Leserbrief an die Presse

Hier der Leserbrief von Susa an die Redaktion des „Bergsträßer Anzeigers“:

Sehr geehrte Redaktion,

ich habe Ihren Artikel mit der Überschrift “ Querdenker protestieren ganz in Weiß“ gelesen. Es geht um das Demokratiefest vom 28.5.22 in Neustadt. Sie schreiben darunter: Neustadt: Rund 3000 pöbeln auf Demokratiefest.

Nun muss ich doch fragen, wer Ihrer Redaktion war wann genau in Neustadt und hat was explizit gesehen und erlebt? Leider konnte ich keinen verantwortlichen Redakteurnamen unter dem im BA erschienen Bericht finden. Es gab allerlei unabhängige Pressevertreter, aber den BA habe ich zu keiner Zeit in Neustadt gesehen.

Ich selbst war am Samstag zusammen mit ca. 8 -10.000 friedlichen, in weiß gekleideten Menschen den ganzen Tag unterwegs auf dem Hambacher Fest in Neustadt. Getroffen haben wir uns morgens auf dem Marktplatz und sind dann ganz in Erinnerung an den Marsch von 1832 für die Werte der Demokratie musizierend, singend, tanzend und mit bester Laune in mehreren Gruppen hinauf zum Hambacher Schloss gelaufen. Jung und alt; Männer, Frauen, Kinder, mit und ohne Instrumente mit bunten Fahnen, Plakaten und der Freude, an solch einem historischen Datum dabei sein zu können.

Zu keiner Zeit haben Menschen die Veranstaltung, wie Sie berichten, überrannt oder Mitwirkende beleidigt und Gäste beschimpft. Haben Sie solche Szenen beobachtet? Was genau ist wann passiert? Haben Sie Augenzeugen gesprochen oder Aufnahmen davon gemacht?

Ich habe keinerlei Pöbeleien beobachtet. Ein wenig Unmut einiger Teilnehmer einschließlich mir stellte sich ein, nachdem wir mehrmals von der Polizei gestoppt und an verschiedenen Stellen des Weges versucht wurde, uns durch Polizeisperren von diesem öffentlichen Ereignis auszuschließen. Es gab plötzliche , lange Polizeiketten und sehr viele Einsatzfahrzeuge, die die Wege und Plätze hinauf zum Schloss behinderten und einengten.

Meines Erachtens gab es zu keiner Zeit einen erkennbaren Grund für all diese restriktiven Maßnahmen der Polizei! Es war eine öffentliche Veranstaltung für Alle.

Was ich dagegen erlebt habe war, dass mich am Ende des Tages eine der anderen Gäste auf dem Marktplatz plötzlich anpöbelte und auf das Übelste beleidigte. Nur weil ich dastand und ein Schild trug, auf dem Stand : Freiheit, Aufklärung, Selbstbestimmung- genau die Forderungen der Demokraten von 1832.

Vielleicht müssen auch Sie sich fragen, inwieweit Ihre einseitige Berichterstattung zum Abbau der Demokratie beiträgt.

Eine Überarbeitung Ihrer Veröffentlichung wäre wünschenswert.

Mit freundlichen Grüßen

S.

Artikel im BA auf dass sich das bezieht:

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