COVID-19 Maßnahmen: Ja oder nein?

Verfasst vonZacharias FögenVeröffentlicht inAllgemein, COVID-19, Politik, White

Schlagwörter:COVID-19, Effektivität der Maßnahmen, Lockdown

Seit März 2020 wird wegen COVID-19 in nie da gewesenem Maß durch Maßnahmen „gegen das Virus“ in unsere Grundrechte eingegriffen. Die dabei verwendeten Maßnahmen waren zuvor niemals Teil einer gesellschaftlichen oder wissenschaftlichen Diskussion. Auch in den Pandemie-Notfall-Plänen der Bundesländer fanden sich nie vergleichbare Maßnahmen. Ich halte es für notwendig, aufgrund der Neuartigkeit der Maßnahmen, deren Geeignetheit, Erforderlichkeit und Angemessenheit zu diskutieren. Das tue ich hier mit Argumenten, die ich von beiden Seiten gesammelt habe. Wenn Sie Argumente für eine Seite ergänzen wollen, so können sie dies über die Kommentarfunktion tun.

Ein paar einführende Worte zum Virus SARS-CoV-2

Das Virus existiert. Seine gesamte Gensequenz wurde schon hundertfach in Einzelteile zerlegt und analysiert. Aus diesen Analysen wissen wir, dass er sich von anderen endemischen Corona-Viren durch eine Furin-Spaltstelle am Spike-Protein unterscheidet. An dieser wird (oft) innerhalb der Zelle, bei der Produktion des Virus, ein Stück des Spikeproteins (durch das Enzym Furin) abgeschnitten. Dadurch entsteht eine neue Andockstelle, mit der das Spikeprotein an einen neuen Rezeptor, Neuropilin-1, andocken kann. (Quelle)

Neuropilin-1 findet sich besonders im Riechepithel (daher der häufige Geruchs- und Geschmackverlust) und im Endothel. Das Endothel kleidet die Wände der Venen und Arterien aus. Daher attackiert SARS-CoV-2, wenn es ins Blut gelangt, die Wände der Blutgefäße und verursacht eine sogenannte Endotheliitis. Das ist aber erst im Stadium 3. Im Stadium 1 ist es eine normale Erkältung, die sich nicht von anderen Coronaviren unterscheidet. Im Stadium 2a ist es eine normale Lungenentzündung, die sich ebenfalls nicht von anderen Coronaviren unterscheidet.

Die Furin-Spaltstelle ändert jedoch natürlich nichts daran, wie und wie schnell sich das Virus im Vergleich zu anderen endogenen Coronaviren verbreitet.Das folgende Diagramm der Arbeitsgemeinschaft Influenza beim RKI ist gut geeignet, um die Ausbreitung von SARS-CoV-2 (orange) und endogenen Coronaviren (braun) zu vergleichen:


Vergleichen sie hCoV und SARS-Cov-2 im Herbst/Winter 2021/2022

Die Frage ist also, wie häufig kommt es zu Stadium 3.

Studien dazu, was – physiologisch gesehen – zu einem Übergang ins Stadium 3 führt, habe ich nicht gefunden.

7 Gründe gegen die Maßnahmen

Ich habe insgesamt sieben Gründe gefunden, die gegen die Maßnahmen sprechen. Die Gründe werden nacheinander diskutiert Die Gründe folgen einem Stufenschema, wir fangen aus didaktischen Gründen „hinten“ an. Vergessen sie nachher nicht, ihre Gegenargumente in die Kommentare zu schreiben, ich gehe auf alle ein!

7. Die Maßnahmen hätten Gegenstand einer ausführlichen gesellschaftlichen und politischen Diskussion (in den Medien) sein müssen

Über die sechs folgenden Punkte wurde in den Medien nicht diskutiert. Das ist für die Meinungsbildung des einzelnen und damit der Gesellschaft aber essentiell. Wenn wir als Gesellschaft solche Maßnahmen einsetzen wollen, dann braucht es dafür einen breiten gesellschaftlichen Konsens.

„Aber es gibt doch einen breiten gesellschaftlichen Konsens für die Maßnahmen“

EINWAND

Wie kann es ohne kontroverse Diskussion einen Konsens geben?

Diskussionen werden nicht zugelassen, die Medien ernennen sich selbst zu „Faktencheckern“ anstatt eine Plattform für den Austausch von Meinungen zu sein.

Die Ziffer 14 des Pressecodex gegen sensationslüsterne und Angst machende Berichterstattung über medizinische Themen wurde schon mit den Bildern aus Bergamo und New York ganz früh über Bord geworfen.

Daraus entstanden ist eine in vielen gesellschaftlichen Schichten anerkannte Notwendigkeit und Alternativlosigkeit für diese Maßnahmen, die von den Medien als Konsens dargestellt wird. Ein Hinterfragen der Notwendigkeit und Alternativlosigkeit, wie es in den Punkten 1-6 geschehen wird, gehört aber zu einer objektiven Bewertung dazu.

Ein Konsens ist nun aber das Resultat einer Diskussion von Menschen mit unterschiedlichen Meinungen, und die Bildung eines solchen Konsens (mittels Diskussion) wird durch die Medien, und auch durch die sozialen Medien, verhindert.

Da die konsensbringende Diskussion verhindert wird, ist das Resultat ist natürlich eine massive Spaltung der Gesellschaft in Maßnahmenbefürworter und Maßnahmengegner. Die COSMO-Studie (u.a. mit dem RKI) zeigt: „Das Vertrauen von Ungeimpften in die Bundesregierung ist bereits so niedrig, dass es kaum mehr verspielt werden kann.“ und „Es bilden sich „Blasen“ Geimpfter und Ungeimpfter Personen mit jeweils Gleichgesinnten.“

Diese Spaltung ist der letzte meiner 7 Punkte gegen die Maßnahmen.

„Wer unterdrückt denn die Diskussion?“

EINWAND

Während der österreichische Bundespräsident vor einer Verschlimmerung der Spaltung der Gesellschaft warnt, leugnet der deutsche Kanzler Scholz (SPD) diese. Das mag auf den ersten Blick verwundern, aber wenn man bedenkt, dass die SPD große Anteile am Redaktionsnetzwerk Deutschland hält und auch fast die Hälfte der Sitze im Verwaltungsrat der öffentlich-rechtlichen, so wird doch recht offensichtlich, wer die Diskussion unterdrückt.

6. Die Maßnahmen sind unmoralisch

Kommen wir nun zur moralischen Betrachtung.

„Der Lockdown ist Solidarität mit den anderen!“

EINWAND

Stellen sie sich vor, es gebe nur zwei Extreme: die einen machen alles so weiter wie bisher, und die anderen bleiben nur zu Hause, haben null Kontakte und lassen sich alles liefern (100%ige Sicherheit).

Wenn jetzt die Gruppe der „Weitermacher“ solidarisch sein will, dann versorgt sie die Gruppe der „Isolanis“ mit, bezahlt deren Lohnausfall etc. mit ihren Steuern, geht für diese Arbeiten, bringt denen das Essen etc. Das ist Solidarität.

Aber die anderen dazu zu zwingen, sich einzuschränken (bzw. sich an gesetzliche angeordnete Maßnahmen zu halten) ist keine Solidarität. Wenn ich mit einem Obdachlosen solidarisch sein will, lege ich mich nicht mit ihm unter die Brücke, und ich zwinge auch nicht andere dazu, unter der Brücke zu schlafen.

„Das Beispiel mit dem Obdachlosen passt nicht, denn es geht ja um Gesundheit.“

EINWAND

Wenn es draußen sehr kalt ist, und der Obdachlose Körperwärme braucht, dann passt es schon. Genauso ist es natürlich solidarisch, wenn man für die Nachbarin mit dem gebrochenen Bein einkaufen geht. Aber für die Nachbarin einzukaufen, weil sie sich beim Einkaufen ja das Bein brechen könnte, das ist nicht solidarisch, sondern stupide.

Aber gehen wir nochmal zurück zu der Situation, dass einige sich zum Selbstschutz isolieren und andere normal weitermachen.

In dieser Situation hat jeder die freie Entscheidung. Durch die Maßnahmen wird die Freiheit von allen, die sich nicht einschränken wollen, extrem eingeschränkt, damit die Freiheit derjenigen, die sich isolieren wollen, nur ein Minimum größer wird. Diese Schere wird natürlich um so größer, je stärker der Lockdown wird.

Am Höhepunkt des Lockdowns durfte man nur eine Person aus einem anderen Hausstand treffen, nachts nicht rausgehen, fast alles außer Lebensmittelläden war geschlossen. Was ist hier der Unterschied zur maximalen Selbstisolation? Wieviele von denen, die sich selbst isolieren würden, haben denn diesen einen Kontakt genutzt, und hätten diesen einen Kontakt nicht gemacht, wenn es die Regeln nicht gäbe?

Das heißt, der gesamte Lockdown ist nur für diejenigen ein Gewinn, die sich eigentlich maximal selbst isolieren würden, die aber weil alle anderen sich auch einschränken müssen, ein bisschen weniger Angst haben und diesen einen Kontakt wahrnehmen. Wenn dieser eine Kontakt aber auch nur den anderen als direkten Kontakt hat, beide also in einer Selbstisolation sind, und sich nur gegenseitig treffen, so spielt es gar keine Rolle, was alle anderen machen.

Der einzige Unterschied wäre also, wenn der Kontakt sich eigentlich nicht einschränken würde und nun aber durch die Regeln ebenfalls nur einen Kontakt hat.

Das bedeutet, der Lockdown sorgt dafür, dass diejenigen die sich selbst isolieren würden auch diejenigen mit weniger Sorge treffen können, die sich nicht freiwillig einschränken würden.

Folgende Frage wäre also an den Kontakt, der sich eigentlich nicht einschränken will, zu stellen: „Würdest du dich freiwillig in deinen Sozialkontakten zeitweilig vor einem Treffen maximal einschränken, damit ich weniger Angst haben muss wenn ich mich mit dir treffe?“

Nun wenn die Person das bejaht, so kann sie sich ja für eine Woche einschränken und am Ende der Woche dann das Treffen durchführen. Aber dann brauchen wir natürlich keinen Lockdown.

Damit bleibt also als Begründung für den Lockdown das Szenario, dass jemand, der sich selbst isolieren würde, jemanden treffen will, der sich nicht einschränken lassen will, und dieser ist nicht bereit, sich zu isolieren, bevor er den anderen trifft.

Das heißt, wir zwingen mit dem Lockdown diesen Unwilligen dazu, sich weitgehend zu isolieren, damit er diejenigen, für die er das nicht auch freiwillig machen würde, auch treffen könnte – wenn er denn wollte. Aber die Frage ist ja, will der Unwillige diesen Isolani, der ihm die Selbst-Isolation vor einem Treffen nicht wert ist, denn überhaupt treffen, wenn die Maßnahmen ihn dazu zwingen und seine Freiheit einschränken?

Mit anderen Worten, würde ein Maßnahmengegner sich treffen mit einem Maßnahmenbefürworter, den er nicht so gut kennt oder mag, dass er sich freiwillig für diesen einschränken würde?

Auf die Gesellschaft bezogen wird die Antwort klar: Haben sich im Lockdown etwa unzählige starke Maßnahmengegner und starke Maßnahmenbefürworter – die sich nicht so gut kennen – fraternisiert und ist deren Freundschaft regelrecht aufgeblüht? Nein, natürlich nicht, die Gesellschaft ist viel gespaltener als vorher, es haben sich „Blasen“ gebildet (s.o.).

Es bleibt also im Beispiel dabei, dass der Isolani entweder ein Risiko eingehen muss, wenn er sich mit dem Unwilligen treffen will, oder er lässt es bleiben. Denn den Unwilligen dazu zu zwingen, die Voraussetzungen zu erfüllen, bringt die beiden nur in den seltensten Fällen näher.

Ich fasse zusammen: für diesen seltenen Fall eines Isolani, der einen Unwilligen treffen will, der sich nicht für diesen Isolani selbst isolieren will, der aber durch die Regeln dazu gezwungen wird und der dann nicht so sehr verärgert darüber ist, das er das Treffen verweigert, sich also trotzdem mit dem Isolani trifft und die beiden verstehen sich danach besser als vorher, nur für diesen Fall macht der Lockdown einen Sinn.

„Das berücksichtigt aber nicht, dass Menschen sich auch im Beruf anstecken können.“

EINWAND

In jedem Beruf gibt es Risiken. Auch im Lockdown muss sich beispielsweise das Klinikpersonal, das Pflegepersonal und das Supermarktpersonal gewissen Risiken stellen. Jeder Krankenwagenfahrer, der mit Blaulicht fährt, jeder Feuerwehrmann der gegen Brände kämpft, geht in seinem täglichen Leben Risiken ein. Aber es ist jedem selbst überlassen, zu wählen, welche Risiken er eingeht bzw. welchen Beruf er ausübt.

Jeder Isolani kann den Job wechseln oder auch einfach kündigen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeiten der Heimarbeit und die Möglichkeit sich mit individuellen Maßnahmen zu schützen. Niemand muss sich im Beruf anstecken.

„Aber nicht jeder kann es sich leisten zu kündigen.“

EINWAND

An diesem Punkt greift die Solidarität mit denen, die Angst haben und sich isolieren wollen, es denen zu ermöglichen.

5. Die Maßnahmen sind widerrechtlich

Der Punkt der Widerrechtlichkeit bezieht sich auf die Einordnung der Grundgesetzeingriffe.

In Spanien beispielsweise wurde der Lockdown für verfassungswidrig erklärt (nachzulesen z. B. hier, hier oder hier), allerdings nur, weil der Ausnahmezustand nicht ausgerufen wurde.

Zur Einschränkung der Grundrechte wird die Einschränkung der Grundrechte anderer angeführt, genauer gesagt: Die Einschränkung des Rechts auf körperliche Unversehrtheit.

Diesem Grundrecht des Individuums wird aber bereits genüge getan, wenn man zu Hause bleibt, sich alle Dinge liefern lässt, Heimarbeit macht und niemanden trifft. In diesem Fall ist die körperliche Unversehrtheit bezüglich COVID-19 zu 100 Prozent garantiert.

„Das können aber nicht alle so machen, irgendjemand muss ja beispielsweise liefern.“

EINWAND

Auch im Lockdown müssen sich beispielsweise das Klinikpersonal, das Pflegepersonal und das Supermarktpersonal gewissen Risiken stellen. Ich kenne einen Chefarzt (der inneren Medizin), der das Krankenhaus aus Angst vor COVID verlassen hat. Das ist sein gutes Recht.

Das Argument „das können nicht alle machen“ gilt genau so für den Lockdown und ist daher keins.

„Wir tun das ja nur, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden.“

EINWAND

Im Falle einer Überlastung des Gesundheitssystems wird die Qualität der medizinischen Versorgung abnehmen. Aber hat die Qualität der medizinischen Versorgung in Deutschland nicht schon durch die DRGs (Fallpauschalen) abgenommen? Sind damit nicht auch DRGs verfassungswidrig? Hat die Qualität der medizinischen Versorgung nicht auch durch den Pflege- und Ärztemangel abgenommen? Ist es nicht auch verfassungswidrig, nichts dagegen zu tun, oder das indirekt zu fördern? Hat die Qualität der medizinischen Versorgung nicht auch durch das Schließen von über 20 Krankenhäusern in der Pandemie abgenommen? Warum ist eine Überlastung des Gesundheitssystems durch Corona ein Grund für Grundrechtseinschränkungen, in der Grippewelle 2018 aber nicht?

Das sind nur die offensichtlichsten Widersprüche.

„Nur weil andere Gründe für eine Überlastung sorgen oder daran einen Anteil haben, ändert das nichts an dem Problem.“

EINWAND

Entscheidend ist doch: Es gibt kein Grundrecht auf Risikofreiheit. Unter dem Vorwand der Risikoreduktion könnte man sämtliche Grundrechte außer Kraft setzen. Es ist aber in unserer Gesellschaft jedem selbst überlassen, welche Risiken er eingeht. Wir erlauben beispielsweise das Rauchen und den Alkoholkonsum, obwohl beides schädlich für den Körper ist.

Aber wer jemanden mit COVID-19 ansteckt, begeht Körperverletzung an einem anderen!

EINWAND

Die höchstrichterliche Rechtsprechung in Deutschland besagt, das die Infektion eines anderen mit HIV (also einem viel gefährlicheren Virus), wenn man selbst nichts von der Erkrankung weiß, keine Straftat ist. Daher kann auch die Ansteckung eines anderen mit dem viel weniger gefährlichen SARS-CoV-2 keine Körperverletzung sein. Dieser Vorwurf ist also rechtlich nicht haltbar.

Folglich darf auch nicht einfach jede Personen als Gefährder oder Infektionsversächtige im Sinne des Infektionsschutzes bezeichnet und damit von irgendwelchen Maßnahmen betroffen sein.

4. Die Maßnahmen bewirken nicht weniger Todesfälle

In diesem Teil gehe ich auf die unterschiedlichen Maßnahmen nacheinander ein.

Der Lockdown

„Aber es haben sich ja aufgrund der Maßnahmen weniger Menschen angesteckt“ (sog. Präventionsparadox)

EINWAND

Die Aussage ist richtig, die Implikation, dass es deswegen weniger Tote gab, ist aber falsch.

Da das Alter der größte Risikofaktor für COVID-19 ist, sollten sich die Alten am wenigsten anstecken. Aber durch den Lockdown ist genau das Gegenteil passiert. Im Winter hatten wir bei den über 90jährigen für 6 Wochen eine Inzidenz von im Schnitt 650, während bei den Kindern in diesem Zeitraum eine Inzidenz von 80 herrschte.

Die Kontakte der pflegebedürftigen über 80jährigen in Deutschland lassen sich nämlich nicht wirklich reduzieren. Diese sind von Alltagsveranstaltungen oft ausgeschlossen und haben oft nur Kontakt zu den Pflegenden, aber dafür diesen eng und regelmäßig. Stellenweise betrug der Anteil der über 80jährigen an den Infizierten über 13%, obwohl nur 7% der Bevölkerung über 80 sind.

Dagegen werden durch den Lockdown besonders die Jüngeren in der Zahl und der Enge ihrer Kontakte stark eingegrenzt.

Aber wenn sich insgesamt weniger anstecken, dann stecken sich auch weniger über 80jährige an.

EINWAND

Man sieht im Vergleich mit Schweden, dass sich der Lockdown primär auf die Zahlen der unter 70jährigen ausgewirkt hat.

Dass diese Hypothese nicht aufgegangen ist, sieht man an Schweden, wo sich gleich viele über 70jährige infiziert haben.

Fälle pro 100.000 Einwohner in Schweden für verschiedene Altersgruppen, Deutsche 70+ in Blau ergänzt.

Die Infektionszahlen der über 70jährigen in Deutschland und Schweden verlaufen fast gleich, da der Lockdown primär die Arbeits-, Schul-, Sport- und Sozialkontakte eingeschränkt hat (welche die über 70jährigen nicht oder kaum haben).

Man sollte außerdem noch bedenken, dass auch in Schweden Nachtclubs, in denen sich besonders die jüngere Bevölkerung ansteckt, sowie größere Feste und Festivals verboten waren. Eigentlich hätte sich gerade die Generation Disko sich also noch stärker angesteckt.

„Wahrscheinlich haben die Schweden einfach nur weniger getestet als wir, deshalb ist ihre Dunkelziffer höher als in Deutschland und sie haben mehr infizierte über 70jährige“

EINWAND

Im Gegenteil, Schweden hat mehr getestet, das heißt die Dunkelziffer dort ist niedriger als in Deutschland.

Vergleich der Tests pro 100.000 Einwohner zwischen Schweden und Deutschland.

„Die Maßnahmen hätten noch strenger sein müssen, dann hätte es funktioniert. Stichwort Zero COVID.“

EINWAND

Je strenger die Maßnahmen sind, desto mehr fokussiert sich das Virus auf diejenigen, welche bestimmte Maßnahmen selbst nicht einhalten können, da dies beruflich zur Aufrechterhaltung lebensnotwendiger Dinge (z.B. Krankenhäuser, Pflege) und zur Aufrechterhaltung der Ordnung bzw. Überwachung der Einhaltung der Maßnahmen notwendig ist. Ebenso nimmt die Anzahl der Delinquenten, welche sich nicht an die Maßnahmen halten, exponentiell zu, je strenger die Maßnahmen sind.

Daher kann die Zahl der Ansteckungsgefährdeten gar nicht auf Null gehen, wie die folgende Skizze beispielhaft verdeutlichen soll.

Außerdem kann der Corona-Virus beispielsweise in Hirschen überleben. Außerdem kann er auch lange in manchem Menschen versteckt sein, wie die Infektion dieser Polarforscher zeigt.

Die ZERO-COVID Strategie ist daher eine mathematische Modellierung, welche wichtige Grundlagen ignoriert und daher nicht funktionieren kann, sobald das Virus einmal in der Breite der Bevölkerung angekommen ist.

Aber in Neuseeland etc. hat das doch funktioniert.

EINWAND

Neuseeland ist eine Insel, die sich sehr frühzeitig völlig abgeschottet hat, das geht in einem Binnenland wie Deutschland nicht. Die Abschottung funktioniert aber nicht mehr, sobald sich der Virus erst einmal unbemerkt verbreitet. Das sieht man an Australien.

Was ist mit China, da funktioniert es doch?

EINWAND

Auf China einzugehen wäre in diesem Kontext zu umfangreich, und letztendlich ist die Kernfrage die Glaubwürdigkeit der Zahlen der chinesischen Regierung. Festzuhalten bleibt: Demütigende Maßnahmen wie Analtests auf COVID-19 für einreisende Diplomaten sind medizinisch völlig unsinnig, die totale Überwachung jedes Einzelnen per Handy ist dank COVID-19 auch etabliert. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

Die Masken

Wenn sie ein Brillenträger sind, kennen sie sicherlich das folgende Phänomen: Beim Tragen einer Maske beschlägt die Brille beim Ausatmen, beim Einatmen verschwindet der Beschlag jedoch wieder. Warum? Sie haben die Tröpfchen wieder eingeatmet.

Würden sie eine Maske tragen, die zuvor jemand anderes getragen hat? Würden sie eine Maske tragen, die zuvor ein COVID-Infizierter getragen hat?

Das würde kaum jemand machen. Da die Maske die Viren aufhält, sammeln sich beim Ausatmen die virenhaltigen Tröpfchen in der Maske. Beim Einatmen kann man diese wieder einatmen.

Aufgrund der kurzen Distanz und wegen des Verdunstens von Teilen des Tröpfchens landen die Viren beim Einatmen aus der Maske direkt in der Lunge und führen so zu Stadium 2 von COVID-19.

Daher reduzieren die Masken zwar die Zahl der Ansteckungen, aber sie erhöhen auch die Zahl der Viren in der Lunge und damit die schweren Verläufe. Nichts anderes habe ich in meiner Studie gezeigt.

Das Lüften

Der wichtigste Schutz gegen COVID-19 ist die Schleimschicht auf unseren Schleimhäuten. Diese besteht aus einer zähflüssigen äußeren Schicht, in der Viren und andere Partikel hängen bleiben, und einer dünnflüssigen inneren Schicht, die durch Bewegung kleiner Härchen in Fluss versetzt wird, um die eingefangenen Partikel abzutransportieren Richtung Speiseröhre.

Wenn diese Schleimschicht zu dünn wird, da zu viel Flüssigkeit verdunstet, dann kommen die Viren aus der oberen Schicht in Kontakt mit den Häärchen und können so in die Zelle eindringen.

Da der Schleim etwa 36°C warm ist, verdunstet er um so schneller, je kälter und trockener die eingeatmete Luft ist. Das ist auch die Hauptursache für die Saisonalität von Viren.

Das ständige Lüften im Winter sorgt nun dafür, dass trockene und kalte Luft von draussen nach drinnen kommt und die Schleimhäute immer trockener werden, und Infektionen so erst zunehmen……

mehr erfahren

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s