dieses Gehalts wieder als Steuern einzubehalten.
Erklären wir es anders:
- Steuerzahlerin Marianne Mustermann zahlt Steuern: 7.000 EUR
- Staatskasse: 7.000 EUR Guthaben
- Auszahlung Gehalt Staatsbedienstete Saskia Mustermann: 10.000 EUR
- Staatskasse: 3.000 EUR im Minus
- Saskia zahlt Steuern auf das Gehalt: 3.000 EUR
- Staatskasse: Ausgeglichen
- Nettogehalt Saskia: 7.000 EUR.
Warum greifen wir in den großen Steuertopf, nehmen 10.000 EUR, geben es an Saskia, nehmen ihr sofort wieder 3.000 EUR weg und legen es in genau den Topf zurück, aus dem wir gerade die 10.000 EUR genommen und ihr gegeben haben? Wir könnten auch einfach gleich nur 7.000 EUR aus dem Topf nehmen und Saskia in die Hand drücken. Das Ergebnis wäre dasselbe. Und es wäre ehrlicher. Und einfacher. Weniger Bürokratie.
Ja, aber wenn die keine Steuern mehr zahlen, dann ist das doch ungerecht!
Falsch! Abgeordnete, Beamte und Staatsbedienstete haben noch nie Steuern gezahlt, zumindest netto nicht. Es ist ein buchhalterischer Trick, der uns vorgaukelt, dass Abgeordnete, Beamte und Staatsbedienstete mit ihren Steuern auch zur finanziellen Unterhaltung des Staates beitrügen. Das tun sie nicht! Einzig und allein die Steuerzahler außerhalb des Staatsapparats finanzieren den Staat. Nur diese Personen erwirtschaften das, was mit Hilfe des Staates umverteilt wird, in welche Kassen und Geldbörsen auch immer. Wer es ganz hart ausdrücken möchte: Abgeordnete, Beamte und Staatsangestellte werden von den Menschen außerhalb des Staatsapparats durchgefüttert. Schon immer. Wichtig: Das sagt nichts über Sinn oder Unsinn oder gar die Motivation von Abgeordneten, Beamten und Staatsbediensteten aus! Es ist einfach eine sachliche, wertfreie Feststellung.
Ja, und was ist mit den Abgaben? Warum sollen sie auch keine Sozialabgaben bezahlen?
Aus demselben Grund! Erklären wir es wie oben (Marianne sei der Einfachheit halber eine Unternehmerin und zahlt daher sowohl Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmerbeitrag für sich):
- Steuerzahlerin Marianne Mustermann zahlt Steuern: 8.000 EUR
- Sozialabgabenzahlerin Marianne zahlt Sozialabgaben Arbeitnehmerbeitrag: 1.000 EUR
- Sozialabgabenzahlerin Marianne zahlt Sozialabgaben Arbeitgeberbeitrag: 1.000 EUR
- Staatskasse: 8.000 EUR Guthaben
- Sozialkasse: 2.000 EUR Guthaben
- Auszahlung Gehalt Staatsbedienstete Saskia Mustermann: 7.000 EUR
- Staatskasse: 1.000 EUR Guthaben
- Saskia zahlt Sozialabgaben Arbeitnehmeranteil: 1.000 EUR
- Staat zahlt Sozialabgaben Saskia Arbeitgeberanteil: 1.000 EUR
- Staatskasse: Ausgeglichen
- Sozialkasse: 4.000 EUR Guthaben
- Nettogehalt Saskia: 6.000 EUR.
Warum greifen wir in den großen Steuertopf, nehmen 7.000 EUR, geben es an Saskia, nehmen ihr sofort wieder 1.000 EUR weg und legen es in den Sozialabgabentopf und legen aus der Staatskasse noch weitere 1.000 EUR dazu? Wir könnten auch einfach gleich Marianne nur 6.000 EUR Steuern zahlen lassen, die wir Saskia geben. Und dann lassen wir Marianne sofort 4.000 EUR in die Sozialkasse bezahlen ohne die Umwege über Staatskasse und Saskia. Das Ergebnis wäre dasselbe. Und es wäre ehrlicher. Und einfacher. Weniger Bürokratie.
Steuern und Abgaben für Abgeordnete, Beamte und Staatsbedienstete ergeben keinen Sinn. Das Geld für Saskias Gehalt kommt von Marianne. Das Geld von Saskias Arbeitnehmeranteil für die Sozialkasse kommt von Marianne. Das Geld vom Staat für Saskias Arbeitgeberanteil für die Sozialkasse kommt von Marianne. Das ganze Geld kommt von Marianne!
Marianne hält den Staat am Laufen! Ohne Marianne hört der Staat auf zu existieren.
Jeder Mensch, der diese Zusammenhänge verstanden hat, wird den suizidalen Charakter jeglichen Handelns verstehen, der es Marianne schwer macht, etwas zu erwirtschaften. Er wird verstehen, dass es selbstmörderisch ist, Marianne mit immer mehr Lasten zu überhäufen, ihr die Energie zu rauben, sie in die Pleite oder aus dem Land zu jagen.
Ohne Marianne keine Saskia! Eine intelligente Saskia sollte das erkennen und Marianne freie Entfaltung ermöglichen, dass sie möglichst viel erwirtschaften kann! Eine intelligente Saskia sollte ihre Kuh Marianne mit dem besten Futter versorgen, dass es gibt, damit sie reichlich Milch gibt. Sie sollte ihre Kuh gut beobachten und sofort aktiv werden, wenn es ihr schlecht geht.
Mich beschleicht zunehmend der Eindruck, dass unsere Saskias im deutschen Lande und in der EU derzeit unsere Mariannes auf Diät setzen und ihnen das Futter am liebsten komplett streichen würden, aber weiterhin erwarten, dass sie immer mehr Milch geben. Ob das klug ist?
Viele Menschen werben derzeit dafür, dass man nur den Reichen etwas vom Reichtum wegnehmen müsse, dann würde es schon werden. Hier sei darauf hingewiesen, dass Reichtum wie eine Torte im Kühlschrank ist. Man kann eine ganze Zeit lang den Kühlschrank aufmachen, ein Stück abschneiden und aufessen und den Kühlschrank wieder zumachen. Aber irgendwann ist die Torte aufgegessen. Und dann braucht es eine Marianne, die eine neue Torte backt. Den Reichen etwas wegzunehmen löst kein Problem, es verzögert es nur.
Ohne Marianne geht es nicht! Alles, was verbraucht werden soll, egal von wem, muss zuerst produziert werden, egal von wem. Wenn niemand etwas produziert, kann auch niemand etwas verbrauchen. Eigentlich ganz einfach.
Eine Steuer- und Abgabenfreiheit für Abgeordnete, Beamte und Staatsbedienstete würde genau diese Problematik für alle transparent machen. Die geeignete Ausweitung dieser Logik der eingesparten Geldflüsse auf (teil-)staatlich finanzierte NGOs, indirekt zwangsfinanzierte Objekte wie z.B. den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und auf alle Aufträge des Staates für die freie Wirtschaft könnte dazu beitragen aufzuzeigen, wie gering die kleine Schicht der Mariannes im Land inzwischen ist. Die Schicht der Mariannes, die unsere Gesellschaft wirklich am Leben erhalten!
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