Die Unfreiheit wird durch Lügen und Unterwürfigkeit etabliert

Falkenauge

22.12.2022

Der langjährige Chefarzt und Medizinhistoriker Dr. Gerd Reuther machte kürzlich angesichts des gegenwärtig auf allen Ebenen erneut anwachsenden Totalitarismus einerseits auf die sich zwangsläufig fortzeugenden Lügen aufmerksam, mit denen Diktaturen arbeiten müssen, und andererseits auf die kriechenden Helfershelfer sowie die Masse der unterwürfigen Sklaven, ohne die es niemals eine autoritäre Herrschaft geben könnte.1 Er bringt die Dinge knapp und eindrucksvoll auf den Punkt, so dass hier noch für die weihnachtliche Verinnerlichung davon berichtet werden soll.

„Der erste und bisher gottlob einzige kommunistische Staat auf deutschem Boden“, schreibt Dr. Reuther, „hatte vier Feinde: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Diese Bedrohung teilt der hoffentlich kurzlebige Dauer-Krisen-Staat mit seinem Vorgänger. Entweder ist es im Sommer nicht heiß genug, um eine stetige Erderwärmung für die Staatsbürger glaubhaft zu machen, oder im Winter zu kalt, um mit der verknappten Energie das Auslangen zu finden. Die wahre Gefahr für die Zeugen des Dauernotstands reicht jedoch tiefer. Die vier Todfeinde sind: die Wahrheit, die Freiheit, die Redlichkeit und die Unbestechlichkeit. Sobald nur eine dieser vier Kardinaltugenden auch nur für kurze Zeit das mediale Tageslicht erblicken darf, ist das Kartenhaus der Lügen einsturzgefährdet.“

Man habe Diagnosen erfunden und gefälscht, so der erfahrene Mediziner, um eine Krankheits-Katastrophe heraufzubeschwören, aber die Kliniken seien leerer geblieben als sonst. Man habe Impfungen aus dem gentechnischen Hut gezogen und Infektionsschutz verheißen, aber es gebe immer mehr Kranke und Tote. Es seien Öl und Gas als Ursachen einer ökologischen Katastrophe postuliert worden, fahre aber derweil Kohlekraftwerke hoch und steigere den Luftverkehr auf ein nie dagewesenes Ausmaß für Krieg und Geo-Engineering. Man predige einen Mangel an allen Ressourcen, aber fliege Millionen von Migranten ein. Die Architekten der „neuen Normalität“ seien längst mit ihren Lügen am Ende.

Doch die Umprogrammierung der Köpfe schreite nur solange fort, wie das Schweigekartell mit immer mehr Geld zusammengekauft werde.
„Jede Unwahrheit zwingt zu zwei neuen Lügen. Und die haben bekanntlich kurze Beine. Selbst, wenn man deren Länge durch sehr viel Geld etwas strecken kann. Je mehr Lügen man in die Welt setzt, umso mehr hat man damit zu tun, deren Auffliegen zu verhindern. Diktaturen brauchen sehr viele Lügen und damit auch ein wachsendes Heer von Vertuschern.“
Da sich dieses Heer aber nicht selbst ernähren könne, müsse es andere versklaven. Doch wenn sich nicht mehr genug Sklaven finden, sei das System am Ende.

Diese Erkenntnis sei allerdings nicht neu. Vor 500 Jahren habe sie schon der junge französische Denker Étienne de La Boétie in seiner Schrift „Die freiwillige Unterwerfung des Menschen“ 2 zu Papier gebracht. Er benenne schonungslos, was autokratische Regimes entstehen lasse und erhalte:

„Der Mensch, welcher euch bändigt und überwältigt, hat nur zwei Augen, hat nur zwei Hände, nur einen Leib; alles, was er euch voraus hat, ist der Vorteil, den ihr ihm gönnt, damit er euch verderbe. Woher nimmt er so viele Augen, euch zu bewachen, wenn ihr sie ihm nicht leiht? Wieso hat er so viele Hände, euch zu schlagen, wenn er sie nicht von euch bekommt? Die Füße, mit denen er eure Städte niedertritt, woher hat er sie, wenn es nicht eure sind? Was könnte er euch tun, wenn ihr nicht die Hehler der Spitzbuben wäret, der euch ausraubt, die Spießgesellen des Mörders, der euch tötet?“

Und er habe für seine Leser auch die Abhilfe, die keinen offenen Konflikt erfordere:

„Seid entschlossen, keine Knechte mehr zu sein und ihr seid frei. Stützt ihr euren Unterdrücker nicht, dann sollt ihr sehen, dass er, wie ein riesiger Koloss, dem man die Unterlage nimmt, in seiner eigenen Schwere zusammenbricht und in Stücke geht.“
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Quelle mit Anmerkungen und Hinweisen:

Veröffentlicht von Huxley

Handwerker, Spaziergänger, Demonstrant, Aktivist

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