Bekannte Muster

Von Ped

Feb 4, 2022 Andrea Schawe, Medienkritik, Offener Brief, Sächsische Zeitung, Stephanie Wesely

Wie Medienleute angebliche Fakten zu Meinungsäußerungen umdeuten.


Massenmedien übertrumpften sich in den vergangenen beiden Jahren mit Meldungen von überfüllten Krankenhäusern, massenweise erkrankten „Ungeimpften“ und einer Überlastung der Intensivstationen. Gar suggerierten sie ihrem Publikum eine „Pandemie der Ungeimpften“. Und regelmäßig stellte sich heraus, dass die dazu gemeldeten Fakten verdreht, aus dem Kontext entwendet oder auch schlicht und einfach Erlogene waren. Was dabei auffällt, ist die ständige, grobe Verletzung eines ehernen Prinzips von Journalismus: Die saubere, klare Trennung von Fakten und Meinungsäußerungen, und bei letzterem eine ausgewogene Publizierung der unterschiedlichen Sichten.


Konfrontiert man Redakteure und Journalisten mit deren Falschinformationen, versandet der Diskurs erstaunlich oft mit der Behauptung, es handele sich ja um Meinungsäußerungen und jeder könnte schließlich seine eigene vertreten. In gleicher Weise werden regelmäßig an prominenter Stelle Meinungsäußerungen veröffentlicht, welche den Menschen Sachverhalte suggerieren, die so nicht der Wirklichkeit entsprechen. Besonders kritisch ist das zu betrachten, wenn damit die eh schon geschaffenen Spaltungen innerhalb unserer Gesellschaft nochmals vertieft werden.

„Die Pandemie der Ungeimpften“ wurde in erster Linie dadurch überhaupt zum „diskutierten Thema“, weil diese seitens der Massenmedien in ständiger Wiederholung als vermeintlich erwiesene Tatsache den Menschen regelrecht eingeimpft wurde. Gibt man sich mit dieser Propaganda nicht zufrieden und fragt nach belastbaren Quellen, dann wird es bei der Masse der Medienleute recht schnell dünn, sehr dünn sogar.

Ein Leser des Blogs hat mir freundlicherweise einen Kommunikationsfaden mit einer Journalistin der Sächsischen Zeitung, einem der größten deutschen Regionalblätter zukommen lassen und gern veröffentliche und kommentiere ich selbigen hier. Die erste Nachfrage des Lesers an das Massenblatt, getätigt im November 2021 muss nicht groß erläutert werden:

„Sent: Friday, November 12, 2021 12:47 AM

Subject: Ihr Artikel auf der Titelseite

Sehr geehrte Frau Schawe,

in Ihrem Kommentar auf der Titelseite der SZ (11.11.2021) versuchen Sie — zeitgleich mit anderen — den Glauben an die „Pandemie der Ungeimpften“ zu verbreiten und zu verfestigen.

Könnten Sie mir bitte validierbare Quellen für Ihre Behauptungen zur Verfügung stellen, dass die 85 bis 90 Prozent der auf Intensivstationen Behandeltenden ungeimpft seien?

Haben Sie generell belastbare Quellen, die es ermöglichen, die Quote der Geimpften und der Ungeimpften in Behandlung — nicht nur auf Intensivstationen — zu ermitteln?

Es ist mit bewusst, dass in einer Kommentarspalte kaum Raum für eine Quellenangabe sein dürfte. Aber auf Nachfrage sollte das ja kein Problem sein.

Vielen Dank
J. Heller, Dresden“

Der Leser stellte gewissermaßen Standardfragen. Er wollte Belege zu den Behauptungen geliefert bekommen. Behauptungen die ausgenutzt werden, um moralisierende Wertungen, vor allem Abwertungen in den Raum zu stellen. Diese Beeinflussung des Publikums, basierend auf vermeintlichen Fakten und verbrämt als Meinungsäußerungen, möchte Ressentiments schüren und bestimmte Verhaltensweisen erzwingen. Die Vorwürfe, die mit den Behauptungen verbunden werden, sind ungeheuerlich. Unterstellt man doch so den Angegriffenen charakterliche Verwahrlosung und eine damit verbundene Gefährdung ihrer Mitmenschen.

Wer als Journalist so handelt, erfüllt ohne Zweifel die Rolle eines Hetzers. Das ist aus meiner Sicht ein Straftatbestand. Das Problem, dass sich dabei stellt, liegt im Motiv. Wir wissen nämlich nicht, ob die Hetze aus Opportunismus, Narzismus, Egoismus oder doch nur aus purer Angst, aus der damit einhergehenden Verfasstheit ausgeprägter Hysterie gespeist wird.

Hier die Antwort der Journalistin (Hervorhebungen durch Autor):

„Sehr geehrter Herr Heller,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Ich habe mich in dem Kommentar auf eine Recherche meiner Kollegin bezogen: https://www.saechsische.de/coronavirus/90-prozent-der-corona-intensivpatienten-in-sachsen-ungeimpft-5563763-plus.html

Sie hat stichprobenartig in zehn von 71 sächsischen Kliniken angerufen und die Zahl der Bettenbelegung auf Intensiv- und Normalstationen sowie den Impfstatus der Patienten erfragt. Diese Daten erfassen die meisten Krankenhäuser ohnehin täglich.

Auf den Intensivstationen lagen zwischen 13 und 24 Coronapatienten, je nach Klinikgröße. Zwischen einem und drei Patienten waren dort vollständig geimpft. Von diesen Patienten hatten zwei eine Blutkrebserkrankung, wodurch das Immunsystem geschwächt ist, einer war organtransplantiert, andere hatten schwere Herz-Kreislauf-Vorerkrankungen oder Lungenerkrankungen – oft auch infolge ihres höheren Alters.

Allerdings haben wir schon mehrfach die verantwortlichen Ärzte in den Kliniken zu Wort kommen lassen, hier eine Auswahl:

[Quelle 1]: https://www.saechsische.de/coronavirus/coronacast-intensivstation-uniklinik-dresden-ungeimpfte-geimpfte-corona-peter-spieth-5567412.html

[Quelle 2]: https://www.saechsische.de/coronavirus/corona-dresden-lage-kliniken-patienten-ueberlastungsstufe-5564866-plus.html

[Quelle 3]: https://www.saechsische.de/coronavirus/dresdner-uniklinik-chef-lassen-sie-sich-impfen-5566932-plus.html

Freundliche Grüße,

Andrea Schawe
Redakteurin Politik/Sachsen“

Es ist wichtig, die grundlegenden, die ganz tief liegenden Manipulationen immer wieder in das helle Scheinwerferlicht zu zerren:

Auf den Intensivstationen lagen überhaupt keine Coronapatienten, welche diesen Status über ein geeignetes Testverfahren plus Diagnose verliehen bekommen hätten. Die Zählung dieser Kategorie von Patienten basierte einzig und allein aus sogenannten Testpositiven. Und es ist nun einmal so, dass keine der bekannten Testmethoden in irgendeiner Weise Corona nachweist.

Dort oben drauf kommt die Lüge, dass man im Jahre 2021 seriöse Erfassungen durchgeführt hätte, aus denen hervorgegangen wäre, welcher Patient „geimpft“ und welcher es nicht war. „Die Pandemie der Ungeimpften“ war von Beginn an lanciert, aber vor allem war sie erstunken und erlogen. Alle von der Journalistin genannten Quellen bringen Eines nimmer: seriöse, prüfbare Fakten.

Dafür wird der Leser in allen drei verlinkten Beiträgen mit hochemotionaler Berichterstattung bombardiert. Diese Berichterstattung lässt ihn völlig im Unklaren, wie die „Corona-Fälle“ und der Status „ungeimpfter“ Intensivpatienten erfasst wurde. Da kann es auch nicht ausbleiben, dass völlig der Kontext augeblendet wird, der darüber informiert, dass die großen Kliniken im Grunde immer, das ganze Jahr über hinweg, gut bis sehr gut ausgelastet sind. Was den Bilanzen dieser wie Unternehmen der Wirtschaft agierenden Einrichtungen finanziell zugute kommt. Auch erfährt der interessierte Leser nicht, dass sowohl aktiv betriebene Intensivbetten wie auch die Notfallreserve seit über 19 Monaten stetig abgebaut werden. Er erfährt damit nicht, dass der Mangel an Betten und Personal ein Hausgemachter ist, keiner der durch „ein neuartiges Virus“ verursacht worden wäre.

Dafür bekommt der Rezipient etwas ganz anderes geliefert: Seine tägliche Portion Angst. Die Angst, die ihn daran hindert, zu reflektieren, zu hinterfragen, kritisch zu werden. Und die Redakteurin, was ist mir ihr? Sie lebt in eben dieser Angst, so scheint es mir und deshalb lechzt sie auch nach der Bestätigung. Sie lebt im Bestätigungsfehler (neudeutsch Confirmation Bias) und liest den Angefragten die eigenen Ängste regelrecht von den Lippen ab. Und so bestärken sie sich wohl in den Massenmedien gegenseitig. Sie klopfen sich auf die Schultern und fühlen sich vereint in ihrer Angst, auch weil sie innerhalb dieser Angstblase glauben, ihrer Verantwortung entfliehen zu können.

Wie auch immer. Der Leser hatte eine der als Argument genutzten Lügen erkannt und damit gab er sich nicht zufrieden. Ebenso hatte er gut die propagandistische Ausrichtung der als Argumentationshilfe genutzten verlinkten Beiträge aufgedeckt. Die Redakteurin bekam somit erneut Post (Hervorhebungen durch Autor):

„Sent: Saturday, November 27, 2021 1:22 AM
Subject: Re: Ihr Artikel auf der Titelseite

Hallo Frau Schawe,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Leider ist die Recherche Ihrer Kollegin schwer nachzuvollziehen, da sie auf keinen offiziell erfassten Daten fußt. Wäre es möglich, zu erfahren, welche Kliniken angefragt wurden? Gibt es hier von Ihnen kontaktierte Ansprechpartner?

Eine weitere Frage noch: Haben Sie da telefonisch nachgefragt oder haben Sie die Daten anderweitig erhalten?

Die weiteren von Ihnen publizierten Links haben mit dem betreffenden Artikel nur wenig zu tun, unterstreichen aber Ihre Absicht.

Wäre es nicht ein wenig mehr Journalismus, [statt dessen] die Frage zu stellen, warum in der angeblich schwersten Pandemie der Geschichte ein Viertel der Intensivbetten seit anderhalb Jahren in Sachsen nicht mehr zur Verfügung steht?

Interessiert an einer Antwort
J. Heller, Dresden“

Der Corona-Betrug manifestiert sich vielschichtig und das macht ihn schwer durchschaubar. Seien wir uns daher bewusst, dass auch dann, wenn es sich um offiziell erfasste Daten gehandelt hätte, wir lediglich von Testergebnissen sprechen würden, deren Herbeiführung nicht standardisiert und deren zugrundeliegende technische Methode für vorgegebenen Zweck völlig ungeeignet ist.

Behalten also wir also stets im Hinterkopf, dass keiner der angewandten Tests jemals das „neuartige Virus“ erkannt hätte.

Die nunmehrige Antwort der Journalistin ist eine Offenbarung von Hilflosigkeit, zumal sie vor dem Austausch mit dem Leser wohl nicht im Traum darauf gekommen war, das Wie der „Datenerfassung“ seitens der Kollegin zu erfahren:

„—– Antwort —–
Sehr geehrter Herr Heller,

ich kann Ihnen leider nicht sagen wie meine Kollegin das recherchiert hat. Das RKI gibt aber auch eine Zahlen zu den Hospitalisierungen nach Impfstatus heraus.

[siehe:] https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Daten/Inzidenz_Impfstatus.html

Über die fehlenden Intensivbetten in Sachsen haben wir berichtet,

u.a. hier: https://www.saechsische.de/coronavirus/sachsen-covid-intensivbetten-verlegung-personal-fehlt-5574473-plus.html

Freundliche Grüße,

Andrea Schawe
Redakteurin Politik/Sachsen“

Erneut griff die Journalistin zu einer emotionalen Krücke, in dem sie auf einen weiteren Artikel aus dem eigenen Haus verwies. Der befasst sich tatsächlich mit den wirtschaftlichen und finanziellen Ursachen des Schwindens von Intensivbetten, freilich ohne klar festzustellen, warum es dazu kam. Aber was will die Frau noch tun? Sie windet sich und verweist in ihrer Not auf das Robert-Koch-Institut (RKI). Allerdings hatte der Leser danach ja überhaupt nicht gefragt. So gesehen, führte Frau Schawe ein Strohmannargument aufs Feld, um sich vor der Beantwortung der ursächlichen Fragen zu drücken. Der Leser war sich dessen möglicherweise nicht bewusst. Er nagelte die Journalistin nicht fest.

„—– Original Message —–
From:
To:
Sent: Tuesday, December 14, 2021 10:50 PM
Subject: Re: Ihr Artikel auf der Titelseite

Hallo Frau Schawe,

leider bleibt mit dem ersten Satz der Vorwurf der Subjektivität unverrückbar bestehen.

Weiter: Das RKI erfasst zwar inzwischen den Impfstatus der Hospitalisierten, aber zum Zeitpunkt Ihres Beitrages kann davon noch keine Rede sein,

siehe: https://www.tagesschau.de/inland/impfquote-coronapatienten-101.html

Dazu kommt, dass die Lücke zwischen bekanntem und nicht bekanntem Status immer weiter auseinander klafft — es werden eben nicht immer mehr Daten hierzu erfasst,

siehe: https://m.youtube.com/watch?v=zzTsY6h-B90

Der Verweis über fehlende Intensivbetten ist erstens hinter der Bezahlschranke und zweitens sachlich nicht korrekt.

Wenn Sie sich die Zeitreihen des DIVI genau ansehen, werden Sie erkennen, dass die Notfallreserve keineswegs aufgebaut wurde, sondern parallel zu den Intensivbetten gesunken ist,

siehe: https://datawrapper.dwcdn.net/N2BjE/324/

Nutzt man die offiziellen Daten, kann man sehr genau ermitteln, dass die Anzahl der verfügbaren Intensivbetten in Sachsen von ca. 1.700 (Mai 2020) auf nunmehr 1.300 (derzeit leicht steigend) heruntergefahren wurde, ohne dass es irgendwo ein Korrektiv gab. Das ist fast ein Viertel der Gesamtkapazität in wenig mehr als einem Jahr. In einer sogenannten Pandemie! (Ich erwähnte das bereits im früheren Austausch.)

Auf Ihre Erklärungen warte ich gespannt.

Viele Grüße
J. Heller“

Einen Artikel, welcher sich hinter einer Bezahlschranke befindet, als Quelle zu bewerben, ist schon ein starkes Stück. Schließlich wird der kritisch Nachfragende genötigt, die Information die als Basis für Corona-Propaganda benutzt wird, käuflich zu erwerben. Schaute die SZ-Redakteurin überhaupt auf solche Details oder tat sie das bewusst? Im Internet-Archiv lässt sich der Artikel aber, wenn auch mit Hürden, einsehen,

siehe: https://web.archive.org/web/20211126173959/https://www.saechsische.de/coronavirus/sachsen-covid-intensivbetten-verlegung-personal-fehlt-5574473-plus.html

Ahnen Sie, liebe Leser, was nun geschah?

Die Journalistin war den Argumenten des Lesers in keiner Weise gewachsen, inzwischen nur noch überfordert und hilflos und so begab sie sich auf den kompletten Rückzug. Dieser Art Ausstieg, ohne je die ursächliche Frage beantwortet zu haben, bin ich bei den Redakteuren und Journalisten öffentlich-rechtlicher Sender auch und bereits mehrfach begegnet:

„—– Antwort —–
Sehr geehrter Herr Heller,

ich bin Ihren Fragen nicht ausgewichen und ich habe auch zwei Mal auf Ihre Mails geantwortet. Ich habe Ihnen auch andere Quelle für meine Aussage geschickt. Wenn Sie nähere Informationen zu der Recherche der Kollegin wissen wollen, müssten Sie sich an die Kollegin wenden.

Offensichtlich sind wir anderer Meinung, was die Tatsachen betrifft. Dabei würde ich es gern belassen. Sie können mit dem Emailverkehr machen, was Sie wollen.

Freundliche Grüße,

Andrea Schawe
Redakteurin Politik/Sachsen
—– Original Message —–„

An dieser Stelle beendete der Leser die Konversation, nicht ohne zuvor das Geschehene noch einmal in einer Analyse zusammenzufassen — und die hat es in sich:

„From:
To:
Sent: Thursday, January 27, 2022 11:25 PM
Subject: Re: Ihr Artikel auf der Titelseite

Sehr geehrte Frau Schawe,

keine Sorge – dies ist meine letzte Mitteilung an Sie. Gleichwohl halte ich sie für dringend nötig.

Zu Ihrer Antwort: Selbstredend sind Sie meinen Fragen ausgewichen!

Sie mögen zweimal auf meine Mails geantwortet haben, aber Sie haben keine meiner Fragen mit irgendeinem belastbaren Fakt beantwortet. Die Links, die Sie beigesteuert haben, waren entweder aus Ihrem eigenen Haus und somit subjektiv (3 x SZ) oder nachweislich falsch (1 x RKI, 1 x SZ) – ich habe mich hingegen ausschließlich auf offiziell zugängliche Quellen gestützt.

Interessant ist freilich, was Sie im Anschluss kundtun: Sie sind „anderer Meinung, was die Tatsachen betrifft.“

Das ist doppelt interessant: Erstens kann man, wenn man von Tatsachen spricht, rein logisch kaum unterschiedlicher Meinung sein. Man kann allerdings Teile der Tatsachen ignorieren/verdrängen, wenn sie einem nicht genehm sind. Ich fürchte, das muss ich Ihnen vorwerfen, sonst hätten Sie mich ohne Probleme mit Fakten entkräften können.

Zweitens: Ich hatte im Vorfeld meines Diskursversuches bereits fest darauf spekuliert, dass Sie irgendwann ohne einen erkennbaren Grund die Korrespondenz abwürgen werden. Und ich habe recht behalten. In bemerkenswerter Offenheit teilen Sie als Grund mit, sie wären anderer Meinung. Das ist sehr informativ, denn es lässt darauf schließen, dass Sie Ihre Meinung über erkennbare Fakten stellen. (Ich würde das eher als Glauben bezeichnen.)

Weit mehr wird aber dadurch offensichlich, dass Sie einer neutralen Berichterstattung dadurch kaum mehr verpflichtet sein können – eine Karrikatur des Begriffes Journalismus. Selten habe ich das so offen bestätigt bekommen.

Dafür vielen Dank.

PS: Ich werde die Korrespondenz vermutlich offenlegen, werde Ihren Namen dabei aber aussparen. Das tue ich nicht etwa aus Rücksicht, sondern weil ich fest überzeugt bin, dass Sie bestenfalls ein derzeit übliches Beispiel darstellen.

PPS: Es wäre ein Mindestmaß an Höflichkeit und Souveränität gewesen, die Adresse Ihrer Kollegin Stephanie Wesely mitzuteilen — dank meiner dafür notwendigen Recherche weiß ich nun, dass sie in der Rubrik „Leben und Stil“ beheimatet ist, was ihr zweifellos große Kompetenz auf dem besprochenen Sektor beschert.

Viele Grüße
J. Heller

Am Ende noch: Ich empfehle Ihnen dringend einen Blick auf andere Länder in dieser Welt und auch in Europa. In Dänemark ist man nicht nur willens, alle Beschränkungen zu beseitigen, die Zeitungen dort entschuldigen sich gar noch für ihren schlechten Job. Vielleicht kann dort verlorengegangenes Vertrauen zurückerobert werden. Der Weg kann zur Zeit nur in diese Richtung gehen!“

Man spürt, dass dem kritisch hinterfragenden Leser letztlich die Geduld ausging. Das kann er weiter trainieren. Umso hörbarer muss das Aufatmen von Frau Schawe gewesen sein, freilich hatte sie das nicht verdient. Sie hatte sich aus dem Diskurs gestohlen und das würde ich heute (früher war das anders) nicht mehr abnicken. Doch ansonsten hat Herr Heller wirklich alle Kompetenzen, um Journalisten achtungsvoll so richtig „auf die Nerven zu gehen“. Ohne diesen Druck einer kritischen Kundschaft entleert sich Journalismus allzu schnell seiner Werte im Sinne des Begriffes.

Danke, Herr Heller, dass ich Ihren Austausch an dieser Stelle veröffentlichen konnte.

Nicht zu vergessen: Bleiben Sie bitte schön achtsam, liebe Leser.


Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen – insbesondere der deutlich sichtbaren Verlinkung zum Blog des Autors – kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei internen Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.

(Titelbild) Coronavirus, Fragezeichen; Gerd Altmann (Pixabay); 22.05.2020; https://pixabay.com/de/illustrations/corona-coronavirus-fragen-5205169/; Lizenz: Pixabay License

Veröffentlicht von Huxley

Handwerker, Spaziergänger, Demonstrant, Aktivist "Wir wanken und wir weichen nicht"! Unser Leben vom Kopf wieder auf die Beine zu stellen, dass ist unser Ziel!

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