Scholl-Latour zum Ukraine-Konflikt: “Wir leben in einer Zeit der Massenverblödung”

Reblog von: http://friedensblick.de/33503/scholl-latour-zum-ukraine-konflikt-wir-leben-in-einer-zeit-der-massenverbloedung/

Georg Lehle

Wenn ich in die Augen vieler Zeitgenossen sehe, wundere ich mich immer wieder über die biedermeierische Unbekümmertheit, angesichts der wegbrechenden wirtschaftlichen Basis unseres Wohlstandes, billiger russischer Energie. Es gibt keinen Widerstand gegen die selbstzerstörende Sanktionspolitik, das Vasallentum zum tiefen Staat der USA.

Manche Menschen haben nicht etwa Gottvertrauen, sondern Vertrauen in ihre Filterblase: Was sagt Ihr persönliches Umfeld und die Medien, die sie konsumieren? “Russland bombardiert selbst das besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja”, “Russland zerstört die eigenen Nordstream-Gasleitungen”, “Die in der Ost- und Südukraine lebenden Russen werden von Russland zu einem “Scheinreferendum” gezwungen”, “Kinder macht der Test- und Maskenterror in der Schule nichts aus”, “Corona-Impfung ist so gut wie nebenwirkungsfrei” etc. Manche Zeitgenossen wollen gar nicht, dass jemand ihr Weltbild in Frage stellt und sie gar verunsichert. Sie gehen zur Wahl und bestätigen die Einheitspartei “CDUCSUSPDGrüneLinke”, bis der Wirtschaftsstandort Deutschland für energieintensive Bereiche zerstört ist, bis die Rente nur noch die Hälfte wert ist. Wie weit geht die “Massenverblödung” noch, etwa “Wir müssen Putin jetzt die Eier wegschießen”?

Wir leben in einem Zeitalter der Massenverblödung, besonders der medialen Massenverblödung.

Wenn sie sich einmal anschauen, wie einseitig die hiesigen Medien, von TAZ bis Welt, über die Ereignisse in der Ukraine berichten, dann kann man wirklich von einer Desinformation im großen Stil berichten, flankiert von den technischen Möglichkeiten des digitalen Zeitalters, dann kann man nur feststellen, die Globalisierung hat in der Medienwelt zur einer betrüblichen Provinzialisierung geführt.” (focus)

Peter Scholl-Latour, 2014

Immer wieder die Einstellung “Uns geht es doch gut”. Hier spielt eine Rolle, dass die Mehrheit der Bevölkerung in der Nachkriegszeit wirtschaftlichen Erfolg hatte und die Grund- und Bodenpreise im letzten Jahrzehnt steil angestiegen sind. Die Mehrheit der Erbengeneration glaubt, dass es einfach immer so weitergehen wird und verteidigen daher den politischen “status quo”. Wann werden sie verstehen, dass die Einheitspartei sie an den tiefen Staat verraten hat?

Veröffentlicht von Huxley

Handwerker, Spaziergänger, Demonstrant, Aktivist "Wir wanken und wir weichen nicht"! Unser Leben vom Kopf wieder auf die Beine zu stellen, dass ist unser Ziel!

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