Zum Ende der Pandemie

27. Dezember 2022von Thomas Oysmüller3,8 Minuten Lesezeit

Der Corona-Kult wird jetzt auch in Deutschland begraben. Warum? Weil Drosten, der pandemische Prophet, es so verkündet hat. Seine Worte haben den Startschuss gegeben: Es wird versucht, das sinkende Schiff zu verlassen. 

Christian Drosten hat die Pandemie beendet. So einfach geht es. Es braucht nur das Wort des großen Virologen. Der Sprachwissenschaftler Robert Niemann legte im Herbst 2022 einen Essay vor. Titel: Prognostische Propheten. Rhetorische Menschenführung in der Coronapandemie (Rezension auf TKP folgt in den nächsten Tagen“). Seine These darin: Corona brachte einen neuen Führungstyp hervor. Er dachte dabei gerade an Drosten.

Orchestrierter Epilog

Dieser ist nicht nur Wissenschaftler, sondern auch „öffentlichkeitswirksamer Popstar“, der den Menschen „wie ein Prophet den Weg weist“. Seine These wurde jetzt eindrucksvoll bestätigt: Weil Christian Drosten in einem Interview verkündet hat, dass „seiner Einschätzung nach, die Pandemie vorbei“ sei, überschlagen sich Alpha-Journalisten, linksliberale Meinungsmacher und der Mediendschungel. Der Prophet hat gesprochen. Die sogenannte Pandemie ist vorbei.

Wie orchestriert gab Drosten damit das Startkommando für das endgültige Ende des inszenierten Corona-Ausnahmezustands und der beispiellosen Angstpropaganda. In der „ZIB 1“, der zentralen österreichischen Nachrichtensendung, wurde sogleich das Ende verlautbart. Deutschlands Justizminister will nach den Worten des Drosten jetzt auch „die letzten Maßnahmen“ aufheben.

Führende Agitatoren des Manövers, wie etwa Robert Misik, der mit schockierendem Hass gegen Andersdenkende aufgefallen war, setzen zum endgültigen Rückzug an. Das neue Argument: Nur noch Rechtsextreme und Esoteriker würden über Corona sprechen, ihr Lieblingsthema.

Misik muss jetzt sehr stark sein: Einige seiner Covid-Sager werden ihn den Rest seines Lebens verfolgen.

— Thomas Oysmüller (@TOysmueller) December 26, 2022

Für diese Antwort auf den Tweet des linksliberalen Meinungsmachers Misik wurde ich von ihm umgehend blockiert. Autoritäre Diskursvorsteher mögen keinen Widerspruch.

Der Zeitpunkt ist selbstverständlich alles andere als zufällig: China legt aktuell eine völlige Abkehr vom Thema hin. Zwar sind die Spitäler dort überfüllt, allerdings nur, weil man den Chinesen die Panik nehmen muss. Immerhin hat man auch sie mit Angstpropaganda fast drei Jahr verfolgt. Eine Gesundheitskrise gibt es dort aber keine. Den neuen Tenor aus der Partei gibt der Chefredakteur der „Global Times“ für das globale Publikum wider: „Es besteht Einigkeit darüber, dass das Virus zu ansteckend ist, um eine Infektion zu vermeiden. Auch wenn die Symptome von Glück abhängen, kann fast jeder das Virus überleben, und das Todesrisiko ist vernachlässigbar.“

Aufarbeitung?

Neben China, das möglicherweise auch die WHO bald so weit bringt, ihre lieb gewordene „Pandemie“ für beendet zu erklären, ist da auch noch Twitter und Elon Musk. Dort hat man nun begonnen, die „TwitterFiles“ zu Covid zu veröffentlichen. Schon die erste Enthüllung zeigte, wie Big Tech die Debatte zensierte, wie das Weiße Haus zum Wahrheitsministerium mutierte und dabei renommierte Wissenschaftler verfolgte.

Doch das sei nur die „Einführung“ zu Covid gewesen, sagte Musk bereits. Es wird also viel kommen, die nächsten Wochen. Einige vermuten, dass zweifellos aufgedeckt werden wird, wie die Behörde von Anthony Fauci Twitter „militarisiert“ (weaponized, Anm.) hat, um den Labor-Ursprung von Covid-19 zu vertuschen. Manche rechnen sogar damit, dass am Ende sogar enthüllt werden wird, dass es sich bei Covid-19 um eine Biowaffe gehandelt habe. Viel Zündstoff also, umso dringlicher, die sogenannte „Pandemie“ zu beenden. Für Drosten wie für viele andere ist es höchste Zeit, dass Schiff zu verlassen.

Dass in den meisten Ländern Europas Corona schon seit dem Frühjahr überhaupt kein Thema mehr ist, ist dabei völlig egal. Es brauchte den Prophet Drosten, damit die deutschen und österreichischen Leitmedien das Ende hinnehmen. Auch Wien wird das in den kommenden Wochen des neuen Jahres einsehen müssen.

Der Essayist Milosz Matuschek formuliert es treffend:

„Dass Corona ein Kult war, sieht man daran, dass ein Justizminister in Deutschland erst dann Maßnahmen abschaffen will, wenn der Oberpriester des Kults, Christian Drosten, sagt, dass die Pandemie vorbei ist. Null eigene Urteilsfähigkeit. Wann fängt die Aufarbeitung an?“

mehr dazu bei:

Veröffentlicht von Huxley

Handwerker, Spaziergänger, Demonstrant, Aktivist

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