Der Trick mit der Beweislastumkehr

Von Ped

Feb 6, 2022 ärztliche Pflicht, Offener Brief, Sascha Rudat, zm online

Gern wird „Corona-Leugnern“ von den Corona-Lügnern Unwissenschaftlichkeit und unethisches Verhalten unterstellt.


Lassen wir diese Unterstellungen nicht einfach so stehen. Vor allem rechtfertigen wir uns nicht ständig für das, was wir tun. Bringen wir keine Gegenbeweise, die das gar nicht sein können. Weil doch die zu widerlegenden Beweise auch keine sind. Vielmehr handelt es sich in der Regel um  unbelegte Behauptungen, kaschiert mit Pseudowissenschaft, oft auch um plumpe Verleumdungen. Beharren wir also auf Belegen.


Ohne diese gibt es nichts zu widerlegen. Kehren wir daher den Druck um, wo immer es nur geht. Die Corona-Lügner sind es schließlich, die sich nicht in der Pflicht sehen, liefern zu müssen. Sie möchten es ihren Opfern aufladen, um sich selbst auf diese Art und Weise bequem aus der Affäre, aus der Verantwortung stehlen zu können.

Und dokumentieren wir das Ganze. Auch deshalb, weil die Verantwortlichen in einer möglichst nahen Zukunft nicht damit durchkommen mögen, dass sie ja mit all dem, was unsere Gesellschaft so tief in die Spaltung trieb, nichts zu tun hätten.

Behalten wir uns also die Aussagen von Funktionsträgern wie dem Chefredakteur der „Zahnärztlichen Mitteilungen“ gut in Erinnerung. Menschen wie er verspielen derzeit ihre Glaubwürdigkeit. Statt ehrlich und respektvoll mit jedem ihnen vertrauenden Arzt (dem Standardleser des Blattes) umzugehen, diffamiert und verleumdet er Menschen, die sich der vorgegebenen, medizinisch völlig unsinnigen Regierungsagenda nicht willenlos unterwerfen. Dabei tritt er nicht mit seinem Namen auf, sondern lässt mit einem Kürzel (ak) signieren, was er als Chefredakteur sehr wohl zu verantworten hat.

Wie gesagt, sollte das die ärztliche Zunft nicht länger so hinnehmen. Vor allem Jene, die nicht in der Spirale der Angst vor einem gefährlichen Virus gefangen sind. Jene Ärzte mit Gewissen, die eine Menge sehr guter, ja dringend notwendiger Fragen zum Sinn und Unsinn der Maßnahmen vorbringen, welche als unter Zwang durchgesetzte Nichtpharmazeutische Intervention, im Regierungssprachgebrauch „Corona-Regeln“ subsumiert werden. Diese medizinisch völlig untauglichen „Regeln“ lauten in erster Linie: antisoziale Distanzierung, Maskenzwang, Testzwang und „Impf“zwang.

Sascha Rudat heißt der verantwortliche Redakteur jenes Artikels, welcher am 1. Februar auf der Online-Plattform der „Zahnärztlichen Mitteilungen“ (ZM Online) erschien. Der Text titelte mit „Querdenker-Partei macht mobil – So versucht »dieBasis« Ärzte vom Impfen abzuhalten“ (1).

Ein mutiger Arzt versuchte daraufhin keinesfalls das Gegenteil dieser Behauptungen aufzustellen. Sondern er fragte einfach nach, nach Quellen, nach der Beweiskraft, der Evidenz. Er drängte schlicht auf Wahrhaftigkeit. Ganz nebenbei — und vorrangig vielleicht gar nicht beabsichtigt — prüfte er dabei die fachliche Kompetenz des Chefredakteurs, der ja immerhin ein medizinisches Fachblatt betreut.

Da solche Fragen in der Regel weder Veröffentlichung noch Beantwortung finden, dokumentieren wir diese. Ähnliche Fragen sollten übrigens von uns allen zwingend gestellt werden, wenn wir von Ämtern, Behörden, Funktionsträgern etc. disziplinierend angemahnt werden, unsinnige, ja gesundheitsgefährdende Maßnahmen an uns selbst oder anderen umzusetzen.


Redaktion „Zahnärztliche Mitteilungen“
Chausseestraße 13
D-10115 Berlin

Herrn Chefredakteur Sascha Rudat

Offener Brief an den Chefredakteur der „Zahnärztlichen Mitteilungen“ Sascha Rudat

Sehr geehrter Herr Rudat,

in der Ausgabe der ZM 03/2022, S. 16 ist der Artikel „Querdenker-Partei macht mobil So versucht dieBasis Ärzte vom Impfen abzuhalten“ zu finden.
Da kein Autor des Artikels ausgewiesen ist, gehe ich davon aus, daß Sie für den Inhalt verantwortlich zeichnen.

siehe: https://www.zm-online.de/archiv/2022/03/politik/so-versucht-diebasis-aerzte-vom-impfen-abzuhalten/

Zunächst möchte ich feststellen, daß Sie eingangs sich in diesem Artikel auf ein Schreiben der Partei dieBasis beziehen, welches erstmalig am 22.11.2021 an ca. 300 Ärzte in der Region Bamberg verschickt worden sein soll. Sie behaupten des weiteren, daß sich im Inhalt „fragwürdige und falsche Aussagen über die Pandemie …“ finden würden, des weiteren, daß die „Behauptungen mit unseriösen Quellen ,belegt ́ würden …“.

Leider belassen Sie es in Ihrem Artikel bei diesen Ihren persönlichen Einschätzungen ohne Quellenangabe für den Leser, was Voraussetzung für dessen eigene Meinungsbildung wäre; durch Nichtnennung der Quelle wird dem Leser zugleich verwehrt, die von Ihnen erwähnten Quellen, welche dem Brief beigefügt seien, zu prüfen (a1).

Ich habe dazu an Sie folgende Fragen:

Meinen Sie vermutlich Inhalte der folgenden Quelle?

Falls ja, welche darin enthaltenen Aussagen sind falsch bzw. nicht belegt mit offiziellen Angaben des Paul-Ehrlich-Institutes?

Was ist an der Aussage einer Rechtsanwältin falsch, die Ärzte an ihre Aufklärungspflicht erinnert?

Ist Ihnen nicht bekannt, daß mangelhafte Aufklärung die Einwilligung des Patienten zu einem Eingriff rechtlich unwirksam werden läßt?

Ist Ihnen nicht bekannt, daß die Aufklärung auch seltene Risiken umfassen muß, insbesondere dann, wenn es sich um eine neuartige Behandlungsmethode handelt?

Von wievielen Schadenersatzprozessen haben Sie Kenntnis, welche im Sinne des klagenden Patienten ausgegangen sind auf der Grundlage nicht erfolgter oder mangelhafter Aufklärung?

Sie schreiben in Ihrem Artikel, Bundesärztekammerpräsident Dr. Klaus Reinhardt erklärte, die Ärzte seien über die zugelassenen Impfstoffe wie auch über Impfnebenwirkungen und Haftungsfragen informiert.

Dazu habe ich folgende Fragen:

Ist Ihnen nicht bekannt, daß alle Coronaimpfstoffe in der BRD eine lediglich bedingte Zulassung haben?

siehe: https://www.pei.de/SharedDocs/FAQs/DE/coronavirus/zulassungsprozesse-impfstoff/4-coronavirus-was-ist-bedingte-zulassung.html

Ist Ihnen nicht bekannt, daß damit jeder Impfling automatisch an einer Phase-III-Studie der Impfstoffentwicklung teilnimmt und über diesen Sachverhalt vorab aufzuklären ist?

Ist Ihnen nicht bekannt, daß gemäß den Prinzipien des Nürnberger Kodex ́ von 1947 kein Versuch am Menschen gegen dessen erklärten Willen vorgenommen werden darf?

siehe: https://dg-pflegewissenschaft.de/wp-content/uploads/2017/05/NuernbergKodex.pdf

Ist Ihnen nicht bekannt, daß für alle in der BRD bedingt zugelassenen Coronaimpfstoffe Rote-Hand-Briefe existieren?

siehe: https://www.pei.de/DE/newsroom/veroffentlichungen-arzneimittel/rote-hand-briefe/rote-hand-briefe-node.html

Ist Ihnen bekannt, wie Ärzte in solchen Fällen bei Verordnung solcher Substanzen verfahren müssen?

Zuletzt bezichtigen Sie in Ihrem Artikel Sucharit Bhakdi der „Verbreitung von Falschinformationen“. Sie zitieren hierbei Hendrik Streeck in der Sendung bei Markus Lanz am 6.1.2022, der dort gesagt habe, was er [Sucharit Bhakdi] vertritt, sei wissenschaftlich nicht belegt.

Können Sie eine oder mehrere angebliche Falschaussagen von Sucharit Bhakdi anhand wissenschaftlicher Studien bzw. anderer wissenschaftlicher Quellen als solche zweifelsfrei identifizieren?

Was genau beabsichtigen Sie mit Ihrer Aufforderung am Ende des Artikels, Zahnärzte, die einen solchen Brief bekommen haben, mögen sich an die „ZM“ wenden?

Abschließend: Auf Seite 114 derselben Ausgabe ZM findet man einen diesmal mit Quelle belegten Artikel mit der Aussage, „wir“ würden Maskenträger attraktiver finden.

Glauben Sie das wirklich?

Benötigen „wir“ politische Vorgaben für Schönheit und Attraktivität? (Kleiner Hinweis: Im zitierten Artikel geht es um den Vergleich (sic!) verschiedener Gesichtsbedeckungen.)

siehe Ihr Link: „The beauty of occlusion: medical masks increase facial attractiveness more than other facial coverings. Cogn. Research 7, 1 (2022).“
https://doi.org/10.1186/s41235-021-00351-9

In Erwartung einer baldigen Antwort verbleibe ich mit freundlichen Grüßen,
Dr. med. Steffen Duck


Danke, Steffen Duck.

Einer Veröffentlichung von Reaktionen jeglicher Art auf diesen offenen Brief stehe ich aufgeschlossen gegenüber. Das gilt auch für den Fall, dass direkter Druck und Schikanen von Behörden, genauer gesagt den Funktionsträgern in diesen Behörden auf Ärzte ausgeübt wird. Auf Ärzte, die sich dem hippokratischen Eid und damit ihren Patienten tatsächlich verpflichtet fühlen. Sich als Arzt für „Impf“-Propaganda und medizinische Sinnlosmaßnahmen missbrauchen zu lassen, gehört nicht dazu.

Aber auch kritiklos, weil bequem ausführende, weitgehend in der Anonymität versteckte Beamte sollten nicht weiter die Möglichkeit auskosten dürfen, unerkannt aus der Deckung der Behörde heraus zu agieren. Dabei bequem den gehorsamen Diener nach oben wie Herren nach unten spielend.

Bitte bleiben Sie schön achtsam und werden Sie mutig, liebe Mitmenschen.


Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen – insbesondere der deutlich sichtbaren Verlinkung zum Blog des Autors – kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei internen Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.

(a1) dieBasis gibt einerseits Pressemitteilungen auf ihrer Webseite heraus und leitet diese andererseits über Mailverteiler weiter, aus denen man sich jederzeit austragen kann. Eine ähnlich geartete, wie die von zm online angedeutete, war auf der Plattform von dieBasis (siehe https://diebasis-partei.de/aktuelles/) nicht auffindbar. Möglich, dass der zm-Redakteur hier einer Verwechslung von dieBasis mit einer der vielen regionalen Querdenken-Initiativen unterlag.

(1) 01.02.2022; zm online; ak; So versucht „dieBasis“ Ärzte vom Impfen abzuhalten; https://www.zm-online.de/archiv/2022/03/politik/so-versucht-diebasis-aerzte-vom-impfen-abzuhalten/

(Titelbild) Tür, Frage, Licht, Ungewissheit; Autor: qimono (Pixabay); 12.08.2016; https://pixabay.com/illustrations/door-open-doorway-entrance-1590024/; Lizenz: Pixabay License

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