Antworten an den Verfassungsgerichtshof: die letzten Ausflüchte des Regimes

Chris Veber Wissenschaft 28. Februar 2022 8 Minutes

Nicht einmal mehr die Beamten der Regierung glauben, dass Regime und Corona Narrativ noch lange halten. Die Behördenmitarbeiter weigern sich inzwischen, ihre Korrespondenz namentlich zu zeichnen. Früher wurde der Bürger noch unter Klarnamen angelogen oder mit Ignoranz gestraft. Da ist etwas gekippt.

Von Chris Veber

Selbst Vereine und Unternehmen, die nicht direkt dem Regime unterstehen, verweigern kategorisch jegliche Auskunft.

Dem BASG (Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen) stellte ich ab dem 20.01.22 zu den Nebenwirkungen der Covid Injektionen mehrere Anfragen:

Ich ersuche um Info, wie viele der gemeldeten Todesfälle in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung obduziert wurden. Wenn nicht 100%, warum nicht?

Ich ersuche um Bestätigung, dass JEDE geimpfte Person ab dem Zeitpunkt der ERSTEN Impfung als geimpft gilt, ohne Fristen. Und dass diese Personen nicht nach gewisser Zeit wieder aus der Statistik fallen, sollte nicht nachgeimpft werden.

Ich ersuche um Auskunft, wie hoch die Melderate von Nebenwirkungen eingeschätzt wird. Früher ging man von 5% Melderate aus. Ist dem auch bei Covid so? Warum? Welche Anreize wurden gesetzt, um Nebenwirkungen zu melden? Wird pro Meldung eine Prämie analog zur Impfung bezahlt?

(Anmerkung: 5% Melderate würden über 5200 Tote durch die Covid Spritze bedeuten. Bei 30,- Euro pro Impfung kann ein Arzt, der wenig redet und viel spritzt, ein Monatssalär von bis zu 96.000,- Euro erreichen. Die Meldung der Nebenwirkungen hingegen ist aufwändig und wird nicht entgolten, da unerwünscht. Die Folgen sind klar. Viele Spritzen, wenige Meldungen.)

Ich ersuche um Information, welche Programme existieren, um die unter Geimpften auftretenden Gesundheitsprobleme/Sterbefälle mit den unter Nicht-Geimpften auftretenden Gesundheitsproblemen/Sterbefällen zu vergleichen.

(Auch das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Die Folgen einer Injektion an einer ungespritzten Kontrollgruppe zu überprüfen war bis jetzt wissenschaftlicher Standard und eine Voraussetzung für die Erlangung einer Zulassung.)

Das BASG antwortete anonym mit einem nichtssagenden Hinweis auf die eigene Homepage und dem Verweis auf die eigene Unzuständigkeit. Ich möge bei den Gesundheitsbehörden nachfragen. Gesagt, getan. Die Tiroler Gesundheitslandesrätin Leja spielte den Ball ans BASG zurück (Gesundheitsminister Mückstein beantwortet seit Amtsantritt keine Anfragen). Das BASG verweigerte weiterhin anonym jede Antwort, die namentliche Nennung eines Ansprechpartners wurde trotz Nachfrage unterlassen. Die Cosa Nostra wäre stolz auf soviel Verschwiegenheit.

Schweigen auch bei Rettungsdiensten

Aber nicht nur bei den Gesundheitsbehörden herrscht die totale Omerta. Auch Rettungsdienste sind schweigsam in Zeiten der Corona „Pandemie“ und der Masseninjektionen mit nicht regulär zugelassenen Substanzen (nein, die Injektionen sind immer noch nicht zugelassen).

Am 28.12.2021 wollte ich von den großen Rettungsdiensten wissen, wie sich die Einsatzzahlen in den Jahren 2019-2021 entwickelt haben und ob es eine Änderung bei den Einsatzursachen gab (Unfälle, Herzinfarkte, Suizide, …). Der Grund meiner Anfrage war die subjektive Wahrnehmung, alle drei Minuten einen Krankenwagen im Einsatz zu hören. Das wollte ich nachprüfen. Doch auch hier, entsetzt dröhnendes Schweigen. Ein Teil der Rettungsdienste antwortete nicht. Ein Teil, wie u.a. das Rote Kreuz Tirol, fragte nach wofür ich das wissen will. Und schwieg dann. Der dritte Teil, wie z.Bsp. der Samariterbund, sagte, er habe keine Zahlen. Was für Unternehmen, die nach Einsätzen abrechnen, doch sehr verwunderlich ist. Auch hier, totale Omerta.

Sterbezahlen

Der Grund für das absolute Schweigen, für das Verweigern der namentlichen Unterschrift, dürfte in den Sterbezahlen von 2021 zu finden sein. Niemand will mit den Covid „Maßnahmen“ oder der Covid „Impfung“ in Verbindung gebracht werden, weil den handelnden Personen die Folgen der Injektionen dramatisch bewusst sind.

In 36 der ersten 45 Kalenderwochen des Jahres 2021 starben bis zu 22,10% mehr Menschen als im ersten „Pandemie“jahr (Quelle: Statistik Austria).

Nochmal. Im Jahr 2020, dem Jahr des unmutierten „gefährlichsten“ Virus, dem die Bevölkerung ungeimpft gegenüberstand, starben in 36 von 45 Wochen bis zu 22,10% WENIGER Menschen als im Jahr 2021, dem Jahr der Injektionen und der weniger „schädlichen“ Delta-Variante (zur Erinnerung: Viren mutieren zwecks größerer Verbreitung Richtung Harmlosigkeit).

Woher kommt diese Übersterblichkeit? Die Regierung weiß es, die „Experten“ der Regierung wissen es, die meisten am Regime Beteiligten oder davon Profitierenden wissen es. Die Verantwortlichen in der Pharmamafia wissen es.

Die Injektionen sind das Tödlichste, was die Pharmaindustrie jemals entwickelt hat. Sie führen nicht nur zu Erkrankungen des Herzens bis hin zum „plötzlichen und unerwarteten“ Tod. Sie schädigen das Immunsystem dermaßen, das sich inzwischen der Begriff „V-AIDS“ (Vaccine Aquired Immune Deficiency Syndrome) eingebürgert hat. Geimpfte, je öfter geimpft umso heftiger betroffen, sind anfälliger für Autoimmunerkrankungen und Krebs. Sie sind wehrloser gegenüber anderen Viren und Bakterien. Sie erkranken häufiger und schwerer an Covid.

Das ist Fakt. Dazu gibts massenweise Studien. Darum ist der BioNTech Aktienkurs im Keller. Darum warnt Pfizer seine Aktionäre vor ungünstigen Sicherheitsdaten. Die Injektionen sind nicht nur nutzlos. Sie sind schwerstens schädigend. Die Herztoten sehen wir jetzt, die Folgen von V-AIDS werden sich überwiegend erst in den nächsten Jahren in voller Härte zeigen. Und die Konsequenzen der dauerhaften Veränderung des menschlichen Genoms durch die Injektion, die am 25.02.22 von Markus Alden et al an der Universität Lund in Malmö nachgewiesen wurde, sind da noch nicht ansatzweise abzuschätzen.

Der einzige Grund, dass 2021 nicht ein völliges Desaster wurde und sogar geringfügig weniger Menschen starben als 2020, liegt an Omikron. Omikron ist nicht Alpha, Omikron ist nicht Delta, Omikron ist keine Grippe. Omikron ist der harmloseste Männerschnupfen seit Menschen niesen und führte ab der Kalenderwoche 46 zu einer seitdem anhaltenden Untersterblichkeit gegenüber 2020 von bis zu 21,80 Prozent. Also, die Regierungs“maßnahmen“ führten zu einer dramatisch gestiegenen Sterblichkeit, nur Omikron schaffte es durch seine absolute Gefahrlosigkeit die Zahl der Toten doch noch zu senken. Und nebenbei die Bevölkerung zu immunisieren. Wir sollten unseren Gesundheitsminister absetzen und Omikron seinen Job machen lassen. Außer der Pharmamafia würden alle profitieren.

Die Schutzbehauptungen der Regierung gegenüber dem VfGH

Diesen Fakten gegenüber steht die an den Haaren (pardon, an den Modellen) herbeigezogene Verteidigungslinie der Regierung. Ihre Antwort auf die hochnotpeinlichen Fragen des Verfassungsgerichtshofes an die Regierung nach den Rechtfertigungen der Corona „Maßnahmen“ besteht aus 57 Seiten Schutzbehauptungen (der juristisch korrekte Ausdruck für Lügen vorm Strafgericht). Glatte Unwahrheiten, wie die Behauptung, entgegen den WHO Richtlinien würden nicht alle positiv auf Covid getesteten Verstorbenen als „Covid Tote“ gezählt, wechseln sich ab mit dem Eingeständnis des eigenen Versagens. „Die Versorgung von SARS-CoV-2 Infizierten ist ungleich
personalintensiver und bindet ungleich mehr Ressourcen als der Regelbetrieb. (S.8) “ Im Klartext, hätte die Regierung keine „Maßnahmen“ verhängt, wären die Spitäler weniger gefordert gewesen.

Auch die beliebten Modellrechner kommen zum Einsatz. Trotz des nachgewiesenen Versagens aller Covid Prognosen und der nicht validierten Modelle schreibt die Regierung zur Rechtfertigung von Maskenpflichten „Wissenschaftler:innen am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation ermittelten anhand einer Modellrechnung das Infektionsrisiko … Anhand konservativer Berechnungen konnte dabei für unterschiedliche Szenarien zum Infektionsrisiko Folgendes gezeigt werden: Tragen sowohl die infektiöse als auch die nicht-infizierte Person gut sitzende FFP2-Masken in einem Innenraum, beträgt das maximale Ansteckungsrisiko nach 20 Minuten selbst auf kurze Distanz nur 0,1 % jenes Risikos, das besteht, wenn beide keine Maske tragen. (S.24)“

Was die Regierung hingegen scheut wie der Korrupte die Kontenöffnung, sind Vergleiche mit Kontrollgruppen. Die einzig verlässliche Methode um Modellrechnungen und Theorien zu verifizieren oder zu widerlegen sind Vergleiche mit Menschen und Staaten die diesen Modellen und Theorien zuwider handeln. In Schweden ist seit Beginn der „Pandemie“ einer von 603,78 Menschen an/mit Covid verstorben. In Österreich einer von 603,03. Schweden behielt seine Freiheiten und ließ die Kinder in Frieden. Das Spiel lässt sich mit allen Ländern und Maßnahmen spielen. Es ist anhand der „Fallzahlen“ und an/mit Covid Verstorbenen kein positiver Einfluss von „Maßnahmen“ oder der Impfquote auf die Entwicklung der „Pandemie“ nachzuweisen.

Das wird teils auch von der Regierung eingeräumt, wenn sie darauf hinweist, dass „die zitierten Studien großteils unter Laborbedingungen durchgeführt wurden oder theoretische Analysen darstellen (S.25)“. Die Wirklichkeit also anders aussieht.

Bei besonders kritischen Fragen wie der nach der absoluten Risikoreduktion durch die Injektionen verweigert die Regierung gleich ganz die Antwort und erwähnt das Wort „absolute Risikoreduktion“ mit keiner Silbe (S.29). Statt dessen wird die Propaganda der Pharmamafia wiedergekäut.

Unter all den inzwischen eindeutig widerlegten Falschbehauptungen (Stichwort Pandemie der Ungeimpften, mit der der Lockdown für Ungeimpfte begründet wurde, S.50), den manipulierten Zahlen (Hospitalsabrechnungen von „Covid“ Patienten), den Modellrechnern und den theoretischen Studien unter Laborbedingungen sind aber ein oder zwei Punkte, beziehungsweise deren Fehlen, durchaus bemerkenswert.

Teilweise belastet die Regierung sich in ihrer Propagandaschrift selbst. Bis zum 04.02.2022, binnen 2 Jahren tödlichster Pandemie, sind laut Antwort an den VfGH nur 5 Menschen unter 15 Jahren an/mit Covid gestorben (S.11+12). Die Impfung von Kindern/Patienten ohne jeden Eigennutzen ist verboten und ein Verbrechen im Wortsinn.

Die Frage nach der nicht Corona bedingten Übersterblichkeit im Jahr 2021 versucht die Regierung mit einer trotzigen Verweigerung der Wirklichkeit beiseite zu wischen („die Übersterblichkeit für 2021 lässt sich zur Gänze durch COVID-19 Todesfälle erklären“ S.54)

(Wer die gesamten 57 Seiten im Original lesen will: Gesundheitsministerium Antwort an VfGh)

Ob die Regierung mit dieser doch sehr verschwurbelten, frei postulierten, willkürlich modellierten (um nicht zu sagen, an den Haaren herbeigezogenen) 57 Seiten langen Antwort die Prüfung ihrer Gesetze und Verordnungen übersteht, von Lockdown über Maskenpflicht bis zum Impfzwang, ist meiner Ansicht nach fraglich. Das laute Schweigen der Verantwortlichen und Mittäter lässt auf eine tiefe Verunsicherung schließen.

Aber nicht nur der VfGH sät Furcht unter den Betreibern und Profiteuren des ewigen Ausnahmezustandes. Auch die Rache des Wählers könnte schneller als gedacht das Corona Regime beenden. Umfragen in Zeitungen wie „heute“ bestätigen in schöner Regelmäßigkeit, dass über 80% der Bevölkerung die Zwangsspritze ablehnen. In Tirol fanden an diesem Wochenende Gemeinderatswahlen statt. Die den „Maßnahmen“ kritisch gegenüberstehende MFG erzielte hervorragende Ergebnisse (bestes Ortsergebnis 28%). Sollten Nationalratswahlen stattfinden, und früher oder später werden sie stattfinden, dann dürfte die nächste Regierung eine Koalition der für Freiheit und Selbstbestimmung eintretenden FPÖ und MFG sein. Die Parteien des Coronakartells ÖVP/Grüne/Neos/SPÖ wären auf die Oppositions- bzw. Gerichtsbänke verbannt.

Denn die Anzeigen, die bis jetzt gegen die Regierung eingegangen sind, ließen sich nur unter einer grünen Justizministerin rasch abschmettern. Sollte eine Regierung Kickl im Amt sein, wird eine Strafanzeige wie die gegen Gesundheitsminister Mückstein und das Nationale Impfgremium wegen Beweismittelfälschung und Gefährdung der öffentlichen Sicherheit, soeben eingebracht vom Unternehmerverein Wir-EMUs, wohl zu anderen Ergebnissen führen.

Darum das Schweigen, das Vertuschen, das Verwischen der Spuren, das Verweigern der Unterschrift. Das unweigerliche Ende des Corona Regimes bedeutet für die Verantwortlichen in Pharmamafia, Politik und deren Mittätern einen drastisch erhöhten Aufenthalt in geschlossenen Räumen mit vergitterten Fenstern.

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BKK ProVita bestätigt Richtigkeit der Auswertung der Nebenwirkungen und verwahrt sich gegen unsachliche Kritik

Es stellt sich immer deutlicher heraus, dass die Gen-Impfungen massive Nebenwirkungen haben. Wegen zahlreicher Todesfälle, vor allem innerhalb der arbeitenden Altersgruppe von 18 bis 65, kommt es in den Ländern mit höherer Impfquote zu erheblicher Übersterblichkeit. Die Methode „folge dem Geld“ ist nicht so leicht zu beeinflussen, wie Meldungen über Impf-Nebenwirkungen und Impf-assoziierte Todesfälle. Vorstände … Weiterlesen

Ukrainekonflikt

Warum?

Warum führt Russland in der Ukraine eine Militäroperation durch? Diese Frage bewegt derzeit die ganze Welt. Hier will ich die russische Sicht erklären, denn die westlichen Medien tun das nicht.

von Anti-Spiegel

28. Februar 2022 06:18 Uhr

Warum? Diese Frage hört man überall. Im Westen veranstalten die Medien Propaganda nach dem Lehrbuch, während der Informationsgehalt der unzähligen Artikel über das Thema Ukraine derzeit noch geringer ist als sonst. Dafür sind die Artikel aber angefüllt mit wertenden Formulierungen und emotionalisierenden Geschichten, um die öffentliche Meinung weiter gegen Russland anzufeuern. Kaum ein Absatz in einem Artikel der Medien kommt derzeit ohne Nebensätze wie „Russland bombardiert Kinderspielplätze“ aus, wobei allerdings Bilder davon oder gar Belege dafür fehlen.

Ich will hier versuchen, wieder Sachlichkeit in die Diskussion zu bringen, denn auch ich habe mich dabei erwischt, dass mein analytisches Denken in der letzten Woche einige Tage lang schwere Ausfallerscheinungen gezeigt hat. Ich will hier aufzeigen, warum die russische Regierung der Meinung war, dass ihr nur noch eine Militäroperation in der Ukraine als Ausweg bleibt. Sie müssen dieser Meinung nicht zustimmen, aber es ist wichtig, die Standpunkte der anderen Seite zumindest zu verstehen, wenn man ein Problem lösen möchte.

Und dass es ein Problem gibt, darin sind sich alle einig.

Die NATO in der Ukraine

Es wird im Westen nicht berichtet, dass die NATO längst Basen in der Ukraine aufgebaut hat. Wobei: Berichtet wurde das schon manchmal, aber dabei haben die westlichen Medien die Formulierungen der NATO übernommen und von „Ausbildungsmissionen“ gesprochen. Das klingt schön harmlos, aber unter dem Deckmantel der Ausbildung waren tausende NATO-Soldaten in der Ukraine stationiert, was übrigens auch dem Minsker Abkommen widerspricht, denn darin wurde in Punkt 10 ausdrücklich der „Abzug aller ausländischen bewaffneten Formationen, Militärtechnik und ebenfalls von Söldnern vom Territorium der Ukraine“ vereinbart.

Russland hat seit Jahren offen gesagt, dass ein NATO-Beitritt der Ukraine für Russland inakzeptabel ist. Und der Grund ist auch leicht zu verstehen, denn wenn in der Ukraine amerikanische (Atom-)Raketen aufgestellt werden, beträgt deren Flugzeit nach Moskau nur wenige Minuten. Zur Erinnerung: Während der Kuba-Krise haben die USA einen Atomkrieg riskiert, weil sowjetische Raketen auf Kuba aufgestellt wurden. Warum verweigern die USA jedes Verständnis für Russlands Sorgen, wenn sie in einem vergleichbaren Fall sogar bereit sind, einen Atomkrieg zu riskieren?

Sicherheitsgarantien

Russland hat im letzten Jahr immer öfter von seinen „roten Linien“ gesprochen und eine davon ist es, dass die Ukraine kein NATO-Mitglied wird und dass in dem Land auch unter keinem anderen Vorwand NATO-Truppen oder gar US-Flugzeuge und US-Raketen stationiert werden. Darauf hat Russland Ende 2021 immer öfter und deutlicher hingewiesen. Trotzdem verging kein Monat, in dem es keine NATO-Manöver in der Ukraine gegeben hätte.

Die russischen Aufforderungen, diese Dinge zu unterlassen, wurden gegen Jahresende immer häufiger und dringlicher und ich habe über viele davon berichtet, wie zum Beispiel über Putins Aussagen über rote Linien auf der Investorenkonferenz „Russia calling“ oder seine Rede im Außenministerium oder Putins Rede bei der Akkreditierung neuer ausländischer Botschafter, in der er Sicherheitsgarantien gefordert hat. Das waren nur einige wenige Beispiele, wenn Sie sich durch die Anti-Spiegel-Artikel der Monate Oktober, November und Dezember 2021 klicken, finden Sie noch weit mehr. Und ich habe bei weitem nicht über alles berichtet, das schaffe ich im Ein-Mann-Betrieb gar nicht.

Was genau der Grund für diese extreme Häufung der russischen Erklärungen war, also was hinter den Kulissen geschehen ist, können wir nur raten. Aber es ist davon auszugehen, dass die US-geführte NATO in der Ukraine angefangen hat Dinge zu tun oder Technik zu stationieren, oder diese Stationierung vorzubereiten, die für Russland inakzeptabel waren.

Am 13.Dezember haben US-Präsident Biden und der russische Präsident Putin einen Video-Gipfel abgehalten. In der Pressemeldung des Kreml konnte man lesen:

„Joseph Biden betonte seinerseits den angeblich „bedrohlichen“ Charakter der russischen Truppenbewegungen in der Nähe der ukrainischen Grenzen und skizzierte Sanktionsmaßnahmen, die die USA und ihre Verbündeten im Falle einer weiteren Eskalation der Situation anzuwenden bereit wären.
Wladimir Putin betonte in seiner Antwort, dass die Verantwortung nicht auf Russland abgewälzt werden dürfe, da die NATO gefährliche Versuche unternehme, ukrainisches Territorium zu erschließen und die militärischen Kapazitäten in der Nähe unserer Grenzen auszubauen. Russland hat daher ein starkes Interesse daran, verlässliche, rechtsverbindliche Garantien zu erhalten, um die Osterweiterung der NATO und die Stationierung offensiver Waffensysteme in den Nachbarländern Russlands zu verhindern.
Die Staatschefs kamen überein, ihre Vertreter anzuweisen, substanzielle Konsultationen zu diesen sensiblen Themen aufzunehmen.“

Mit dem Wissen von heute ist es nicht schwer zu erraten, was das Thema des Gesprächs war: Putin hat Biden klar gemacht, dass das Vorgehen der USA und der NATO in der Ukraine für Russland inakzeptabel ist. Russland hat dann schnell gehandelt. Als wie ernst Russland die Lage angesehen hat, zeigt sich an folgender Tatsache: Zum ersten Mal in der Geschichte hat eine Regierung alle Details von Verhandlungen veröffentlicht. Normalerweise findet so etwas hinter verschlossenen Türen.

Russland hat den USA und der NATO Mitte Dezember Vertragstexte mit seinen Vorschlägen für gegenseitige Sicherheitsgarantien übermittelt und die Texte wenige Tage veröffentlicht. Das gab es noch nie.

Lug und Betrug

Der Grund für diesen Schritt dürfte eine Erfahrung vom Oktober/November 2021 gewesen sein. Damals haben Deutschland und Frankreich öffentlich ein Treffen im Normandie-Format wegen der Ukraine gefordert, in der diplomatischen Korrespondenz mit dem russischen Außenminister Lawrow aber zum ersten Mal selbst die Umsetzung des Minsker Abkommens abgelehnt. Lawrow hat sich daraufhin geweigert, zu einem Treffen zu kommen, um über die Umsetzung des Minsker Abkommens zu reden, von dem die andere Seite aber offen sagt, dass sie es gar nicht mehr umsetzen will.

Die Außenminister von Deutschland und Frankreich haben sich vor die Presse gestellt und verkündet, Russland verweigere Gespräche über das Minsker Abkommen. Lawrow hat daraufhin die diplomatische Korrespondenz veröffentlicht und der ganzen Welt gezeigt, wer hier lügt und wer das Minsker Abkommen nicht umsetzen möchte, die Details finden Sie hier.

Um dem Westen keine weitere Möglichkeit zu geben, Russland auf diese Weise in ein schlechtes Licht zu rücken, hat Russland die Verhandlungen mit den USA quasi öffentlich geführt und als erstes seine eigenen Vorschläge veröffentlicht. Als die USA und die NATO dann Ende Januar endlich geantwortet haben, wurden diese Antworten der spanischen Zeitung El Pais zugespielt (wobei die Zeitung sagt, sie habe das nicht von Russland bekommen), sodass auch die Antwort der USA und der NATO öffentlich waren.

Zwar haben die westlichen Medien dabei viel verschwiegen, aber zumindest die Regierungen aller Staaten der Welt waren darüber informiert, was tatsächlich gelaufen ist.

Zeitspiel?

Die USA sind in ihrer Antwort auf die Kernfragen, die Russland große Sorgen machen, nicht eingegangen. Russland hat seine Antwort auf die von den USA und der NATO geschickten offiziellen Reaktionen auch veröffentlicht. In Russland wurde Putin in der Zwischenzeit immer wieder damit zitiert, dass man sich in Moskau fragt, ob die USA überhaupt ernsthaft verhandeln wollen, oder ob sie nur auf Zeit spielen.

Offenbar – und das ist natürlich nur meine Vermutung, für die es aber mehr als genug starke Indizien gibt – hat die NATO (oder die USA) in der Ukraine etwas getan oder vorbereitet, was Putin große Sorgen gemacht hat, weshalb er in allen öffentlichen Äußerungen seit etwa November 2021 gefordert hat, die USA müssten Russland „jetzt sofort“ Sicherheitsgarantien geben. Und als die Verhandlungen endlich angefangen haben und die USA mehr als einen Monat gebraucht haben, um eine Antwort zu formulieren, wurde in Moskau die Frage gestellt, ob die USA auf Zeit spielen.

Irgendetwas war den Russen offenbar plötzlich sehr dringlich geworden. Was das ist, werden wir wohl erst in mehr oder weniger ferner Zukunft erfahren.

Ignorierte Sorgen

Ich sage es ganz deutlich: Man muss nicht mit der russischen Position einverstanden sein, man muss auch kein Verständnis dafür haben, dass die Russen sich durch die Vorgänge in der Ukraine bedroht gefühlt haben. Aber man kann nicht bestreiten, dass es diese großen Sorgen in Russland gibt.

Und darum geht es in der internationalen Politik, genauso wie auch im Privatleben, nun einmal: Man kann Probleme nur lösen, wenn man die Sorgen des anderen ernst nimmt. Ignoriert man die Sorgen des anderen, dann eskaliert ein Streit zwangsläufig. In der internationalen Politik war das schon der Grund für Kriege. Und offensichtlich ist das auch der Grund für den aktuellen Krieg.

Was genau in der Ukraine vorgegangen ist und die Russen so besorgt hat, wissen wir (noch) nicht. Aber es muss in Moskau so sehr für Angst gesorgt haben, dass man ein militärisches Eingreifen für das kleinere Übel gehalten hat.

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Warum?

Die ukrainische Vorgeschichte

Waldo Holz Wissenschaft 27. Februar 2022 23 Minutes

Um gegen die im Dienste der NATO stehenden hyperventilierenden Politiker und Medien gewappnet zu sein, sollte man mit den Hintergründen des Ukrainekonflikts vertraut sein.

Von Eric Angerer

Diese ausführliche Analyse erschien zunächst bei „Rubikon“ und nun mit freundlicher Genehmigung des Autors bei TKP.

Regierungsmitglieder der NATO-Staaten stellen Wladimir Putin als üblen Despoten hin, der aus Machtgier ein armes Nachbarland überfällt. Der österreichische Außenminister zog gar den Vergleich mit Hitlers Einmarsch in Österreich 1938. Tatsächlich ist die NATO seit 30 Jahren in Osteuropa der Aggressor gegen Russland. Nach langer Defensive versucht Putin, die zunehmende Einkreisung und Bedrängung zumindest etwas zu begrenzen. In der Ukraine vermischt sich seit zwei Jahrzehnten eine soziale und politische Krise im Land mit einem nationalen Konflikt und einer geopolitischen Auseinandersetzung zwischen NATO und Russland.

Die Ukraine hat etwa 44 Millionen Einwohner und ist mit rund 600.000 Quadratkilometern etwa siebenmal so groß wie Österreich oder fast doppelt so groß wie Deutschland. Die meiste Zeit in der Geschichte war das Gebiet der heutigen Ukraine kein Staat, sondern ein Einflussgebiet von Polen, Russland, den Tataren oder Osmanen.

Über viele Jahrhunderte war die Ukraine ethnisch stark gemischt. Die größte Gruppe war die noch nicht genauer differenzierte slawische Bevölkerung. Dazu kamen große Minderheiten von Tataren, Deutschen, Juden und Polen.

Bis ins 19. Jahrhundert war unter der slawischen Bevölkerung die „kleinrussische“ Identität vorherrschend, die von einem „dreieinigen russischen Volk“ aus Großrussen, Weißrussen und eben Kleinrussen ausging. Dabei gab es natürlich eine klare großrussische Dominanz. Erst Ende des 19. Jahrhunderts setzte ein ukrainischer Nationsbildungsprozess ein, der von der österreichischen Westukraine ausging, wo er in den habsburgischen Kronländern Galizien und Bukowina von den Behörden gefördert wurde — als Gegengewicht nicht nur zum russischen Panslawismus, sondern auch gegenüber dem in Galizien starken polnischen Nationalismus.

Ukrainische Sowjetrepublik

Mit der siegreichen Oktoberrevolution in Russland wurde — entsprechend Wladimir Lenins Konzept — das Selbstbestimmungsrecht der Nationen proklamiert. Die Mittelmächte, also Deutschland und Österreich-Ungarn, versuchten, den Zusammenbruch der zaristischen Armee für eine Expansion unter anderem in die Ukraine zu nutzen. Dadurch und durch die Wirren des Bürgerkriegs, den reaktionäre Kräfte und imperialistische Mächte gegen die Sowjetmacht anzettelten, entstanden in der Ukraine kurzzeitige antisowjetische und prosowjetische Staatsstrukturen. Schließlich kam es zu einer Aufteilung des Gebietes auf die Sowjetunion, an die der Großteil fiel, sowie auf Polen, die Tschechoslowakische Republik (ČSR) und Rumänien.

Die Grenzen der Ukrainischen Sowjetrepublik wurden aus politischen Erwägungen der sowjetischen Führung so gezogen, dass die russisch geprägten Gebiete der Südukraine und des Donbass der Ukraine zugeschlagen wurden. Die bürokratische und repressive Politik des Stalinismus führte gerade in der Ukraine immer wieder zu Hungersnöten. Aufstände in ländlichen ukrainischen Gebieten wurden nicht nur unterdrückt, sondern auch mit einer Russifizierung beantwortet, was sich besonders in größeren Städten auswirkte, wo die ukrainische Identität ohnehin geringer war. Ebenso benachteiligt waren die Ukrainer in der ČSR, Rumänien und insbesondere in Polen. Das veranlasste Adolf Hitler Ende der 1930er-Jahre zur Unterstützung und Instrumentalisierung der ukrainischen Nationalbewegung.

Der Zweite Weltkrieg brachte für die Ukrainische Sowjetrepublik zuerst einmal eine kurzzeitige Expansion, denn mit dem Hitler-Stalin-Pakt kam das zu guten Teilen ukrainisch besiedelte Ostpolen im Herbst 1939 zur Sowjetunion. Mit dem Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 folgte allerdings eine etwa dreijährige NS-Besatzung, die in der Ukraine etwa 6,5 Millionen Menschen, darunter 800.000 Juden, das Leben kostete. Die Ursachen waren nicht nur Massaker, sondern auch brutale Zwangsarbeit und durch die Besatzer verursachte Hungersnöte. Die Zerstörungen waren so massiv, dass 1945 etwa 10 Millionen Menschen obdachlos waren.

Gegen die NS-Besatzung entwickelte sich, wie überall in der Sowjetunion, auch in der Ukraine eine rege prosowjetische Partisanentätigkeit. Gleichzeitig gab es, vor allem in der Westukraine, auch eine erhebliche Kollaboration mit den Besatzern. Ukrainische Hilfstruppen wurden von der SS als Wachmannschaften der Konzentrationslager (KZ) und bei Massenmorden an Kommunisten, Juden und Polen eingesetzt. Die rechten, nationalistischen Verbände der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) um Stepan Bandera, auf den sich bis heute ukrainische Rechtsextremisten gerne berufen, spielten eine ähnliche Rolle wie die Tschetniks in Jugoslawien oder die EDES in Griechenland: Anfänglich durchaus auch gegen die NS-Besatzer führte sie ihr Antikommunismus schließlich zu einer vorherrschenden Kollaboration mit Wehrmacht und SS. Und dann wurde im Frühjahr 1943, überwiegend aus Kräften der OUN, auch noch die ukrainische Waffen-SS-Division „Galizien“ formiert, die am Höhepunkt mehr als 20.000 Soldaten hatte.

Auch nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges versuchten OUN-Kräfte, mithilfe der britischen und US-Geheimdienstes, noch bis Anfang der 1950er-Jahre in der Westukraine eine Guerillatätigkeit weiterzuführen. Insgesamt setzte aber ab 1945 eine Stabilisierung der Ukrainischen Sowjetrepublik ein. Die Westexpansion der Sowjetunion brachte gerade für diese Teilrepublik eine territoriale Erweiterung, nämlich um die Gebiete, die zuvor zu Polen, der ČSR und Rumänien gehört hatten, und dann auch noch um die 1954 von Nikita Chruschtschow der Ukraine geschenkte Krim. Dazu kam eine nationale Vereinheitlichung, denn die jüdische, deutsche, polnische und tatarische Minderheit waren weitgehend umgebracht oder vertrieben.

Die bürokratische Planung brachte bis in die 1970er-Jahre einen ökonomischen Aufschwung und auch eine weitere Industrialisierung, die in der Ostukraine die ohnehin vorherrschende russische Identität weiter verstärkte. Die Stagnation des autoritären Planungsmodells in den 1980er-Jahren hatte auch auf die ukrainische Wirtschaft entsprechende Folgen und führte auch hier zu einer Enttäuschung bezüglich des vermeintlichen „Sozialismus“. Am Ende standen die Auflösung der Sowjetunion 1991 und die Eigenstaatlichkeit der Ukraine.

Zwischen Russland und Europäischer Union (EU)

Mit der Auflösung der Sowjetunion begann für die Ukraine ein wirtschaftlicher Niedergang. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging von 1991 bis 1995 um 60 Prozent zurück, die Bevölkerung reduzierte sich zwischen 1991 und 2014 um sechs Millionen Menschen. Zwischen 2000 und 2007 gab es dann einen gewissen Aufschwung, von der Krise ab 2008 war die Ukraine aber besonders betroffen und in der Folge von Hilfen Russlands und der EU abhängig.

Zehn Jahre lang, von 1994 bis 2004, regierte der prorussische Leonid Kutschma das Land. In der Auseinandersetzung um seine Nachfolge kam es zur sogenannten Orangenen Revolution, in der westliche Geheimdienste und NGOs bereits stark ihre Finger im Spiel hatten. An die Macht kamen nationalistische Pro-EU-Kräfte um Wiktor Juschtschenko und Julia Timoschenko, die aber untereinander zerstritten und ausgesprochen korrupt waren. Als dann auch noch die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise dazu kamen, gewann 2010 der prorussische Wiktor Janukowitsch die Wahlen.

Auch für Russland waren die 1990er-Jahre ein Desaster. Unter Boris Jelzin gab es in den Jahren von 1991 bis 1999 korrupte Privatisierungen, eine völlige Kapitulation vor dem Westen und einen Niedergang der Wirtschaft. Als Folge davon konnte die NATO nach Bulgarien, Rumänien, Ungarn, die Slowakei, Polen und ins Baltikum expandieren. Mit Putins Machtübernahme im Jahr 2000 änderte sich das aber wieder teilweise: Es gab einen deutlichen Wirtschaftsaufschwung; nach offiziellen Zahlen stieg zwischen den Jahren 2000 und 2010 das BIP um 97 Prozent, die Industrie um 47 Prozent und die Löhne um 142 Prozent. Die Oligarchen konnten bei Unterordnung unter die Regierungspolitik weiter fett absahnen, wurden aber einer gewissen staatlich-autoritären Kontrolle unterstellt. Und Putin zeigte wieder mehr Stärke in der Außen- und Militärpolitik. Russland leistete gegenüber der westlich-imperialistischen Expansion wieder gewissen Widerstand … im Iran, in Georgien, in Syrien und eben in der Ukraine.

Die Ukraine ist ein Land mit vielen Bodenschätzen, unter anderem verschiedene Metalle und Kohle. Im Osten des Landes dominiert die Schwerindustrie, im Westen die Landwirtschaft. Die ukrainischen Böden sind ausgesprochen fruchtbar. Sechs bis zehn Oligarchen — wie etwa Alexander Jaroslawski oder Dimitrij Firtasch — besitzen de facto alles, von diversen Konzernen bis zu TV-Stationen; sie plündern das Land und haben großen politischen Einfluss. In der Ukraine besteht ein offen korrupter Gangsterkapitalismus. Die chronische Wirtschaftskrise wurde auch noch durch einen Währungseinbruch, eine Kapitalflucht und ein massives Handels- und Budgetdefizit verschärft. Allein in den Jahren 2010 bis 2012 ist die Firmenzahl um 600.000 zurückgegangen (hauptsächlich Kleinbetriebe), und 2013 ging diese Entwicklung weiter.

Die ökonomische Krise führte zu einer sozialen. Etwa 90 Prozent der Bevölkerung lebten in Armut, das Durchschnittseinkommen liegt bei etwa 200 Euro und es gibt kaum mehr eine staatliche Krankenversicherung. Die Lebenserwartung von Männern lag 2013 bei 63 Jahren.

Fünf Millionen Ukrainer, vor allem aus dem Westen des Landes, leben als Migranten im Ausland, als Arbeiter jeder Art und oft auch als Prostituierte — nicht nur in Westeuropa und den USA, sondern die oft blonden ukrainischen Frauen sind auch in Südeuropa, der Türkei und im Nahen Osten sehr beliebt. Die Migranten haben im Jahr 2013 ganze 9,3 Milliarden Euro in die Ukraine überwiesen und waren damit eine wesentliche Devisenquelle.

Obwohl an sich ein reiches Land, aber unter der Fuchtel von Oligarchen-Ausbeutung und des Weltmarktes brauchte die Ukraine unvermeidlich Hilfe von außen. Die EU wollte in dieser Lage zwar das Assoziierungsabkommen, aber in ihrer neoliberalen Sparlogik nicht einmal eine Milliarde an Unterstützung geben. Da die Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Währungsfonds (IWF) außerdem noch eine Gefahr für die nicht „wettbewerbsfähige“ Industrie in der Ostukraine hätte bedeutenkönnen, verweigerte Janukowitsch schließlich im November 2013 das EU-Abkommen. Immerhin hatte Russland 15 Milliarden an Hilfe plus günstige Gaspreise angeboten.

Diese Zurückweisung ihrer Expansionsbestrebungen wollten allerdings weder die EU noch die USA/NATO hinnehmen. Auch Teile der ukrainischen Oligarchen nahmen eine Pro-EU-Haltung ein, weil sie sich davon noch bessere Ausbeutungsgeschäfte erhoffen. Und auch Teile der Bevölkerung der Westukraine wollte näher an die EU, unter anderem, um leichter in die EU-Staaten auswandern zu können. Und schließlich hatten CIA, BND und die Stiftungen des US-Spekulanten George Soros über die Jahre etwa fünf Milliarden Dollar in den Aufbau der Opposition investiert, die USA etwa in Arsenij Jazenjuk, die deutsche CDU besonders in Vitali Klitschko.

Maidan-Putsch und neues Regime

In der sogenannten Euro-Maidan-Bewegung spielte sicher auch soziale Unzufriedenheit eine Rolle. Unter den „Mittelschichten“, die in der ersten Phase mit EU-Fähnchen demonstrierten, waren neben westlich-orientierten Studierenden auch viele ruinierte Kleinunternehmer. Es zeigte sich auch, wie durch eine entschlossene Bewegung eine Regierung gestürzt werden kann.

Aber es war eine dominant reaktionäre Bewegung: Neben EU-Fans, bezahlten NGOS und anderen Handlangern von NATO, USA und Deutschland gab es auch extrem nationalistische Kräfte, wie Timoschenko. Und zumindest in der späteren Phase der Auseinandersetzung waren immer mehr rechtsextreme und offene Nazi-Kräfte vorherrschend, nämlich die Swoboda-Partei um Oleh Tjahnybok und das Schlägertruppen-Bündnis „Rechter Sektor“, Kräfte, die sich auf die Tradition von Stepan Bandera und teilweise sogar der SS berufen. Wie sich später herausstellte, waren im Herbst 2013 mindestens 86 Schläger des Rechten Sektors, organisiert vom polnischen Außenminister Radek Sikorski, von der polnischen Spezialpolizei im Straßen und Häuserkampf ausgebildet worden.

Die Arbeiterklasse war in diesem Konflikt jedenfalls nicht als eigenständige Kraft präsent. Die Janukowitsch-Regierung hatte seit Jahren eine arbeiterfeindliche Politik betrieben, stützte sich auf die Oligarchen Rinat Achmetow, Andrej Klujew und Viktor Pintschuk und die Kooperation mit Russland und seiner Putin-Regierung. Die Maidan-Bewegung wurde von den Oligarchen Julia Timoschenko, Georgi Surkis, Igor Kolomoisky und Petro Poroschenko sowie vom westlichen Imperialismus unterstützt und von Rechtsextremen getragen.

Der von Deutschland im Februar 2014 vermittelte Vertrag zur Bildung einer Einheitsregierung (Janukowitsch plus Jazenjuk, Klitschko und Tjahnybok) wurde von der schärferen US-Linie beiseitegeschoben. Die Janukowitsch-Regierung wurde schließlich gestürzt. Der neue Präsident Alexander Turtschinow und die Übergangsregierung unter Arsenij Jazenjuk sind durch den Straßenkampf faschistischer Banden an die Macht gekommen. Es handelte sich um ein US-Handlanger-Regime mit faschistischer Beteiligung. Konkret waren die Innen- und Verteidigungsminister Arsen Awakow und Andrej Parubi und Generalstaatsanwalt Oleh Machnitsky aus dem Swoboda-Bereich und Juri Odartschenko, der neu ernannte Gouverneur von Cherson, nannte Hitler in einer öffentlichen Ansprache gar einen Befreier.

Die Staatsstrukturen waren für die neue Regierung erst einmal unverlässlich. Manche Polizeieinheiten, die Janukowitsch-loyal gewesen waren, wurden aufgelöst, Soldaten bekamen teilweise wochenlang keinen Sold. Als verlässliche Truppe des neuen Regimes wurde schließlich die Nationalgarde aufgebaut, die sich im Wesentlichen aus den faschistischen Schlägern des Rechten Sektors rekrutierte. Sämtliche neuen Minister kamen aus der Westukraine oder Kiew und einer der ersten Gesetzesentwürfe sah die Aufhebung des Sprachgesetzes vor, das Russisch regional als zweite Amtssprache eingeführt hatte. Das waren klare Ansagen des neuen Regimes an die großen russischsprachigen Bevölkerungsteile.

Gleichzeitig begann ein rechtsextremer Terror gegen die Arbeiterbewegung. Bereits bald nach dem Machtwechsel wurden in Kiew und Lemberg die Büros der Kommunistischen Partei der Ukraine (KPU) und der linken Organisation „Borotba“ zerstört und begannen Übergriffe gegen ihre Aktivisten. Um keinen Zweifel mehr zu lassen, organisierte die Regierungspartei Swoboda in Lemberg einen Aufmarsch zur Feier des 71. Jahrestages der Gründung der SS-Division Galizien.

Diese Politik führte einerseits zu einer Opposition der im Osten und Süden der Ukraine dominierenden russischsprachigen Bevölkerung; insgesamt sprachen 2011 laut der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften in der Ukraine 39 Prozent vor allem Russisch, 43 Prozent vor allem Ukrainisch, der Rest beides gleich oder andere Sprachen. Andererseits wurde ein politischer und sozialer Widerstand der Arbeiterbewegung gegen das Regime nahezu provoziert.

Im März 2014 kam es innerhalb weniger Wochen zur Lostrennung der Krim, was von Russland aktiv unterstützt wurde, aber auch die große Mehrheit der lokalen Bevölkerung hinter sich hatte. Das Regime in Kiew war zu diesem Zeitpunkt noch relativ handlungsunfähig. Die Scharfmacherin Timoschenko tobte und sprach davon, dass man „diese verdammten Russen zusammen mit ihren Anführern abknallen“ müsse, die Millionen Russen in der Ukraine solle man „mit Nuklearwaffen erledigen“. Die so Angesprochenen entwickelten auch in der Ostukraine eine bewaffnete Widerstandsbewegung; sie hatten dabei wohl einige Helfer aus Russland, aber es spielten in den separatistischen Milizen offenbar auch Afghanistan-Veteranen eine wichtige Rolle — unter den Sowjetsoldaten im Afghanistankrieg in den 1980er-Jahren waren überproportional viele aus der ukrainischen Teilrepublik.

In der ukrainischen Arbeiterbewegung spielte die reformistische, prokapitalistische und prorussische KPU die wichtigste Rolle. Sie hatte die Regierung Janukowitsch unterstützt und 2012 bei den Parlamentswahlen 13,2 Prozent der Stimmen bekommen. Ihre Hochburgen waren nicht nur der russischsprachige Osten und Süden, sondern auch die Zentralukraine. Im Februar 2014 wurden ihre Büros in Kiew von Faschisten zerstört, ihre Aktivisten bedroht und tätlich angegriffen. Im Mai wurden ihre Abgeordneten teilweise vom Parlament ausgeschlossen. Seit 2014 war sie in großen Teilen der Ukraine in ihren Aktivitäten weitgehend eingeschränkt und tendenziell in den Untergrund gedrängt. Ende 2015 wurde die KPU vom neuen Regime in Kiew offiziell verboten.

Klassenkampf und Bürgerkrieg

In den industriellen und mehrheitlich russischsprachigen Gebieten der Ostukraine begann noch 2014 ein blutiger Krieg. In der ersten Phase hatten die Rebellen in den Regionen Donezk und Lugansk, eine diffuse Mischung aus Afghanistan-Veteranen, russischen Nationalisten, Antifaschisten, politischen Abenteurern, einfachen Lohnabhängigen und wütenden jungen Männern, die Oberhand. Mehrere Offensivversuche des rechten ukrainischen Regimes scheiterten, anfänglich oft auch am Widerstand der unbewaffneten Zivilbevölkerung und daran, dass sich Soldaten weigerten, auf die Bevölkerung zu schießen. Teilweise sind auch Polizisten und Soldaten zu den Aufständischen übergelaufen. Das Regime musste teilweise offen einräumen, dass die Truppen illoyal sind und es ganze Regionen außer Kontrolle verloren hat.

In diesen ersten Phasen wurden die Regionen Donezk und Lugansk vorübergehend hintangestellt. Es gab aber auch damals bereits brutale Einsätze der neu aufgerüsteten Nationalgarde, also der Faschisten, etwa in Slawjansk und Mariupol, wobei zahlreiche Zivilisten ums Leben kamen; dadurch stellte sich die Bevölkerung immer klarer hinter die Rebellen. Vor allem konzentrierte sich das Regime aber anfänglich darauf, die Regionen Charkow und Odessa rasch unter völlige Kontrolle zu bringen, um eine Ausweitung des Aufstandes in diese Gebiete im Keim zu ersticken. Dazu wurde der lokale Widerstand brutal unterdrückt. In Charkow, wo es Großdemonstrationen gegen das neue Regime gegeben hatte, wurden durch Terror der Nationalgarde die Proteste und die Arbeiterbewegung zerschlagen.

In Odessa gab es ein richtiges Massaker, das offenbar von Präsident Turtschinow, den rechtsextremen Ministern Arsen Awakow und Andrej Parabui und dem Oligarchen Igor Kolomoisky organisiert wurde; Letzterer soll sogar Prämien von 5.000 Dollar für jeden getöteten „Separatisten“ ausgesetzt haben. In den lokalen Protesten von Odessa war die Arbeiterbewegung stark gewesen und es gab am 1. Mai noch eine eindrucksvolle Demonstration. Am 2. Mai wurden allerdings aus der West- und Zentralukraine etwa 1.400 Mörder des Rechten Sektors und ein Bataillon, das Kolomoisky zur Verfügung gestellt hatte, mobilisiert, die mit Baseballschlägern und Schusswaffen ausgerüstet begannen, Regimegegner anzugreifen und zu terrorisieren. Die 200 Mitglieder der erst in Aufbau befindlichen Odessa-Miliz konnten nach kurzen Auseinandersetzungen rasch zerstreut werden. Dann überfielen die Faschisten ein Protestcamp von 200 Leuten, die schließlich ins lokale Gewerkschaftshaus flüchteten. Das wiederum wurde von den Faschisten in Brand gesteckt. Dabei sind vermutlich zwischen 120 und 130 Aktivisten verbrannt oder erstickt oder wurden bei Fluchtversuchen von den Faschisten erstochen, erschossen — und Frauen teilweise zuvor noch vergewaltigt. Danach gab es systematische Vertuschungen und Verdrehungen. Die „Ermittlungen“ zu diesem Massaker wurden von den Freunden der Mörder geführt.

Die Regierungen der USA und der EU und die westlichen Medien, die sonst „Antifaschismus“ vor sich hertragen und für ihre Zwecke missbrauchen, deckten das rechte Regime: Von den Völkermordaussagen Timoschenkos über den SS-Aufmarsch der Regierungspartei Swoboda bis zum Massaker in Odessa wurde im Westen alles so gut wie möglich verschwiegen oder runtergespielt.

Anfang Mai 2014 haben die USA dem Jazenjuk-Regime eine Milliarde Dollar zur Finanzierung der Militäroperationen zur Verfügung gestellt. Dazu kam ein Hilfspaket an das rechtsextrem durchsetzte Marionettenregime von 17 Milliarden Dollar, finanziert von den Lohnabhängigen der EU und der USA. Was die EU- und USA-Kapitalisten dafür bekommen, ist die übliche „Reformpolitik“, die auf eine Kürzung von Sozialleistungen, Preiserhöhungen, Privatisierungen, Fabrikschließungen und einen generellen Ausverkauf an die westlichen Konzerne hinausläuft. Ein kleiner Vorgeschmack war bereits 2014 der Aufsichtsratsposten, den der ukrainisch-israelische Oligarch Kolomoisky in seinem Gaskonzern Burisma Hunter Biden, dem Sohn des damaligen US-Vizepräsidenten, zugeschanzt hat.

Darüber hinaus hat die NATO mit der Ukraine natürlich weitere Ziele. Dabei geht es um Aufrüstung, Expansion und die Einkreisung Russlands. Neben Geld und Ausrüstung, besonders aus den USA und Britannien, sind im Jahr 2014 gleich Hunderte „Militärberater“ und Geheimdienstler, vor allem aus den USA, im Land, um die Nationalgarde und auch die Armee gegen die Rebellen kampffähig zu machen. Dazu kamen im gleichen Jahr mindestens 400 Söldner der US-„Sicherheitsfirma“ Blackwater, die schon im Irak für diverse Verbrechen verantwortlich war und seit 2009 Academi heißt. Bezeichnend ist dabei auch, dass Academi offenbar inzwischen dem US-Gentechnik-Agrarkonzern Monsanto gehört oder zumindest enge Verflechtungen bestehen. Monsanto wiederum lag seit Jahren auf der Lauer um den Zugriff auf die fruchtbaren ukrainischen Böden. Janukowitsch war allerdings drauf und dran, entsprechende Verträge mit chinesischen Investoren abzuschließen. Das hat sich mit dem neuen Regime und der Präsenz der quasi firmeneigenen Söldnertruppe vor Ort für Monsanto zum Positiven gewendet.

Während ab 2014 vom Westen die ökonomische und militärische Unterstützung für das Regime in Kiew vorangetrieben wurde, war es in der Ost- und Südukraine immer mehr verhasst, besonders nach dem Massaker in Odessa. Aber auch die neu eingesetzten Gouverneure von Donezk und Dnipropetrowsk, die Oligarchen Sergej Taruta und Kolomoisky, stießen auf Ablehnung. Letzterer finanzierte aus seinem gigantischen Privatvermögen auch Teile der Regierungstruppen. Bei den Unabhängigkeitsreferenden in Donezk und Lugansk, die am 11. Mai 2014 stattfanden, gab es offenbar trotz der widrigen Bedingungen, wie militärische Angriffe der Armee und Übergriffe durch die Nationalgarde, eine Beteiligung von 78 Prozent und eine Zustimmung von 93 Prozent. Auch wenn bei diesen Abstimmungen nicht alles ideal gelaufen sein mag, so kann kein Zweifel darüber bestehen, dass die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung in diesen Gebieten nicht mehr unter der Herrschaft von Kiew leben will. Die Separatisten versuchten auch unmittelbar die Formierung eigener staatlicher Strukturen, was angesichts der Kämpfe allerdings anfänglich schwer war.

Gleichzeitig begann auch in diesen Regionen die Arbeiterklasse auf die politische Bühne zu steigen. Nach einer westlichen Umfrage waren in den acht südöstlichen Regionen 41 Prozent für die Enteignung von illegal erworbenem Vermögen von Oligarchen, zusätzliche 24 Prozent für die völlige Enteignung der Oligarchen; nur 4 Prozent wollten ihnen alles lassen. In Flugblättern der Separatisten in Slawjansk und Donezk tauchten auch soziale Forderungen auf, etwa nach Verstaatlichung und Volksmacht. In etlichen Städten gab es Angriffe auf das Eigentum der Oligarchen Taruta und Kolomoisky, etwa auf Kolomoiskys Bankenfilialen. In Enakievo wurde das Stahlwerk des ehemals prorussischen Oligarchen Achmetow besetzt. In Krasnodon gab es einen Streik gegen politisch motivierte Kündigungen und es wurden 20 Prozent Lohnerhöhung erzwungen. Eine der ostukrainischen Milizen besteht ausschließlich aus Kohlebergarbeitern.

Der Widerstand in der Ostukraine entwickelte eine Dynamik von Selbstorganisation und Kampf auch um soziale Fragen. Es besteht ein Hass auf das Regime in Kiew und die Oligarchen. Teilweise gab es Hoffnungen auf Russland, teilweise aber auch Wut über Putins Aufforderung zur Verschiebung des Referendums und die mangelnde russische Hilfe.

Tatsächlich ist dem Kreml eine unkontrollierte Bewegung der Arbeiterklasse in der Ost- und Südukraine wohl nicht geheuer. Ihm geht es nicht in erster Linie um die dortige Bevölkerung, sondern um Einfluss auf die Ukraine und einen entsprechenden Deal mit den westlichen Imperialisten. Und auch der ehemals prorussische Oligarch Achmetow ist angesichts sozialrevolutionärer Elemente im Widerstand der Ostukraine zum Kiewer Regime übergelaufen, hat sich gegen die Rebellen gestellt und die Beschäftigten in seinem Konzern entsprechend unter Druck gesetzt.

Stabilisierung des Putschregimes

Die zögerliche Haltung Russlands schuf erst die Grundlage für die Offensive des ukrainischen Regimes. Es bekam die Zeit geschenkt, sich zu stabilisieren, Truppenverbände zu ordnen und neu aufzustellen. Zu den US-Militärberatern und Academi-Söldnern, zu den westlichen Waffen und faschistischen Nationalgardisten kamen schon 2014 offenbar auch erhebliche Zahlen von polnischen Söldnern. Überhaupt dürften neben den US-Geheimdiensten vor allem polnische Stellen eine wesentliche Rolle bei der Koordinierung der ukrainischen Regierungstruppen spielen, namentlich Außenminister Radek Sikorski, der schon den NATO-Beitritt Polens verhandelt hatte, und Jerzy Dziewulski, „Sicherheitsberater“ des ehemaligen polnischen Präsidenten Aleksander Kwasniewski, der in den USA, Israel, Frankreich und Deutschland als „Anti-Terror-Experte“ ausgebildet wurde und ein eigenes privates „Sicherheitsunternehmen“ betreibt und der mit Alexander Turtschinow in Slawjansk auftauchte.

Bei der Präsidentschaftswahl Ende Mai 2014 lag die Wahlbeteiligung bei 59,6 Prozent. In großen Teilen der Regionen Lugansk und Donezk fand die Wahl nicht statt, auch in anderen Teilen der Ost- und Südukraine war sie sehr niedrig und auch in Kiew lag sie bei lediglich bei 62,7 Prozent, was einen Boykott von erheblichen Teilen der Bevölkerung ausdrückte. Mit der Wahl des Oligarchen Petro Poroschenko zum Präsidenten der Ukraine konnte das neue Regime dennoch eine gewisse Legitimität erreichen. Poroschenkos erste Amtshandlung war, wie es sich für solche Leute gehört, ein Treffen mit dem US-Botschafter in Kiew, der ihn zu einer militärischen Offensive ermutigte und ihm versicherte, dass dabei bis zu 2.000 Tote drin seien und die USA und die westlichen Medien das in diesem Rahmen so gut wie möglich decken würden.

Erste Versuche eines militärischen Vormarsches sind dann erneut gescheitert, die Rebellen schossen wieder etliche Flugzeuge ab. Gleichzeitig stiegen aber die zivilen Opfer, die auch nach westlichen Angaben etwa drei Viertel der Kriegstoten ausmachen, durch Artilleriebeschuss stark an und dürften bereits an die Tausend reichen. Deutschland, das aufgrund ökonomischer Interessen eine weniger konfrontative Vorgangsweise gegenüber Russland will, versuchte erneut, Verhandlungen zwischen dem Kiewer Regime und den Rebellen in Gang zu bringen. Das wurde aber durch die scharfe Haltung der USA und Polens torpediert und Poroschenko, Awakow, Kolomoisky und Co wurden zu einer militärischen Lösung angestachelt.

Massiv aufgerüstet und professioneller organisiert, und angesichts ausbleibender ernsthafter russischer Unterstützung für die Rebellen, kamen Nationalgarde, Armee und Söldner dann Ende Juni 2014 doch noch in die Offensive. Der faschistische Kern der Nationalgarde wurde mit verarmten Kleinbürgern und lumpenproletarischen Elementen aus der Westukraine, die durch den monatlichen Sold von 1.700 Euro, das Zehnfache eines Arbeiterlohns, angelockt wurden, auf bis zu 50.000 Mann aufgestockt. Die Kiewer Angaben von Hunderten getöteten Separatisten um den Monatswechsel waren sicherlich Propaganda für das heimische und internationale Publikum; dabei handelte es sich um durch Artilleriebeschuss umgebrachte Zivilisten.

Anfang Juli gelang es dem Regime aber dann, mit überlegenen Militärtechnik und Mannstärke, die Rebellen aus den Städten Slawjansk und Kramatorsk zu vertreiben … das waren nach der Übernahme von Charkow und Odessa durch rechtsextremen Terror die ersten Erfolge des Regimes im Bürgerkrieg. Poroschenko befahl dann den „totalen Angriff“ auf Donezk und Lugansk, was den immer massiveren Artilleriebeschuss vor Vororten bedeutete. Nach ersten Rückschlägen und dem neuerlichen Tod von Dutzenden Regierungssoldaten kündigte Poroschenko in NS-Diktion an, dass für jeden toten Regierungssoldaten „100 Separatisten“ getötet würden. Wie schon bei der Nazi-Kriegsführung bedeutete das auch im Falle des Kiewer Regimes eine immer brutalere Kriegsführung auf Kosten der Zivilbevölkerung, die dementsprechend in immer größerer Anzahl die Flucht ergreift.

Für Putin stellte die Situation ein Dilemma dar. Er hat sich in den zurückliegenden Jahren erfolgreich als starker Mann präsentiert, der mit der Kapitulation vor der NATO Schluss gemacht hat. In der Ukrainekrise hat er dieses Image mit der Intervention auf der Krim auch noch verfestigt und sich dann als Beschützer der russischen Bevölkerung inszeniert. Bezüglich der Restukraine wollte er einen Deal mit dem Westen, nämlich eine Art neutrale Rolle der Ukraine mit geteiltem Einfluss von Russland und der EU. Der deutsche Block war dazu wohl auch bereit, aber die Hardliner USA, Großbritannien und Polen sowie das rechtsextrem durchsetzte Regime in Kiew wollten keinen Kompromiss. So wurde nun das Assoziierungsabkommen mit der EU unterzeichnet und die militärische Offensive vorangetrieben. „Keine Verhandlungen, sondern Vernichtung der Rebellen“, war die Devise aus Washington und Warschau.

Putin konnte die Russischsprachigen in der Ukraine nicht völlig hängen lassen, ohne letztlich mit einer schweren Niederlage aus der Ukrainekrise hervorgehen: Die Ukraine würde dem russischen Einfluss entzogen und trotz des Anschlusses der Krim wird die NATO formell oder informell noch weiter an Russland hergerückt und die militärische Einkreisung vorangetrieben sein.

Außenpolitisch wäre Russland in die Schranken gewiesen. Und innenpolitisch wäre Putins Image als starker Mann und Schutzherr der Russen nach einer De-facto-Kapitulation in der Ostukraine schwer angeschlagen. Dementsprechend musste Putin die Volksrepubliken so weit stützen, dass sie nicht zusammenbrechen.

Darüber, dass eine Niederlage der Rebellen für die Bevölkerung der Ostukraine eine Katastrophe bedeuten würde, kann kein Zweifel bestehen. Timoschenkos Völkermordfantasien sind bekannt und auch der US-Handlanger Jazenjuk hat die Separatisten wörtlich als „Untermenschen“ bezeichnet. Hunderttausende Menschen sind aus der Ostukraine bereits nach Russland geflohen und das Regime wird daran arbeiten, diesen Prozess fortzusetzen und so zumindest Teile der russischen Bevölkerung loszuwerden. Bei einer Besetzung der umkämpften Gebiete ist sicherlich mit Massakern durch rechtsextreme Banden und die Nationalgarde ebenso zu rechnen, wie mit systematischen Vertreibungen und ethnischen Säuberungen.

Bereits 2014 hat Verteidigungsminister Michail Koval offen über „Filtrationslager“ nachgedacht, durch die die Bevölkerung der Rebellengebiete geschleust werden soll, um tatsächlich und vermeintliche Separatisten ausfindig zu machen und Teile der Bevölkerung „umzusiedeln“. Außerdem sollen die an den Kämpfen gegen die Rebellen beteiligten Soldaten in der Ostukraine Land und Häuser bekommen — also eine systematische Ansiedlungspolitik der Rechtsextremisten, die dort ein Terrorregime errichten sollen. Ein Sieg des Kiewer Regimes würde in der Ostukraine eine weitgehende nationale und soziale Umkrempelung bedeuten und angesichts von Krieg, Vertreibung und IWF-Politik wohl auch eine Deindustrialisierung.

Angesichts des drohenden rechten Terrors wünschen sich viele Menschen in den Volksrepubliken eine russische Intervention. Und Ähnliches gilt sicherlich auch für Teile der Bevölkerung in anderen Regionen der Ost- und Südukraine, die diesen Terror bereits seit Jahren erleben. Er bedeutet seit Jahren die Unterdrückung der Arbeiterbewegung und eine aggressive Ukrainisierungspolitik, seit 2017 die weitgehende Einschränkung des Unterrichtsrechts in Russisch und anderen Minderheitensprachen sowie insgesamt einen massiven Druck auf Menschen, ihre russische Identität zu verleugnen. In der Folge wird die Zahl der Russen in der Ukraine vom Regime und seinen westlichen Handlangern immer mehr kleingerechnet.

Das Abkommen von Minsk, das die Ukraine Anfang 2015 mit Russland, Deutschland und Frankreich abschloss, sollte die Rebellengebiete in der Ukraine halten, ihnen aber Autonomie garantieren. Da das Regime in Kiew zu Letzterem nie bereit war, konnte sich eine solche Lösung nicht durchsetzen. In all den Jahren seitdem kam es immer wieder zu Kämpfen an der Frontlinie und in den Rebellengebieten kamen Tausende Zivilisten durch ukrainischen Artilleriebeschuss ums Leben. Dennoch verhinderte das Abkommen über Jahre eine komplette militärische Eskalation. Die Rebellen in den Volksrepubliken konnten ihre lokale Stellung behaupten, das Regime in Kiew im Rest des Landes seine Position stabilisieren.

Geopolitik und Positionierung

Das Putschisten-Regime hat die vergangenen Jahre auch dazu genutzt, dass Land immer mehr aufzurüsten, zu militarisieren und der NATO dienstbar zu machen. Das konnten Russland und auch die russische Bevölkerung der Ukraine nur mit Sorge verfolgen. Die Angriffe auf die Volksrepubliken gingen auch stets weiter und wurden zuletzt provokativ verstärkt. Ob hinter dieser Eskalation im Sinne der NATO das gesamte Regime in Kiew stand oder nur besonders extremistische Teile, ist unklar.

Insgesamt müssen der Konflikt in der Ukraine und seine aktuelle Zuspitzung auch im Kontext von grundlegenden geopolitischen Konzepten gesehen werden. Sie können hier nur knapp angerissen werden:

Bereits 1904 theoretisierte der englische Geograf Halford Mackinder die britische Geopolitik mit seiner „Heartland-Theorie“. Er betonte dabei die Bedeutung von Geografie, Technik, Wirtschaft, Industrie sowie Rohstoff- und Bevölkerungsressourcen für eine vergleichende Bewertung von Landmacht und Seemacht. Sein Kerngedanke war: Wer die eurasische Landmasse beherrscht, beherrscht die Welt. Die „Seemächte“, also Großbritannien und die USA, müssen um jeden Preis ein Bündnis zwischen Deutschland und Russland verhindern. Nils Hoffmann bezeichnete 2012 in seinem einschlägigen Buch Mackinders Konzept als „die wohl bedeutsamste Idee in der Geschichte der Geopolitik“.

In der Zwischenkriegszeit waren die herrschenden Klassen der angelsächsischen Staaten vom Rapallo-Vertrag 1922 zwischen Deutschland und Russland ebenso alarmiert wie Hitler. Und Teilen von ihnen war es nicht unrecht, dass mit den Nazis der rabiat antirussische Teil der deutschen Rechten an die Macht kam. Der Zweite Weltkrieg erreichte dann auch in Osteuropa seine größte Brutalität. Und der spätere US-Präsident Harry Truman sagte 1941 ganz offen:

„Wenn wir sehen, dass Deutschland gewinnt, sollten wir Russland helfen, und wenn wir sehen, dass Russland gewinnt, sollten wir Deutschland helfen, und auf diesem Wege lassen wir sie so viele wie möglich töten.“

Auch nach 1945 agierten die führenden US-Strategen Zbigniew Brzeziński und Henry Kissinger ganz im Geiste Mackinders. Ersterer schrieb außerdem 1997 in seinem Buch „Die einzige Weltmacht“ zur Ukraine Folgendes:

„Die Ukraine, ein neuer und wichtiger Raum auf dem eurasischen Schachbrett, ist ein geopolitischer Dreh- und Angelpunkt, weil ihre bloße Existenz als unabhängiger Staat zur Umwandlung Russlands beiträgt. Ohne die Ukraine ist Russland kein eurasisches Reich mehr.“

Und 2015 bilanzierte George Friedman, der Chef des CIA-nahen Informationsdienstes Stratfor: Das Ziel der US-Politik sei seit 100 Jahren Verhinderung eines Bündnisses zwischen Deutschland und Russland, zwischen deutscher Technologie und russischen Ressourcen, weil das einzige Gefahr für die US-Vorherrschaft darstelle.

In dieser Hinsicht ist die jetzige Eskalation in der Ukraine jetzt schon ein Erfolg für die US-Führung, denn die deutsche Regierung hat die Reihen mit Großbritannien und den USA dicht geschlossen und gehorsam Nord Stream 2 eingestellt. Gemeinsam decken sie das mit Nazis durchsetzte Regime im Kiew. Eine jämmerliche Figur wie die grüne Außenministerin Annalena Baerbock, die Kritiker der deutschen Coronapolitik schnell mal in die Nazi-Ecke stellt, macht den echten Nazis in der Ukraine die Mauer — und öffnet nebenbei die Tür für US-Fracking-Gas.

Und während sich ein Gerhard Schröder bei all seiner reaktionären Politik gegenüber der Arbeiterklasse oder Jugoslawien noch eine gewisse Eigenständigkeit gegenüber den USA bewahrt hatte, etwa in der Irak-Politik oder gegenüber Russland, erweist sich SPD-Kanzler Olaf Scholz als ebensolche NATO-Marionette wie Baerbock.

Diesen Leuten seien die offenen Worte des ehemaligen SPD-Ministers Egon Bahr von 2013 gegenübergestellt:

„In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“

Wenn sämtliche Politiker des globalistischen Parteienkartells und ihre Mainstreammedien dermaßen gleichgeschaltet agieren und aufgeregt ihre Propaganda verbreiten, dann ist tiefste Skepsis angesagt! Erinnert sei an den Tonkin-Zwischenfall 1964, der den offenen Eintritt der USA in den Vietnamkrieg rechtfertigte, an die angeblich toten Brutkasten-Babys in Kuwait 1990, die für den Angriff der Irak benutzt wurden, an das sogenannte Massaker von Račak 1999, das die NATO-Aggression gegen Jugoslawien legitimierte, oder die vermeintlichen irakischen „Massenvernichtungswaffen“, mit denen der Einmarsch im Irak begründet wurden. All das war, wie sich später herausstellte, erstunken und erlogen. Den NATO-Politikern, ihren „Experten“ und Journalisten sollte man deshalb besonders in Kriegsfragen gar nichts glauben!

Die russische Führung hat sicherlich auch nicht nur humanistische, sondern auch geopolitische Ziele. Sie haben aber angesichts der NATO-Einkreisungspolitik mehr Legitimität als die NATO. Und eine multipolare Welt bedeutet auch mehr Spielräume, als wenn allein die USA/NATO und die mit ihnen verbundenen globalistischen Netzwerke des Großkapitals alles bestimmen. In diesem Sinne und auch hinsichtlich der Eindämmung von islamischen Extremisten waren auch die russischen Interventionen in Syrien und Libyen unterm Strich positiv. Für kritische Menschen sollte jedenfalls in der aktuellen Auseinandersetzung der Hauptfeind im NATO-Imperialismus gesehen werden. Sie sollten der herrschenden Propaganda und der antirussischen Hetze entgegentreten, über die Hintergründe und Interessen im Ukrainekonflikt aufklären und eine Anbindung der Ukraine an NATO und EU, beides reaktionäre Projekte des Großkapitals, ablehnen.

Bezüglich der Ukraine ist es gut, wenn das rechtsextrem durchsetzte proimperialistische Marionettenregime zum Verschwinden gebracht und wenn die Unterdrückung der russischsprachigen Bevölkerung beendet wird. Letztlich gilt es für das Selbstbestimmungsrecht der russischen Bevölkerung in der Ost- und Südukraine einzutreten — bis hin zu Lostrennung, Eigenstaatlichkeit oder Anschluss an Russland.

Auch wenn Putin ein kluger und strategisch denkender Anführer sein mag, so sollte man ihm dennoch nicht unkritisch vertrauen, denn auch er stützt sich auf eine Zusammenarbeit mit Oligarchen und betreibt klassische Großmachtpolitik.

In eine positive Richtung kann es für die arbeitende Bevölkerung der Ukraine nach der Befreiung vom gegenwärtigen Regime gehen, wenn sie sich selbst organisiert, die Oligarchen enteignet, die faschistoide Nationalgarde durch demokratische Arbeitermilizen ersetzt und über nationale Grenzen hinweg den Zugriff von IWF, EU und NATO auf das Land abwehrt.

Bild wikicommons

Eric Angerer ist Historiker und ehemaliger Nachrichtenjournalist. Aktuell beteiligt er sich an der Initiative „Analyse Widerstand Freiheit“ (AWF) in Österreich.

Krankenkasse gibt Alarm

Von Ped

Feb 25, 2022 BKK ProVita, Christof Kuhbandner, Geninjektion, Multipolar, Nebenwirkungen, Paul-Ehrlich-Institut

Die Nebenwirkungen der neuartigen mRNA-Injektionen lassen sich durch die Politik nicht mehr wegdiskutieren.


Nebenwirkungen bis hin zu Todesfällen im zeitlichen Zusammenhang mit „Impfungen“ sind im Jahre 2021 über jedes in den vergangenen Jahrzehnten dokumentierte Maß weit hinausgegangen. Wissenschaftler die sich ernsthaft wie seriös mit dem Phänomen befassten, wurden jedoch durch „Faktenprüfer“ der Staatsmedien diskreditiert und diffamiert. Doch nun wagen es auch Krankenkassen, besorgniserregende Zahlen öffentlich zu machen.


Als der Regensburger Professor Christof Kuhbandner in einer ausführlichen Untersuchung auf einen besorgniserregenden zeitlichen Zusammenhang zwischen verabreichten Injektionen, welche angeblich das Coronavirus bekämpfen sollen und der offiziell registrierten Zahl von Todesfällen in Deutschland aufmerksam gemacht hatte, musste er sich warm anziehen. Ausgerechnet öffentlich-rechtliche Medien nahmen über ihre „Wahrheitsinstitute“ wie dem „Faktenfuchs“ des Bayerischen Rundfunks (BR) Kuhbandners Arbeit aufs Korn. Und zwar in tendenziöser, ja diffamierender Art und Weise.

Nachfolgend hat sich Christof Kubandner in einem bei Multipolar erschienenen Artikel ausführlich wie überzeugend zu den vom Bayerischen Rundfunk vorgebrachten Argumenten geäußert (1). Das Phänomen der drastisch zugenommenen Zahl von Nebenwirkungen durch die Injektionen lässt sich eben nicht wegreden. Und es handelt sich hier beileibe nicht um ein rein deutsches sondern ein weltweites Problem. VAERS (Vaccine Adverse Event Reporting System) ist ein Melderegister für Impfschäden in den USA und weltweit. Dort stellt sich der dramatische Anstieg von Todesfällen im Zusammenhang mit Injektionen im Jahre 2021 so dar (b1):

Die länderübergreifende Erfassung weist für 2019 605 gemeldete Tote auf, die in einem zeitlichen Zusammenhang mit Impfungen standen. 2020, im angeblichen ersten Jahr der Pandemie waren es 420. Um im Jahr des großen experimentellen Spritzens auf sage und schreibe 21.948 Fälle nach oben zu schnellen. Und es hört nicht auf, denn bereits Mitte Januar 2022 waren für den ersten halben Monat mehr Sterbefälle erfasst worden, als in jedem gesamten Jahr vor 2021.

Wer jetzt mit dem Argument kommt, es würde ja viel mehr „geimpft“, weshalb auch die Sterbezahlen ansteigen müssten, ist entweder verstrahlt oder unlauter. Denn die Zahl der Menschen, auf die sich diese Toten verteilen, ist eben nicht innerhalb eines Jahres um das 35-fache gestiegen. Das Risiko gesundheitlicher Komplikationen durch „Impfungen“ ist für jeden Einzelnen, der sich dem Genexperiment unterzieht, exponentiell gewachsen.

Die Verhältnisse in Deutschland stellen sich mitnichten besser dar und es lohnt sich, dazu einen Blick in die Jahre vor der PLandemie zu werfen:

„Im Jahr 2017 erhielt das PEI insgesamt 4027 Einzelfallmeldungen über Verdachtsfälle von Impfnebenwirkungen bzw. Impfkomplikationen, davon 27,6 % schwerwiegend. Als „schwerwiegend“ gelten Verdachtsfallmeldungen mit lebensbedrohlichem oder tödlichem Ausgang sowie solche, die einen Krankenhausaufenthalt nach sich ziehen oder einen solchen verlängern bzw. zur Schädigung von Ungeborenen oder Behinderung führen.“ (2)

Vergleichend schauen wir nun auf den aktuellsten Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Institutes (PEI) zu gemeldeten „Impf“-Nebenwirkungen „gegen Corona“:

„Bis zum 30.11.2021 wurden in der Nebenwirkungsdatenbank des Paul-Ehrlich-Instituts insgesamt 196.974 Einzelfallberichte zu Verdachtsfällen von Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen nach Impfung mit COVID-19-Impfstoffen in Deutschland registriert.“ (3)

26.196 dieser Verdachtsfälle werden als schwerwiegend eingestuft. Damit ist das gemittelte Risiko schwerer Komplikationen bei Impfungen plus „Corona-Injektionen“ um mindestens den Faktor 26 (in Prozenten sind das 2.600%!) gestiegen (a1). 18 Tote wurden im Jahre 2017, über alle Impfungen hinweg erfasst, bei denen Indizien auf die jeweilige Impfung als (mit)bestimmenden Auslöser gegeben waren (4). 2021 waren es innerhalb von elf Monaten allein beim Biontech/Pfizer-Gebräu Comirnaty 1.427 (3i). Diese Zahlen waren bereits in den ersten Wochen der „Impfkampagne“ absehbar. Keiner kann sich damit herausreden, er hätte es nicht besser wissen können (5).

Laut Statistischem Bundesamt starben im Jahre 2020 OHNE „Corona“-Injektionen 985.572 Menschen, im Folgejahr waren es MIT „Corona-Injektion“ 1.020.702 Menschen (6). Aus diesen Zahlen ist nicht erkennbar, ob die „Impfungen“ zum Anstieg der Sterbezahlen geführt haben. Aber zumindest eines ist eben auch nicht ablesbar: Dass die neuartigen Injektionen Menschenleben gerettet hätten.

Die oben vom PEI genannten Zahlen sind bereits so wie sie da stehen, ein Grund zur Besorgnis. Doch verbergen diese ein großes Problem: Es werden mit großer Sicherheit nur ein Bruchteil der Nebenwirkungen gemeldet und die Ursache dafür liegt wiederum im System. Die Betriebskrankenkasse ProVita hat über deren eigenes Monitoring eine erhebliche Diskrepanz feststellen müssen (b2):

Nach den Erhebungen der BKK ProVita liegt die Zahl der „Impf“-Nebenwirkungen siebenmal so hoch, wie nach den vom PEI gelieferten Werten. Die Kasse stützt mit diesen Aussagen den Verdacht, dass dies einen Einfluss auf die erhöhten Sterbezahlen im Jahre 2021 gehabt haben könnte. Und sie stützt außerdem die besorgniserregende, statistische Analyse Christof Kuhbandners (siehe ganz oben).

Es ist bemerkenswert, dass die BKK ProVita nun an die Öffentlichkeit tritt. Nicht nur, weil sie auf die alarmierend angestiegenen Nebenwirkungen hinweist, sondern auch den Finger auf die Wunde legt. Warum überhaupt ein großer Teil von Nebenwirkungen durch die Ärzte nicht beim PEI gemeldet werden. Das entsprechende Schreiben ist zuvorderst an das PEI gerichtet und sei hier wiedergegeben (Hervorhebungen durch Autor):


BKK ProVita · 85217 Bergkirchen

Paul-Ehrlich-Institut

Prof. Dr. Klaus Cichutek, Paul-Ehrlich-Str. 51, 5963225 Langen

Es betreut Sie: Andreas Schöfbeck, Münchner Weg,  585232 Bergkirchen
21.02.2022

Heftiges Warnsignal bei codierten Impfnebenwirkungen nach Corona Impfung

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Cichutek,

das Paul Ehrlich Institut hat mittels Pressemitteilung bekannt gegeben, dass für das Kalenderjahr 2021 244.576 Verdachtsfälle für Impfnebenwirkungen nach Corona Impfung gemeldet wurden. Die unserem Haus vorliegenden Daten geben uns Grund zu der Annahme, dass es eine sehr erhebliche Untererfassung von Verdachtsfällen für Impfnebenwirkungen nach Corona Impfung gibt. Dazu füge ich meinem Schreiben eine Auswertung bei.

Datengrundlage für unsere Auswertung sind die Abrechnungsdaten der Ärzte. Unsere Stichprobe erfolgt aus dem anonymisierten Datenbestand der Betriebskrankenkassen. Die Stichprobe umfasst 10.937.716 Versicherte. Uns liegen bisher die Abrechnungsdaten der Ärzte für das erste Halbjahr 2021 und circa zur Hälfte für das dritte Quartal 2021 vor. Unsere Abfrage beinhaltet die gültigen ICD-Codes für Impfnebenwirkungen. Diese Auswertung hat ergeben, obwohl uns noch nicht die kompletten Daten für 2021 vorliegen, dass wir anhand der vorliegenden Zahlen jetzt schon von 216.695 behandelten Fällen von Impfnebenwirkungen nach Corona Impfung aus dieser Stichprobe ausgehen.

Wenn diese Zahlen auf das Gesamtjahr und auf die Bevölkerung in Deutschland hochgerechnet werden, sind vermutlich 2,5-3 Millionen Menschen in Deutschland wegen Impfnebenwirkungen nach Corona Impfung in ärztlicher Behandlung gewesen. Das sehen wir als erhebliches Alarmsignal an, das unbedingt beim weiteren Einsatz der Impfstoffe berücksichtigt werden muss. Die Zahlen können in unseren Augen relativ leicht und auch kurzfristig validiert werden,indem die anderen Kassenarten (AOKen, Ersatzkrankenkassen etc.) um eine entsprechende Auswertung der ihnen vorliegenden Daten gebeten werden.

Hochgerechnet auf die Anzahl der geimpften Menschen in Deutschland bedeutet dies, dass circa 4-5 % der geimpften Menschen wegen Impfnebenwirkungen in ärztlicher Behandlung waren.

In unseren Augen liegt eine erhebliche Untererfassung der Impfnebenwirkungen vor. Es ist ein wichtiges Anliegen die Ursachen hierfür kurzfristig auszumachen. Unsere erste Vermutung ist, dass, da keine Vergütung für die Meldung von Impfnebenwirkungen bezahlt wird, eine Meldung an das Paul Ehrlich Institut wegen des großen Aufwandes vielfach unterbleibt. Ärzte haben uns berichtet, dass die Meldung eines Impfschadenverdachtsfalls circa eine halbe Stunde Zeit in Anspruch nimmt. Das bedeutet, dass 3 Millionen Verdachtsfälle auf Impfnebenwirkungen circa 1,5 Millionen Arbeitsstunden von Ärztinnen und Ärzten erfordern. Das wäre nahezu die jährliche Arbeitsleistung von 1000 Ärztinnen und Ärzten.

Dies sollte ebenso kurzfristig geklärt werden. Deshalb ergeht eine Durchschrift dieses Schreibens auch an die Bundesärztekammer und die Kassenärztliche Bundesvereinigung.

Der GKV-Spitzenverband erhält ebenso eine Abschrift dieses Schreibens mit der Bitte entsprechende Datenanalysen bei sämtlichen Krankenkassen einzuholen.

Da Gefahr für das Leben von Menschen nicht ausgeschlossen werden kann, bitten wir Sie um eine Rückäußerung über die veranlassten Maßnahmen bis 22.2.2022 18:00 Uhr.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Schöfbeck (Vorstand)

Das Schreiben ergeht durchschriftlich ebenso an:

  • GKV-Spitzenverband
  • Bundesärztekammer
  • Kassenärztliche Bundesvereinigung
  • Ständige Impfkommission
  • BKK Dachverband (7)

Soweit das Schreiben der Krankenkasse, das als Presseinformation herausgegeben und außerdem direkt an Institutionen wie die Ständige Impfkommission und die Bundesärztekammer verschickt wurde. Wiederholen wir es immer wieder: Keiner soll später sagen dürfen, er hätte es nicht wissen können. Das gilt selbstredend auch für die Medien.

Die Medien: Wie nicht anders zu erwarten, greifen diese sich die von der eigenen Nachrichtenagentur (dpa) „designte“ Meldung zu diesem Brief der BKK ProVita heraus und geben sie einfach wieder, als Nachricht. Als Nachricht? Ja schon, aber als die eines Schmierenblattes, welches Auftragsarbeit leistet, als Propagandanachricht, in der die Quelle zerrissen wird, als Behüter der zu veröffentlichenden Meinung (8).

Bitte bleiben Sie schön achtsam, liebe Leser.


Anmerkungen und Quellen

(Allgemein) Dieser Artikel von Peds Ansichten ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen kann er gern weiterverbreitet und vervielfältigt werden. Bei Verlinkungen auf weitere Artikel von Peds Ansichten finden Sie dort auch die externen Quellen, mit denen die Aussagen im aktuellen Text belegt werden.

(a1) Den von der deutschen Zulassungsbehörde (PEI) erhobenen Daten zufolge erhöhte sich die Zahl schwerer Nebenwirkungen im Zusammenhang mit den verabreichten „Corona“-Injektionen für das gesamte Jahr 2021 auf fast 30.000 (9).

(1) 21.02.2022; Multipolar; Christof Kuhbandner; Der Anstieg der Todesfälle im zeitlichen Zusammenhang mit den Impfungen: Ein Sicherheitssignal wird ignoriert; https://multipolar-magazin.de/artikel/ein-sicherheitssignal-wird-ignoriert

(2) 2019; Trillium; Doris Oberle; Umgang mit Verdachtsfällen von Impfnebenwirkungen und Komplikationen; https://www.trillium.de/zeitschriften/trillium-immunologie/archiv/ausgaben-2019/heft-32019/aus-der-klinischen-forschung/umgang-mit-verdachtsfaellen-von-impfnebenwirkungen-und-komplikationen.html

(3, 3i) 27.12.2022; PEI; Sicherheitsbericht; Verdachtsfälle von Nebenwirkungen nach Impfung zum Schutz vor COVID […]; https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/dossiers/sicherheitsberichte/sicherheitsbericht-27-12-20-bis-30-11-21.pdf?__blob=publicationFile&v=9; ab S. 7

(4) 06.07.2021; TKP; Studienautoren von „2 Todesfälle durch Impfung um 3 durch Covid zu verhindern“ kontern Vorwürfe; https://tkp.at/2021/07/06/studienautoren-von-2-todesfaelle-durch-impfung-um-3-durch-covid-zu-verhindern-kontern-vorwuerfe/

(5) 07.10.2021; Martin Lichtmesz; Bilanz der Impfschäden (2); https://sezession.de/64837/bilanz-der-impfschaeden-2

(6) 22.02.2022; Statistisches Bundesamt; Sterbefälle – Fallzahlen nach Tagen, Wochen, Monaten, Altersgruppen, Geschlecht und Bundesländern für Deutschland 2016 – 2022; https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/Tabellen/sonderauswertung-sterbefaelle.html; im PDF S. 77/78

(7) 23.02.2022; BKK ProVita; Presseinformation: Impfnebenwirkungen nach Corona Impfung; https://bkk-provita.de/aktuelles/presseinformation-impfnebenwirkungen-nach-corona-impfung/

(8) 24.02.2022; Freie Presse, dap; BKK geht von Untererfassung bei Impfnebenwirkungen aus; https://www.freiepresse.de/nachrichten/deutschland/bkk-geht-von-untererfassung-bei-impfnebenwirkungen-aus-artikel12017139

(9) 20.02.2022; Corona-Blog; 17. Sicherheitsbericht des PEI: mit verkürztem Erhebungszeitraum, über 2.200 Myokarditiden & durch Muttermilch betroffene Babys; https://corona-blog.net/2022/02/20/17-sicherheitsbericht-des-pei-mit-verkuerztem-erhebungszeitraum-ueber-2-200-myokarditiden-durch-muttermilch-betroffene-babys/#2

(b1) VAERS, USA; Tote im Zusammenhang mit Impfung; Jahreszahlen seit 1990; 14.01.2022; https://openvaers.com/covid-data/mortality; abgerufen: 28.01.2022

(b2) 23.02.2022; BKK ProVita; Vergleich Kassendaten zu Werten des Paul-Ehrlich-Institutes; https://bkk-provita.de/wp-content/uploads/2022/02/Anlage-Nebenwirkungen-Corona-Impfung.pdf

Wie die USA die Ukraine-Krise angezettelt haben

Einleitung

Russland hat Truppen in die Ukraine entsandt und die ukrainischen Streitkräfte angegriffen.

In einer einstündigen Ansprache erklärte Präsident Putin, das Ziel sei die „Entnazifizierung“ der Ukraine (> Übersetzung der Rede Putins von Thomas Röper auf ANTI-SPIEGELVideo).

Jetzt ist klar, dass die russischen Erklärungen und der vorgeschlagene Friedensvertrag im Dezember 2021 todernst gemeint waren. Damals sagten die Russen, die USA und die NATO würden rote Linien überschreiten, sie fühlten sich bedroht und würden dies nicht endlos dulden. Jetzt haben sie Maßnahmen ergriffen.

In seiner gestrigen Ansprache gab der russische Präsident Putin eine freimütige Erklärung ab, die auf jahrelange Beschwerden zurückgeht. Die Russen haben sich bitterlich über den von den USA geförderten Putsch in der Ukraine 2014, die Osterweiterung der NATO, die Aufstellung von Raketen in Rumänien und Polen, die Behauptung, die Raketen dienten der Verteidigung gegen den Iran, den Ausstieg der USA aus dem Intermediate Nuclear Forces Agreement 2019 und die Aggression gegen russischsprachige Ukrainer im Osten beschwert.

Präsident Putin verglich die Situation mit dem Zweiten Weltkrieg, als die Sowjetunion überfallen wurde und 27 Millionen Bürger an Nazi-Deutschland verlor. Er schwor, den Fehler nicht zu wiederholen, den Aggressor endlos zu beschwichtigen.

Vergleich mit der Kuba-Krise

Dieser Konflikt ist unnötig. Er hätte durch die einfache Vereinbarung, die Ukraine nicht in die NATO aufzunehmen und die Raketensysteme aus Rumänien und Polen abzuziehen, vermieden werden können. Sofern die NATO keinen Krieg mit Russland plant, sind diese Vereinbarungen äußerst sinnvoll.

1962 zogen die Vereinigten Staaten von Amerika eine rote Linie, die besagte, dass die Sowjetunion keine Raketen auf Kuba installieren durfte. Sie drohten mit einem Weltkrieg, um diesen Standpunkt durchzusetzen. Die Entfernung von Havanna auf Kuba nach Washington DC beträgt über 1100 Meilen. Im Gegensatz dazu beträgt die Entfernung von Kiew in der Ukraine nach Moskau in Russland weniger als 500 Meilen. Ist es nicht klar, warum sich die Russen bedroht fühlen?

Wesentliche Hintergründe und Fakten

Bei der Beurteilung der Frage, wer die Schuld an der derzeitigen Krise und dem Blutvergießen trägt, sind folgende Faktoren zu berücksichtigen. Wenn wir Analysen der Situation hören, die die folgenden Fakten völlig ignorieren, ist das ein sicheres Zeichen für Verzerrung und Voreingenommenheit.

Fakt 1. Im Februar 2014 wurde die ukrainische Regierung, die durch eine von der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit) bestätigte Wahl an die Macht gekommen war, durch einen Putsch gestürzt. Der Präsident Viktor Janukowitsch musste um sein Leben fliehen.

Diese Situation wurde damals von Seumas Milne vorausschauend analysiert, der schrieb: „Der Versuch, Kiew durch den Sturz eines gewählten Führers ins westliche Lager zu drängen, machte den Konflikt sicher. Er könnte eine Bedrohung für uns alle sein.“

Fakt 2. Der Staatsstreich wurde von Vertretern der Vereinigten Staaten von Amerika unterstützt. Neokonservative wie Victoria Nuland und John McCain unterstützten die Proteste aktiv. Wie in einem heimlich aufgezeichneten Telefongespräch bestätigt wurde, legte Nuland die Zusammensetzung der Regierung nach dem Putsch Wochen im Voraus fest. Später prahlte Nuland damit, dass sie über zwei Jahrzehnte hinweg 5 Milliarden Dollar für diese Kampagne ausgegeben haben. Bevor der Putsch „eingefädelt“ wurde, lehnte Nuland ein wahrscheinliches europäisches Kompromissabkommen, das zu einer Kompromissregierung geführt hätte, energisch ab. „F*** die EU!“, sagte sie. Nuland leitete den Putsch, aber Vizepräsident Biden hatte die Gesamtverantwortung. Wie Nuland in dem Telefonat sagt, würde Biden den Putschisten den ultimativen „atta boy“ geben. In der Folge profitierte der Sohn von Joe Biden persönlich von dem Putsch. Victoria Nuland hat jetzt als Unterstaatssekretärin für politische Angelegenheiten noch mehr Macht. Geheime US-Kräfte wie die Central Intelligence Agency müssen ebenfalls involviert sein.

Fakt 3. Die Putschregierung verhielt sich sofort feindselig gegenüber ihren russischsprachigen Bürgern. Etwa 30 % der ukrainischen Bürger haben Russisch als Muttersprache, doch gleich am ersten Tag ihrer Machtübernahme hat das Putschregime Russisch nicht mehr als offizielle Staatssprache zugelassen. Es folgten weitere feindselige Handlungen. Wie in dem Video „Crimes of the Euromaidan Nazis“ dokumentiert, wurde ein Buskonvoi auf dem Weg zurück auf die Krim angegriffen. In Odessa starben über dreißig Gegner der Putschregierung, als sie angegriffen und das Gewerkschaftshaus in Brand gesetzt wurde.

Fakt 4. Während des Zweiten Weltkriegs gab es in der Westukraine einige Nazi-Sympathisanten, als die Deutschen in die Sowjetunion einmarschierten. Dieses Element besteht heute in Form von Svoboda und anderen rechtsextremen nationalistischen Parteien fort. Die ukrainische Regierung hat sogar ein Gesetz verabschiedet, das Nazi-Kollaborateure heroisiert und gleichzeitig Statuen entfernt, die Anti-Nazi-Patrioten ehren. Die Situation wurde vor drei Jahren in einem Artikel mit dem Titel „Neonazis und die extreme Rechte sind in der Ukraine auf dem Vormarsch“ beschrieben. Der Autor stellte die Frage, warum die USA dies unterstützen. Unter Präsident Poroschenko (2014 bis 2019) nahm der Nationalismus zu, und sogar die orthodoxe Kirche spaltete sich ab.

Fakt 5. Die Abspaltung der Krim, von Donezk und Luhansk ist eine direkte Folge des Putsches von 2014. Auf der Krim wurde rasch eine Volksabstimmung organisiert. Mit einer Wahlbeteiligung von 83 % und einer Zustimmung von 97 % beschlossen die Krimbewohner, sich von der Ukraine abzuspalten und sich wieder mit Russland zu vereinigen. Die Krim war seit 1783 Teil Russlands. Als die Verwaltung der Krim 1954 auf die Ukraine übertragen wurde, waren sie alle Teil der Sowjetunion. Dies geschah ohne Rücksprache mit der Bevölkerung.

Anmerkung des Autors: Ich habe die Krim 2017 besucht und mit verschiedenen Menschen gesprochen, darunter auch mit den vom Volk gewählten Stadtratsmitgliedern. Es besteht kein Zweifel an der überwältigenden Unterstützung für die Wiedervereinigung mit Russland.

In den Provinzen Luhansk und Donezk an der Grenze zu Russland spricht die Mehrheit der Bevölkerung Russisch und hatte keine Feindseligkeit gegenüber Russland. Das Putschregime in Kiew war feindselig und verfolgte eine Politik, mit der sie vehement nicht einverstanden waren. Im Frühjahr 2014 erklärten die Volksrepubliken Luhansk und Donezk ihre Unabhängigkeit vom Kiewer Regime.

Fakt 6. Die Minsker Vereinbarungen von 2014 und 2015 wurden von der Ukraine, ukrainischen Rebellen, Russland und anderen europäischen Behörden unterzeichnet. Sie zielten darauf ab, das Blutvergießen in der Ostukraine zu beenden und die territoriale Integrität der Ukraine zu wahren, während Luhansk und Donezk ein gewisses Maß an Autonomie zugestanden wurde. Dies ist nicht ungewöhnlich; in Europa gibt es 17 autonome Zonen. Diese Vereinbarungen wurden später von der Regierung in Kiew und Washington abgelehnt. Die ukrainischen Milizen haben ihre Angriffe in der Donbass-Region eskaliert. Die USA und andere NATO-Länder haben Waffen in die Ukraine geliefert. Russell Bentley, ein US-Bürger, der jetzt in Donezk, nur wenige Kilometer von der Front entfernt, lebt, liefert eine überzeugende Beschreibung der Situation.

Nachdem sie acht Jahre lang versucht hatte, die Minsker Vereinbarungen umzusetzen, gab die russische Regierung auf und erkannte die Volksrepubliken Donezk (DVR) und Luhansk (LPR) am 21. Februar 2022 an.

Die USA und die NATO sind wenig glaubwürdig, wenn sie sich einer Sezession widersetzen, da sie den Zerfall Jugoslawiens, die Abspaltung des Kosovo von Serbien, die Abspaltung des Südsudan vom Sudan, die kurdischen Sezessionsbestrebungen im Irak und in Syrien usw. unterstützt haben. Die Abspaltung der Krim ist durch ihre einzigartige Geschichte und die überwältigende Unterstützung der Bevölkerung gerechtfertigt. Die Abspaltung von Luhansk und Donezk könnte durch den illegalen Staatsstreich von 2014 in Kiew gerechtfertigt sein.

Schlussfolgerung

Die offene und geheime Intervention der USA war eine der Hauptursachen für die Ereignisse in der Ukraine. Die USA haben den Konflikt angezettelt. Die Ukrainer und Russen zahlen nun den Preis dafür.

Hoffen wir, dass die Gewalt schnell endet und eine wirklich unabhängige Ukraine entsteht, die nicht länger ein Werkzeug der Vereinigten Staatenvon Amerika ist.

http://antikrieg.com/aktuell/2022_02_25_wiedieusa.htm

Der Ukraine-Konflikt: Tor zum großen Krieg ?

Von Manaf Hassan – 22. Februar 2022, 13:11 Uhr

Ich werde nicht lange um den heißen Brei reden, werde im Folgenden eine (geopolitische) Analyse zur aktuellen Ukraine-Krise präsentieren und die einzelnen Interessen bzw. Ziele der beiden Weltmächte und ihrer Verbündeten aufzeigen. Ich bin nämlich wirklich verwundert und überrascht darüber, wie wenig Menschen sich wirklich mit einem Thema befassen und auskennen, sich aber unbedingt dazu äußern wollen, um leicht verdienten Applaus zu bekommen, indem sie einfach nur die Agenda der Medien nachplappern.

Zuerst einmal ist dieser Konflikt nicht einfach nur ein Konflikt zwischen Russland und der Ukraine. Dieser Konflikt ist viel großflächiger und von großer Bedeutung. Vor allem aber liegt der Keim allen Übels weit vor diesem Konflikt. Genau gesagt im Jahre 1991, am 06. März. An diesem Tag trafen sich nämlich Deutschland, USA, Großbritannien und Frankreich, um über die Sicherheit Polens und allgemein osteuropäischer Staaten zu diskutieren und haben beschlossen, dass sie die NATO nicht über die Elbe hinaus ausweiten und Polen und anderen keine Mitgliedschaft anbieten werden. Man hat ausdrücklich klargemacht, dass man keinen Vorteil aus dem Rückzug sowjetischer Truppen aus Osteuropa ziehen werde.

Nur 8 Jahre später, am 12. März 1999, traten jedoch – trotz des Abkommens – Polen, Tschechien und Ungarn der NATO bei. Wieder 5 Jahre später – in 2004 – traten Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Slowakei und Slowenien der NATO bei. Und wieder 5 Jahre später – 2009 – traten Albanien und Kroatien bei. Montenegro und Mazedonien folgten schließlich im Jahre 2017 und 2020.

Und Russland ? Russland hat seit Ende des Warschauer Paktes, mit Ende des Kalten Krieges, kein neues Militärbündnis geschmiedet. Außer die sogenannte „Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit“ (OVKS), zu der Kasachstan, Armenien, Usbekistan, Tadschikistan und Kirgisistan gehören, die neben der NATO aber keine große Bedeutung hat.

Wie man also sieht, hat die NATO hier ganz klar gegen Zusagen verstoßen. An diesem Punkt ist klar zu sagen, dass dieser Bruch kein Kinderspiel ist, das man mal kurz unter den Teppich kehren kann. Es geht um die Sicherheit der Gegenseite und diese wird überhaupt nicht respektiert. Im Gegenteil, die Sicherheit Russlands ist aus geopolitischer Sicht gefährdet. Schaut man sich die NATO-Osterweiterung an, sieht man sofort, dass die NATO Russland extrem nahegekommen ist. Nicht andersherum. Diese gesamte Passage fehlt in nahezu jedem Medium in Deutschland und allgemein im Westen in diesen Tagen. Diese Aufklärung ist von großer Bedeutung, um diesen Konflikt überhaupt zu verstehen.

Russland hat also recht, wenn es sagt, dass Versprechen gebrochen wurden. Interessant ist übrigens die Information, dass dieses Dokument, das eine Osterweiterung der NATO ausschließt, angeblich erst jetzt aufgetaucht ist, im britischen Nationalarchiv.

Nach dieser historisch wichtigen Rückblende springen wir nun direkt zu den aktuellen Geschehnissen.

Zum Ukraine-Krieg seit 2014 werde ich hier nicht großartig Stellung beziehen, weil es den Rahmen sprengen würde. Wichtig ist hier aber zu erwähnen, dass Ukrainer diesen Krieg sehr zwiegespalten und sehr anders sehen als man es uns hier verkauft. Und auch hier hat der Westen kräftig mitgemischt, Demonstrationen befeuert und fleißig Waffen in die Region geschleust, um das Land zu spalten und um dann eine westliche Regierung zu installieren. So wie man es im Irak, in Syrien, in Libyen … vorhatte, die Liste mit Beispielen ist lang. Die Mehrheit der Ukrainer wollten aber nur wegen der Missstände im Lande auf die Straßen gehen, um ihre Meinung diesbezüglich zum Ausdruck zu bringen. Sie wollten keinen Krieg, schon gar nicht eine Spaltung. Sowohl Demonstrationen als auch der bewaffnete Konflikt waren vom Westen gewollt, um auch die Ukraine für sich zu gewinnen. Der Westen schleust sich dann über sogenannte „thinktanks“, Denkfabriken, in die Köpfe der Menschen ein, um sie indirekt/direkt für ihre Interessen zu gewinnen. Sie planen solche Proteste stufenartig, bis hin zur gewollten Eskalation, die zum eigentlichen Ziel führt. Diese Denkfabriken sind nahezu überall aktiv, wo das Establishment seine Interessen hat, auch in Deutschland (Klima, Corona etc.). Über Medien, Organisationen, Lobbyisten usw. werden die Interessen dann umgesetzt. Alles wird geschmiert.

Und so kam es dann dazu, dass bei den Demonstrationen Söldner auf beide Seiten schossen, um sie gegeneinander aufzubringen. Spätestens wenn Blut fließt, sehnen sich mehr und mehr nach Rache, Vergeltung oder Selbstjustiz und der Prozess der Eskalation ist nahezu nicht mehr aufzuhalten. Man befindet sich dann im berühmten Teufelskreis. Übrigens war es in Syrien sehr ähnlich, daher habe ich den Ukraine-Konflikt sofort verstanden und (er)kannte die Eskalationsstufen. Der Ukraine-Krieg wird von vielen Experten auch als Gleichgewicht zum Syrien-Krieg erwähnt, da die USA & Verbündete im Westen und im Nahen Osten ihre Interessen in Syrien – wegen Hilfe von Russland – nicht durchsetzen konnten.

Die Vorgeschichte ist erzählt. Jetzt aber zum eigentlichen Konflikt, der von Medien und Politikern in den Hintergrund geschoben wird, um das Gefühl zu vermitteln, hier gehe es wirklich nur um eine russische Aggression gegen die Ukraine und der „liebe Westen“ möchte sich nur für Menschlichkeit einsetzen.

In Wirklichkeit ist dieser Konflikt aber nichts anderes als eine Fortsetzung des Kalten Krieges. Nur zwei Monate nach Beginn von Bidens Amtszeit zeigte er auch gleich, wohin die Reise geht. So bezeichnete er Putin als „Killer“. Etwas, das vielleicht so einige Präsidenten der USA und Russland zuvor übereinander dachten, aber eben nie aussprachen.

In diesem Zusammenhang muss aber erwähnt werden, dass Russland gar nicht der einzige Grund der NATO-Osterweiterung ist. Die neue Gefahr heißt nämlich China, bleibt oft unerwähnt, wird aber immer mehr anvisiert. Die Allianz Russland-China ist sowohl militärisch als auch wirtschaftlich eine große Gefahr für die USA und Verbündete. Aufgrund dieser wachsenden Allianz und der sich um sie scharenden Länder fürchten die USA um ihre Vormachtstellung. Macron hat nicht umsonst vom „Hirntod“ der NATO gesprochen und davon, dass man Russland nicht in die Hände Chinas treiben dürfe, sondern Europa näherbringen müsse. Diese Worte sind bei seinen Verbündeten aber eben nicht auf offene Ohren gestoßen.

Den USA ist jedes Mittel recht, um Russland und somit auch China in Schach zu halten. Wir erinnern uns an die Brutkastenlüge und die Lüge über Massenvernichtungswaffen im Irak. Sie haben so oft gelogen. Vietnam, Syrien, Afghanistan, Irak, Libyen, Jemen … warum also sollte man noch darauf vertrauen, dass die USA und ihre Verbündeten die Wahrheit über die Ukraine sagen ? Sie bedienen sich auch hier wieder vieler weiterer Lügen. Die NATO ist ganz sicher nicht so friedlich, wie es viele gern darstellen.

Was sind aber die genauen Interessen beider Länder und was steckt wirklich hinter dem Ukraine-Konflikt ?

Russlands Interesse am Ukraine-Konflikt ist selbstverständlich und oftmals von Putin betont, die Sicherheit Russlands. Stichwort: Osterweiterung der NATO. Von der Ukraine aus ist Moskau verletzlich. Putin will nicht mehr zusehen, wie sich die NATO immer weiter annähert. Sie stehe bereits vor der Tür obwohl es die Zusagen gab, dass man keine Osterweiterung anstrebe. Hätte er die Ukraine wie von vielen Politikern und Medien einnehmen wollen, hätte er 2014 die beste Gelegenheit dazu gehabt. Man muss sich also schon fragen, weshalb dieser Konflikt jetzt wieder so eskaliert. Diesbezüglich hatte die NATO also beste Chancen Putin bzw. Russland den Wind aus den Segeln zu nehmen, um diese Eskalation zu verhindern oder zumindest um zu zeigen, dass er es – wie so oft behauptet – nicht ernst meint. Er fordert immerhin schon seit Jahren eine Vereinbarung, dass man die Ukraine weder in die EU noch in die NATO aufnehmen wird. Es ist in diesem Falle – für den Weltfrieden – aus meiner Sicht unumgänglich, diese Zusicherung zu machen, aber eben auch selbst Zusicherungen von Putin zu fordern, dass er sich von der Ukraine fernhält . Diese Chance wurde vertan. Würde es den USA und dem Westen allgemein um Frieden und um Menschlichkeit gehen, hätte man diesen Punkt in den letzten Tagen, Wochen und Monaten zur Chefsache machen müssen. Davon war aber einfach nichts zu sehen. Stattdessen wurde darüber diskutiert, ob man die Ukraine stark bewaffnet bzw. aufrüstet. Russland hat die Befürchtung, dass es dann zu spät wäre, um angemessen handeln zu können. Also will es sich selbst absichern statt auf Zusicherungen der NATO und der EU zu warten, die sich kaum in seine Richtung hinbewegten. Man stelle sich vor, Putin stationiere auf Kuba und Venezuela Militär und Waffen, um sie vor den USA zu beschützen. Die USA haben zu diesem Szenario erst vor kurzem gesagt, dass man bei solchen Entwicklungen entschieden und angemessen handeln würde. Warum nehmen sich die USA also das Recht heraus, solchen möglichen Aktionen hart entgegenzutreten, zeigen sich aber bei Russland angeblich verwundert, wenn es dasselbe macht.

Statt also auf die Sicherheit Russlands einzugehen, wurde auffällig und ständig Kriegshetze betrieben und es wurden leere Warnungen durchgegeben, dass Russland bald in die Ukraine einmarschieren würde.

So gut wie niemand hat sich die Frage gestellt, warum die USA und Verbündete dieses Bild vermittelt haben. Und da kommen wir schon zu den Interessen der USA. Im Grunde ist den USA gleichgültig, was mit der Ukraine passiert. Die Ukraine dient ihnen mehr oder weniger als Falle für Russland und Nord-Stream II. Sie wollen sogar, dass Russland den Fehler begeht, in die Ukraine einzumarschieren, um Sanktionen gegen Russland zu verhängen, die Russland auf vielen Ebenen treffen, vor allem aber Nord-Stream II unmöglich machen. Die USA haben Russland nahezu bedrängt, in die Ukraine einzumarschieren. Bis heute ist unklar, wer wirklich vor wenigen Tagen gezündelt hat. Wer mit Granatenbeschuss auf Separatistengebiete begonnen hat. Laut Russland und der Separatisten kam der Beschuss aber aus der Ukraine. Was durchaus Sinn ergeben würde.

Die USA werden Sanktionen verhängen und die EU dazu drängen mitzuziehen. Deutschland soll so auch gezwungen werden, mitzumachen. Nord-Stream II wäre dann in Gefahr. Die USA waren mit Biden sehr offensiv und machten bereits vor Tagen und Wochen deutlich, dass Nord-Stream II dann nicht mehr in Betrieb genommen werde, obwohl die USA mit Nord-Stream II nichts zu tun haben. Deutschland und Europa haben immerhin noch eigene Interessen und sind vom russischen Gas abhängig. Russland könnte ja auch mit einem Stop der Gaslieferungen drohen, wenn die Sanktionen hart ausfallen.

Zur Einordnung: Russland liefert ca. 46% Erdgas nach Europa, am meisten nach Deutschland.

Was wäre die Alternative ? Überraschung: Fracking-Gas aus den USA. 7-14 mal so teuer wie die USA es bei sich selbst anbieten und um ein vielfaches dreckiger und umweltfeindlicher. Die USA sind vom Energieimporteur zum Exporteur geworden. Die gesamte Ostküste ist voll mit Verladehäfen für Gas. Die Strategie hat sich also geändert.

Und schließlich würden die USA selbstverständlich gern Truppen und schweres Kriegsgerät in der Ukraine stationieren. Doch sie wissen selbst, dass es zu weit gehen und Russland nicht zusehen würde.

Die USA haben zudem in den letzten Tagen, Wochen und Monaten Truppen und schwere Kriegswaffen nach Polen verlegen lassen. Übrigens schon unter Trump. Sogar von Deutschland nach Polen. Damit zeigt sich, dass Polen die neue Speerspitze gen Osten werden soll. Ein Indiz dafür, dass Polen für eine mögliche russische Invasion in die Ukraine, die man unter Umständen in Kauf nehmen würde, aufgerüstet wird. Auch Bulgarien, Ungarn, Rumänien und die Slowakei haben Truppen und schwere Kriegsgeräte entsendet bekommen. Die Slowakei übrigens trotz Widerwillens der Regierung und Bevölkerung. Die slowakische Bevölkerung ist nämlich das russlandfreundlichste Land in der Visegrad-Gruppe.

Die Verhinderung von Nord-Stream II steht also ganz oben auf der Liste und durch das Säbelrasseln auf Kosten der Ukrainer wird die NATO sich zumindest in vielen Ländern neu aufstellen und umstruktuieren. Das hat sie auch in vielen Teilen schon getan. Und das war auch so geplant.

Offiziell wird ein „neuer Kalter Krieg“ geführt obwohl der alte eigentlich keine Pause hatte und weiter fortgeführt wird.

Russland schafft sich im Grunde genommen seine eigenen Sicherheitsgarantien auf Kosten der Ukraine. Daher hat Russland die Volksrepubliken Donezk und Lugansk als unabhängig anerkannt. Fraglich ist, ob man damit auch den jeweiligen gesamten Oblast meint, da beide Volksrepubliken sie als ihr „Staatsgebiet“ sehen. Wäre dem so, wäre das ein großes Problem, da sich aktuell noch ukrainische Soldaten auf diesem „Staatsgebiet“ befinden und dies dann ein Kriegsgrund wäre. Ob es also noch weiter gehen wird, bleibt hier abzuwarten.

Die USA hingegen erschaffen sich auf Kosten der Ukraine Abnehmer für ihr teures und dreckiges Fracking-Gas in Europa und machen Nord-Stream II vielleicht kaputt oder schwächen es enorm. Die verstärkten Sanktionen gegen Russland werden sie durchsetzen können. Russland hat aber sicher schon mit vielen Sanktionsszenarien gerechnet und dürfte damit nicht sonderlich überrascht sein, hat vllt. sogar schon eine Antwort parat. Weiterhin wurde die NATO unter dem Deckmantel der Ukraine im Osten verstärkt.

Und wieder einmal zeigt sich, dass Geopolitik und imperialistische Interessen über allem stehen. Wieviele Länder haben schon unter den Großmächten leiden müssen ? Viele.

Es geht auch nicht darum, sich auf eine Seite zu stellen, sondern das Spiel zu durchschauen. Denn egal wo sich bisher Großmächte eingemischt haben, am Ende haben beide etwas mitgenommen und andere viel verloren. Es ist ein Krieg gegeneinander, aber auf Kosten vieler anderer. Interessen werden auf Kosten vieler Menschenleben und Länder durchgesetzt.

Mir persönlich geht es schlicht und ergreifend darum, ein Gleichgewicht zu den Medien zu schaffen, die sich fast ausschließlich auf die Seite der USA stellen. Daher versuche ich oft zu den tendenziösen Medien zu erklären, was auch die Interessen und Ziele der USA sind und weshalb es nicht so einfach ist, Russland immer als Bösewicht hinzustellen. Zu diesen Konflikten gehören immer mindestens zwei.

Und kein Land der Welt kann auch nur annähernd mit den USA mithalten, wenn es um Kriege und Verwicklungen nach dem zweiten Weltkrieg geht. Millionen Menschen wurden getötet, viele Lügen erfunden, Länder ausgeraubt und und und. Auch der „böse Russe“ kann da nicht mithalten. Das ist ein Fakt. Wer etwas anderes behauptet, der relativiert die Gräueltaten der USA oder mehr noch, der unterstützt diese.

Zu guter letzt noch eine kleine Information mit viel Brisanz, die auch zeigt, dass den USA die Ukraine und die Menschen völlig egal sind.

Ich habe vor ca. 1 Woche von einer internen und sehr seriösen Quelle erfahren, dass die USA Russland vor mehr als 1 Woche die Ukraine für Syrien angeboten haben. Russland dürfe sich in der Ukraine austoben, wenn es sich aus Syrien komplett zurückziehe und den USA dort das Feld überlässt. Putin lehnte ab und entgegnete, dass man sowohl in Syrien als auch in der Ukraine seine Interessen wahren werde. Dazu passt auch, dass Russland mitten in dieser hitzigen Ukraine-Krise, den Verteidigungsminister Sergej Schoigu nach Syrien schickte, um mit dem syrischen Präsidenten Assad zu sprechen. Darin wurde das Bündnis bekräftigt und sogar noch verstärkt. Russland hat starke Raketen und modernste Jets nach Syrien schicken lassen. Weiterhin Militärmanöver durchgeführt. Passend zu dieser Information auch, dass der US-Generalleutnant Erik Kurilla androhte, dass eine mögliche russische Invasion in der Ukraine die Stabiltät im Nahen Ostern belasten könnte und dabei explizit Syrien erwähnte und dass ein Übergreifen des Konflikts dorthin dann nicht unwahrscheinlich wäre. Ein Beleg also, dass die USA ihre Träume in Syrien nicht aufgeben wollen und aufgegeben haben. In den letzten Tagen versuchten daher Islamisten und ihre Anhänger in Syrien Stimmung zu machen und riefen zu landesweiten Protesten auf. Das ist aber zum Glück nicht passiert, weil das syrische Volk auf die Spielchen der USA keine Lust mehr hat und endlich wieder Frieden und Freiheit möchte und zum syrischen Präsidenten Assad steht.

Wie ihr merkt, sind die Konflikte also bei weitem nicht so einfach, wie sie uns Medien präsentieren. Im Hintergrund spielt sich meist vielmehr ab, als wir überhaupt erfahren. Wer sich aber intensiv mit diesen Themen befasst und allen Reden gespannt zuhört, auch denen von Putin, und sich eben nicht nur auf Medien verlässt, der versteht auch, was die Interessen aller Parteien sind. Ein Blick auf die Weltkarte ist dabei ebenfalls zu empfehlen. Ich habe viele Informationen selbst nur so bekommen und muss zugeben, dass arabische Sender in diesem Konflikt deutlich objektiver und tiefgreifender sind als deutsche Medien, die eine ganz schlimme Entwicklung genommen haben und ihr Volk nur sehr schlecht aufklären.

P.S: Nur weil ich einen Konflikt von all seinen Seiten betrachte und zu einem differenzierten und anderen Ergebnis als die vielen (unwissenden/intriganten) Politiker und Medien komme, heißt es nicht, dass ich Partei für jemanden ergreife. Diese Diffamierungen sind nur ein Mittel, um mich mundtot zu machen. Sie lügen wie gedruckt, ich drucke wie sie lügen.

Übersetzung: Glauben Sie, dass Impfstoffe wirken? Erklären Sie dies.

https://stevekirsch.substack.com/

Glauben Sie, dass Impfstoffe wirken?
Erklären Sie dies.

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In jeder Kategorie schnitten die Geimpften schlechter ab.

Dies könnte jedoch durch das Alter bedingt sein.

Hier ist die Originalreferenz.

Das Datum des Berichts ist im europäischen Format (12. Januar 2022).

Tabelle 13 zeigt die altersstandardisierte Sterblichkeitsrate. Sie können die Zahlen nach Woche für Ungeimpfte und 2 Dosen vergleichen. In jeder Woche schnitten diejenigen, die nicht geimpft waren, besser ab. Das dürfte nicht passieren, wenn der Impfstoff wirklich so wirken würde, wie er beworben wird. Wie können sie das erklären?

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Quelle: Gelbes Forum

Die Situation wird rasch eskalieren, womöglich in den nächsten Tagen

http://thesaker.is/the-situation-is-about-to-quickly-escalate-probably-in-the-next-days/

vom Saker, 23.02.2022

Heute will ich mit einer kleinen allegorischen Geschichte anfangen.

Es war einmal, da schlummerte ein Bär in seinem Bau und war mit sich selbst zufrieden. Eines Tages kam eine kleine Gruppe von Nagern und wollte etwas Spaß mit dem Bären treiben. Sie liefen um ihn herum, machten eine Menge Krach (einige wagten es sogar, dass der Bär hervorkam und ihnen nachstellte) und warfen mit kleinen bunten Steinchen nach ihm. Der Bär ignorierte sie zumeist und hoffte, dass sie irgendwann von ihrem albernen Verhalten genug hatten und weg gingen. Aber die Nager blieben nicht nur, sie fingen an, den Bären mit noch mehr Steinchen zu bewerfen und schließlich – es musste so kommen – flog ein Steinchen mit der Aufschrift „lächerlicher Völkermord-Vorwurf“ auf das Augenlid des Bären. Und das hat den Bären „richtig“ wütend gemacht. Er stand auf, trottete zum Eingang der Höhle und schaute die wuselnden Nager an. Der Bär fragte sich, was er mit diesen kleinen Nagern machen sollte. Die Nager fragten sich das Gleiche. Also sagten sie dem Bären, wenn er es wagen würde, die Höhle zu verlassen, dann würden sie ihn mit noch mehr Steinchen bewerfen und er solle sich besser nicht bewegen. Was glaubt Ihr tat der Bär als nächstes?

*

Gestern gab Putin eine recht erstaunliche (und kurze) Pressekonferenz. Er erklärte nicht nur, dass Russland die LDNR-Republiken in ihren eigenen, legalen Grenzen anerkennt (d. h. die vollständigen Regionen Donezk und Lugansk), sondern nannte auch die vier Schritte, die die Ukraine unternehmen muss, um eine direkte, einseitige russische Aktion zu vermeiden:

 — Die Ukraine muss die Krim und Sewastopol als russisches Territorium anerkennen

 — Die Ukraine muss offiziell auf den Beitritt zur NATO verzichten.

 — Die Ukraine muss eine Einigung mit den LDNR-Republiken aushandeln.

 — Die Ukraine muss entmilitarisiert und für neutral erklärt werden.

Dies ist eindeutig ein Ultimatum, diesmal jedoch an die Behörden in Kiew.

Nun ein paar einfache Bemerkungen:

Da Russland die LDNR in ihren ursprünglichen, administrativen, regionalen Grenzen anerkannt hat, bedeutet dies, dass alle ukrainischen Streitkräfte zwischen der derzeitigen Kontaktlinie (LOC) und den Grenzen zwischen den ursprünglichen Grenzen der LDNR und dem Rest der Ukraine nun de facto und de jure eine ausländische Besatzungsmacht auf dem Gebiet eines russischen Verbündeten sind, den Russland zu schützen versprochen hat.

Denkt eine Weile darüber nach, was das bedeutet, und lasst es auf euch wirken: Bis gestern befanden sich die ukrainischen Streitkräfte auf ihrem eigenen Gebiet, zumindest rechtlich gesehen. Jetzt sind sie im Ausland und unwillkommen.

Folgerichtig haben mehrere DNR- und LNR-Vertreter nun von Kiew den vollständigen Abzug dieser Truppen aus dem Gebiet der LDNR gefordert. Als kleines Zuckerbrot haben LDNR-Beamte gesagt, dass keine weiteren Maßnahmen ergriffen werden, wenn sich die Ukies freiwillig zurückziehen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass die LDNR alles Notwendige tun werden, um die Ukros zum Abzug zu bewegen, wenn sie bleiben.

Das ist ein Ultimatum der LDNR an Kiew.

Im Klartext heißt das Folgendes:

 — Putin hat gefordert, dass die ukrainischen Streitkräfte ihre Angriffe sofort einstellen.

 — Die LDNR fordern, dass sich die Ukronazi-Truppen unverzüglich aus allen Gebieten zurückziehen, die die LDNR für sich beanspruchen und die Russland als zur LDNR gehörig anerkennt.

Einige LDNR-Beamte haben Folgendes angeboten: Stellen Sie den Beschuss ein, ziehen Sie zumindest Ihre schweren Truppen von der Kontaktlinie ab, wie Sie es gemäß den Waffenstillstandsvereinbarungen tun sollten, und wir werden unsere Truppen nicht hineinziehen. Mit anderen Worten: Wenn die Ukies abziehen, werden die LDNR-Truppen draußen bleiben, aber das von den Ukies geräumte Gebiet wird rechtmäßig der LDNR gehören.

Da die Wahrscheinlichkeit, dass die Nazis in Kiew das akzeptieren, gleich Null ist, was sagt euch das über den nächsten Schritt der LDNR und möglicherweise Russlands?

Glaubt noch jemand ernsthaft, dass Putin blufft?

In Russland hat Medwedew ein bemerkenswertes „patriotisches Comeback“ mit einigen sehr guten Worten auf der Sitzung des russischen Sicherheitsrates hingelegt. Er hat auch diesen ziemlich spöttischen Tweet gepostet, nachdem Olaf sich entschlossen hatte, zu erklären, dass NS2 „jetzt“ nicht zertifiziert würde (was auch immer das bedeutet). Olaf hat bereits begonnen, einen Rückzieher zu machen und zweideutige Aussagen über die langfristige Zukunft von NS2 zu machen.

Das Schöne an der derzeitigen Dynamik ist, dass die Deutschen sich das selbst antun (und dem Rest der EU), während Russland die „Energiewaffe“ noch gegen niemanden eingesetzt hat. Man kann Russland also nicht vorwerfen, dass es Energie als Waffe einsetzt oder seinen Verpflichtungen nicht nachkommt!

Russland bietet Deutschland und dem Rest der EU billiges Gas an. Aber wenn letztere Onkel Shmuel so sehr gefallen wollen, dass sie bereit sind, ihre eigene Wirtschaft zu ruinieren, dann hat Russland seine Verpflichtung erfüllt, und es ist sicher nicht seine Schuld, dass die Deutschen jetzt (zumindest so tun) als ob sie ihren Teil der Abmachung nicht einhalten.

Wenn die Europäer die Schmerzgrenze für sich selbst höher setzen wollen, wird Russland sicher nichts dagegen haben.

Und habe ich schon erwähnt, dass der jüngste Anstieg der Energiepreise Gazprom einen solchen Gewinn beschert hat, dass die russische Investition in NS2 damit bereits bezahlt ist? Wenn die Deutschen wirklich aus dem Vertrag aussteigen, wird es zu massiven Klagen kommen, die die Deutschen noch mehr zur Kasse bitten werden. Und schließlich wird Gazprom durch den erneuten Anstieg der Energiepreise Milliarden von Dollar an zusätzlichen Einnahmen erzielen.

Was die USA betrifft, so wird der wahrscheinliche Anstieg der Energiekosten (Öl und Gas) die bereits sehr hohe Inflation noch weiter anheizen. Aber kümmert das „Biden“?

Nö. „Biden“ ist so besoffen von seinen ideologischen Wahnvorstellungen, dass er lieber eine noch schlimmere Inflation in Kauf nimmt, wenn das Russland schaden kann (was nicht der Fall sein wird, aber das spielt keine Rolle). Dass seine Sanktionen Russland nicht wirklich schaden werden, ist völlig irrelevant. In Zone A zählt nur das, was man sich einbildet und erzählt. Fakten sind völlig unwichtig.

Ich sage es schon seit langem: Es gibt keine „US-Politik“ mehr, sondern nur noch Chaos, Korruption, grobe Inkompetenz, den Wahn, immer noch der Sheriff des Planeten zu sein, gepaart mit dem eher komischen Glauben, die USA könnten Russland durch Angst in die Knie zwingen.

Joe, in der langen Geschichte Russlands haben das schon viel stärkere Führer als du versucht. Willst du so enden wie sie?

Offensichtlich ja!

In der Tat haben die USA angekündigt, dass es kein Putin-Biden-Treffen und auch kein Lawrow-Blinken-Treffen geben wird. Ich bin mir sicher, dass sowohl Putin als auch Lawrow vor lauter Angst und Verzweiflung schluchzen…

Es besteht eine gute Chance, dass all dies mit einem vollständigen Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Russland und den USA endet (zusammen mit ein paar EU-Tabakis à la Großbritannien).

Um die „Entschlossenheit des von den USA geführten freien Westens“ zu demonstrieren, schicken die USA außerdem ein paar hundert zusätzliche Soldaten nach Lettland. Und einige Hubschrauber aus Italien nach Polen. Und als ob das nicht schon erschreckend genug wäre, schickt Kanadas Trudeau auch noch ein paar hundert zusätzliche kanadische Truppen ins Baltikum.

Bei diesem Tempo könnte die NATO in ein paar Wochen ein „komplettes Regiment“ irgendwo in Polen oder den baltischen Staaten untergebracht haben, wohl wissend, dass Russland niemals Gewalt gegen die 3B einsetzen wird, einfach weil Russland keinerlei Interesse an ihnen oder ihren Ländern hat und sie auch nicht begehrt.

In der Tat befinden sich diese Staaten genauso im freien Fall wie Banderastan, warum sollte Russland sie haben wollen? Was Polen betrifft, so ist es für Russland umso besser, je mehr neutraler Boden zwischen ihnen und Russland liegt. In der Geschichte haben sowohl Russland als auch Deutschland versucht, Polen zu managen, jetzt ist es an der Zeit, dass die USA einen Versuch wagen. Ich wünsche sowohl den Polen als auch den US-Amerikanern viel Spaß – amusez-vous bien! (obwohl es immer noch besser ist, die polnische Kolonie verwalten zu müssen als die britische.

Die Wahrheit ist, dass selbst wenn alle Nachbarn der Ukraine einfach und auf magische Weise das gesamte ukrainische Territorium, das sie wollen, an sich reißen könnten, ein großer Teil (der größte Teil des zentralen und nördlichen Teils) unangetastet bleiben würde.

So schlimm ist das Land 404 geworden… Vielleicht wird man sie einfach einzäunen und füttern wie in einem Zoo?

Glaubt irgendjemand ernsthaft, dass sich Russland von diesem lächerlichen Unsinn beeindrucken lassen wird?

Bis zum Zeitpunkt, an dem ich dies schreibe, haben die Ukronazis weiter geschossen und bombardiert, aber es gab (noch!) keinen umfassenden Bodenangriff. Die ukrainischen Spezialdienste haben einige Ablenkungsgruppen in die LDNR und sogar in eine kleine Streife i russisches Land geschickt. Diese Gruppen wurden von den russischen Grenzsoldaten entdeckt und abgefangen. Die Ukies versuchten, einen Schützenpanzer BMP zu schicken, um ihre Soldaten zu retten, der jedoch von den Panzerabwehrwaffen des russischen Militärs zerstört wurde.

Auch heute richteten die Ukies ihre Artillerieangriffe und Ablenkungsmanöver gegen die LDNR. In einigen Teilen der LDNR sind Wasser und Strom abgeschaltet. Noch immer sterben täglich Menschen, und es gibt keine Anzeichen dafür, dass die Bombardierungen der Ukros nachlassen. Besonders heftige Kämpfe finden in der Nähe der Stadt Nikolaevka statt.

Die Ukros haben auch einen Ausnahmezustand ausgerufen (der von der Rada noch genehmigt werden muss) und machen immer mehr Lärm über eine Wiederbewaffnung mit Nuklearwaffen. Ein kluger Schachzug, wenn Putin sagt, dass die Ukraine abrüsten soll 🙂

Übrigens hat das russische Untersuchungskomitee erklärt, dass Russland alle Personen namentlich kennt, die auf ukrainischer Seite den Befehl zum Beschuss der LDNR gegeben haben. Es wurden bereits über 400 Strafverfahren wegen Kriegsverbrechen eingeleitet, darunter gegen 85 hochrangige Ukronazi-Beamte, angefangen bei Turtschinow und seinen Militärkommandeuren Galetei und Gritsenko, Arsen Awakow und ihren Stellvertretern Schewtschuk, Dublian und Geraschtschenko. Der berüchtigte ZioNazi-Oligarch Igor Kolomoiskii, die Befehlshaber der ukrainischen Luftwaffe und Marine (oder was von ihnen noch übrig ist), der Chef der ukrainischen Luftlandetruppen, der Befehlshaber der ukrainischen Spezialeinheiten, der wichtigste Ukronazi Dmitrii Yarosch und viele weitere Ukronazis stehen ebenfalls auf dieser Liste.

Ehrlich gesagt, ich glaube, dass die Ukros Angst haben.

Ich weiß, dass ich das an ihrer Stelle auch hätte.

Sie können sich nicht einfach zurückziehen, es ist unmöglich, dass Ze das befehlen kann und nicht gestürzt wird.

Sie können nicht angreifen, weil es jetzt zu spät ist. All diese Kräftevergleiche zwischen den banderastanischen Streitkräften und den Streitkräften der LDNR sind jetzt, da Putin im Grunde sowohl die militärischen als auch die rechtlichen Voraussetzungen für jede Art von russischer Militäroperation geschaffen hat, von Angriffen mit Abstandswaffen bis hin zu einem Boden- und/oder amphibischen Angriff, wenn nicht irrelevant, so doch zumindest sehr viel weniger relevant. Jetzt muss er nur noch „los“ sagen. Nach seinem gestrigen Tonfall zu urteilen, glaube ich nicht nur, dass er bereit ist, diesen Befehl zu geben, sondern auch, dass er akzeptiert hat, dass dies die „am wenigsten schlechte“ Option für Russland und die LDNR ist.

Putin sagte erneut, dass er voll und ganz beabsichtigt, die Ukraine zu entwaffnen, zumindest von all ihren schweren Waffen. Da die Ukrainer sie nicht aufgeben wollen, sehe ich nur eine Möglichkeit, dies zu erreichen: sie mit Gewalt zu entwaffnen.

Daher erwarte ich in den nächsten Tagen auf die eine oder andere Weise größere Kampfhandlungen in der Ostukraine.

Denkt daran, dass die Reaktion des Westens auf Putins Worte und die Taten Russland nur noch mehr davon überzeugt, dass 1) weitere Sanktionen und Subversion unvermeidlich sind und 2) Gewalt unvermeidlich ist.

Erinnert euch an die berühmten Worte Putins: „Vor fünfzig Jahren lehrten mich die Straßen von Leningrad eines: Wenn ein Kampf unvermeidlich ist, muss man zuerst zuschlagen“?

Ich habe den Eindruck, dass der Kreml zu dem Schluss gekommen ist, dass ein gewaltsamer Kampf in der Tat unvermeidlich ist. Den Rest könnt Ihr euch denken 🙂

Weitere Nachrichten: Putin und Alijew haben gerade einen wichtigen Kooperationsvertrag zwischen Russland und Aserbaidschan unterzeichnet.

Ja, Alijew beschloss, an dem Tag, an dem Russland die LDNR offiziell anerkannte, nach Moskau zu reisen und Putin zu treffen. Das ist ein sehr kluger Schachzug dieser beiden Politiker. Erstens muss Aliev der Türkei zeigen, dass wir zwar Freunde und Verbündete sind, aber ich werde das mit meiner Freundschaft und Allianz mit Russland ausgleichen. Erdogan mag ein verrückter Größenwahnsinniger sein, aber er ist nicht dumm, und er hat diese Botschaft sicher verstanden.

Wer hat schließlich gesagt, dass Erdogan der Führer der türkischen Welt sein muss?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Russland (und China!) Alijew aus einer langen Liste von Gründen bevorzugen würden, darunter die Tatsache, dass er sehr klug, sehr realistisch, ziemlich rücksichtslos ist, wenn es nötig ist, und dass er Putin sehr gut versteht (die beiden sind gute Freunde). Und da Erdogan versucht, sowohl die russische als auch die Ukro-Karte auszuspielen, ist dies eine klare Warnung an ihn: Sei nett, sonst…

Wie geht es also weiter?

Ich würde sagen, dass größere Kampfhandlungen gegen die ukrainischen Streitkräfte in den LDNR-Republiken wahrscheinlich unvermeidlich sind und dass die Russen, wenn nicht in letzter Minute ein Wunder geschieht, bald einen großen Teil der ukrainischen Streitkräfte entwaffnen werden. Denkt daran, dass Putin die Entwaffnung der Ukraine ausdrücklich als eine seiner Forderungen formuliert hat.

Glaubt irgendjemand, dass irgendjemand die Entwaffnung der Ukraine durch Russland in naher/mittlerer Zukunft aufhalten kann (wir sprechen hier von großen Waffensystemen, nicht von AKs)?

Ich glaube es nicht.

Als nächstes denke ich, dass Putin alle seine Forderungen gegenüber der Ukraine erfolgreich durchsetzen wird, was zweierlei bedeutet:

– Das Kiewer Regime wird zusammenbrechen, zumindest de facto.

– Der Rest von Banderastan wird schließlich in verschiedene Regime und Nachfolgestaaten zerfallen.

Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass die USA/NATO einige Truppen in die Westukraine verlegen werden, um „ihre Bevölkerung und Infrastruktur“ in und um Lemberg zu schützen und um zu erklären, dass „ihre Demonstration von Einigkeit und Entschlossenheit Russland davon abgehalten hat, in die gesamte Ukraine einzufallen“. Ich glaube nicht, dass Russland allzu große Einwände gegen einen auf die Region Lemberg/Iwano-Frankowsk begrenzten NATO-Einsatz haben wird. Dies sind keine historisch russischen Gebiete und sie sind für Russland im Grunde genommen irrelevant.

Wenn die USA wollen, dass die Polen die Ukronazis in ihrer eigenen Westukraine unterdrücken, wird sich in Russland niemand dafür interessieren.

Was den Westen betrifft, so ist es eine lange Tradition der USA und der NATO, eine Niederlage für sich zu reklamieren, so dass eine solche Operation dazu benutzt werden kann, das Gesicht der NATO zu wahren.

Aber das wird nicht ausreichen.

Der Westen wurde bereits politisch besiegt, und nun ist eine militärische Niederlage wahrscheinlich unvermeidlich.

Ich spreche nicht von einer Invasion der gesamten Ukraine (Gott bewahre!), aber es wird allen klar sein, dass der russische Bär die NATO zum Rückzug gezwungen hat, politisch und militärisch. Die Engländer sind zu klug, um sich freiwillig auf einen Krieg mit Russland einzulassen. Die Polen verstecken sich, wie immer, nur hinter dem Rücken ihrer neuen (englischen) Herren. Die Balten sind irrelevant.

Die einzige Option besteht also darin, die Russen bis auf den letzten Ukrainer zu bekämpfen, und wenn das passiert, ist es vielleicht rechtlich gesehen keine „NATO-Niederlage“, aber wie am 08.08.08 wird es für die NATO öffentlich eine vernichtende Niederlage sein. Vielleicht nicht so schlimm wie in Kabul, aber viel schlimmer als in Georgien am 08.08.08.

Zu diesem Zeitpunkt werden sich viele Leute fragen, ob die NATO das Geld wert ist, das für sie ausgegeben wird. Und wenn dieser Prozess erst einmal begonnen hat, wird er nicht mehr aufzuhalten sein.

Gut so!

Hätten die USA/NATO/EU einen Funken Verstand, würden sie den totalen und endgültigen Verlust der LDNR schnell akzeptieren, gefolgt von einer Erklärung, dass die Ukraine ein neutraler, entmilitarisierter Staat geworden ist. Im Gegenzug würde Russland feste Sicherheitsgarantien und billige Energie liefern. Aber das wäre gesunder Menschenverstand, nicht gerade jene Art von Denkweise, die uns in die heutige Krise geführt hat.

Warten wir also ab, was Onkel Shmuel und seine Euro-Nager als nächstes tun werden.

Ich erwarte mehr heiße Luft aus dem Westen und mehr einseitige russische Aktionen im Osten

Bleibt dran.

Andrej