2023 wird ein deutsches Schicksalsjahr

Von

Daniel Matissek

  • 31. Dezember 2022

Liebe Leser, ein weiteres annus horribilis in und für Deutschland geht mit 2022 zu Ende, eines, von dem man nicht weiß, ob man froh sein soll, es überstanden zu haben, oder ob man es wohlweislich besser in ehrendem Andenken halten soll – weil das, was uns bevorsteht, noch viel schlimmer wird.

Der rapide geistige und materielle Substanz- und Wohlstandsverlust geht einher mit einer rasanten Erosion des Vertrauens in die Redlichkeit und Kompetenz der Politik. Und niemand kann sagen, ab wann diese Entwicklung überkritisch wird, ab wann es in Deutschland lebensgefährlich wird. Noch können wir uns versuchen, die Dinge schönzureden, uns ins Private zu flüchten, die Augen in biedermeierlicher Verdrängung vor den nahenden Einschlägen verschließen – doch erstens funktioniert dieser Selbstbetrug, wie alle vorrevolutionären Epochen der Geschichte bewiesen, nur auf kurze Zeit, und zweitens lassen wir damit zu, dass die geschaffenen Tatsachen uns mit jedem weiteren Tag tiefer in den Abgrund ziehen. Der Preis der Katastrophe wird immer höher getrieben. Die Eskalationen schreiten auf allen Ebenen voran. Zugleich wird das respice finem, der mahnende Verweis auf den unweigerlichen Ausgang der Entwicklung, immer hysterischer verpönt.

Nur noch Eskalationen

Wovon rede ich hier, was genau wird eskaliert? Die Antwort: Im Prinzip alles. Firmensterben, Wirtschaftsflucht, zunehmende Abwanderung der verbliebenen Eliten ins Ausland. Bildungsverfall und Niveau der Berufsausbildung. Masseneinwanderung ungelernter und kulturfremder Menschen. Islamisierung. Übersterblichkeit, Impfschäden. Inflation. Schwinden der Verkehrsinfrastruktur. Übernutzung der Sozialsysteme. Öffentliche Verschuldung. Freiheitsabbau und immer mehr Regulation durch Verbote. Souveränitätsabbau durch Übertragung legislativer und juristischer Kompetenzen an supranationale, dort dann nicht mehr demokratisch kontrollierte Instanzen. Verfolgung und Kriminalisierung kritischer Meinungen durch immer „kreativere” Zensur. Und, und, und.

Glaubt irgendjemand eigentlich ernsthaft, all dies alles könnte ewig so weitergehen, ohne Folgen? Oder es werde enden und sich von selbst zum Besseren wenden? Man wacht nicht eines Morgens auf und stellt fest: Hoppla, da draußen herrscht ja plötzlich Diktatur! Oder: Huch, die Welt steht ja in Flammen! Es sind ein schleichende Prozesse, die uns dahin tragen – wobei seit Corona weniger geschlichen, eher galoppiert wird.

Konstruktiver Pessismus

Wer mir hier Kakophonie vorwirft, wer in diesen Zeiten zum „Optimismus“ aufruft, wer uns tadelt, wir würden alles schwarzsehen und -malen und dieses ständige Kassandrarufen sei ebenso frustran wie depressionsfördernd, dem muss ich leider entgegenhalten: Werdet wach! Die Zeiten sind zu ernst, um weiter den Kopf in den Sand zu stecken. Konstruktiver Pessimismus ist der Optimismus unserer Gegenwart. Wir sind an einem Punkt angelangt, wo jeder einzelne entweder Teil der Lösung oder Teil des Problems ist. Wo Schweigen und Rückzug ins Apolitische keine Optionen mehr sind. Jeder einzelne ist daher 2023 dazu angehalten, im Rahmen seiner individuellen Möglichkeiten in seinem Umfeld aufzubegehren, aufzurütteln, zu protestieren und zu verdeutlichen, dass er der vorsätzlichen Ruinierung seiner Heimat und all dessen, was uns lieb und teuer ist, nicht länger zuzusehen gewillt ist. Wenn dies zumindest innerhalb einer kritischen Masse gelingt, dann – und nur dann – kann der heilsame Umkehrprozess eingeleitet werden. Von denen, die uns zugrunde richten, ist dies garantiert nicht zu erwarten. Viel Zeit bleibt uns dazu nicht mehr.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen – neben persönlichen Glück und Gesundheit – ein unruhiges und waches Jahr 2023!

Ihr Daniel Matissek und das Team von Ansage

Veröffentlicht von Huxley

Handwerker, Spaziergänger, Demonstrant, Aktivist

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